Berndt, Karl Ernst August Otto*

Berndt, Karl Ernst August Otto*
Wirken
Werdegang
- Studium an der Gewerbe-Akademie und der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg
- 1881 Regierungsbauführer
- 1884 Regierungsbaumeister
- 1885-1887 Eisenbahn-Hauptwerkstätten Halberstadt
- 1887-1892 Maschinen-technisches Büro der Eisenbahndirektion in Magdeburg
- 1892 ordentlicher Professor für Maschinenkunde, insbesondere mechanische Technologie, an der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1894-1895 Dekan der Maschinenbauschule an der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1895-1896 Dekan der Abteilung für Maschinenbau an der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1896-1898 Rektor der Technischen Hochschule Darmstadt
- 21.10.1896 Mitglied der Prüfungskommission für das Finanz- und technische Fach in Darmstadt
- 1897 Geheimer Baurat
- 1897 Verleihung des Ritterkreuzes I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen
- 1900 Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des vom Deutschen Kaiser verliehenen Rothen Adlerordens II. Klasse
- 1902 Goldene Verdienstmedaille für Wissenschaft des Verdienstordens Philipps des Großmütigen
- 6.1.1906 Mitglied des Technischen Ober-Prüfungsamts in Darmstadt und Enthebung von der Funktion eines Mitglieds der Prüfungskommission für das Finanz- und technische Fach
- 27.6.1906 Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Kronenordens II. Klasse
- 1926 Ehrensenator der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1927 emeritiert
- 1930 Doktor der Staatswissenschaften h.c.
Funktion
- Darmstadt, Technische Hochschule, Rektor, 1896-1898
Akademische Vita
- Darmstadt, TH// Maschinenbauingenieur/ ordentlicher Professor/ 1892-1927
Werke
- Versuche über den elektrischen Widerstand von unbewehrtem Beton. Berlin 1911.
- Versuche zum Vergleich der Wuerfelfestigkeit des Betons zu der im Bauwerk erzielten Festigkeit. Berlin, 1915.
- Versuche über den Einfluss der Elektrizität auf Eisenbeton. Berlin, 1912.
Lebensorte
Charlottenburg; Halberstadt; Magdeburg; Darmstadt
Familie
Vater
Berndt, Ernst August Otto, Lederhändler und Ingenieur
Mutter
Kufahl, Wilhelmine
Partner
Klövekorn, Anna Margarethe Gertrud Minna, (⚭ Bromberg 22.6.1885) * Frankfurt (Oder) 6.3.1864, † Frankfurt am Main 11.7.1947, Tochter des Justus Wilhelm Klövekorn, * Osnabrück, † Darmstadt 9.2.1906, 74 Jahre alt, Königlicher Baurat, und der Flora Welt
Leben
Aus der Biografie
Otto Berndt war ein deutscher Maschinenbauingenieur. Nach seinem Studium der Ingenieurswissenschaften an der Gewerbeakademie und der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg folgte 1881 die Ernennung zum Regierungsbaumeister und 1884 die zum Regierungsbauführer. Berndt war mehrere Jahre im Staatsdienst, vor allem in der preußischen Eisenbahnverwaltung, tätig. 1892 wurde er an der Technischen Hochschule Darmstadt, als Nachfolger Philip Waiblers, zum ordentlichen Professor für Maschinenbau ernannt. Sein Schwerpunkt war die mechanische Technologie. Berndt war insgesamt acht Jahre Dekan der Maschinenbauabteilung und für den Maschinenbau in Darmstadt von großer Bedeutung. Sein Anliegen war es, Forschung und Lehre gleichermaßen zu betreiben. Ihm ist es zu verdanken, dass unter anderem ein Lehrstuhl für Wasserkraftmaschinen und Papierfabrikation entstand. Später folgte noch die Gründung der Materialprüfungsanstalt und der Lehrstuhl für Luftschifffahrt und Flugtechnik. Als Mitte der 1920er Jahre das Fehlen einer Turnhalle und eines größeren Versammlungsraums akut wurden, setzte sich Berndt für das Finden und den Umbau eines geeigneten Gebäudes ein. Es bot sich die früher zu militärischen Zwecken genutzte ehemalige Exerzierhalle an. Geld für einen Umbau war allerdings nicht vorhanden, aber Berndt gelang es durch Kontakte zur Industrie, Stiftungen für den Umbau zu begeistern. Bei der Einweihungsfeier am 30. Januar 1926 erhielt die Turn- und Festhalle ihren Namen nach dem tatkräftigen Professor und existiert noch heute unter dem Namen der Otto-Berndt-Halle. Berndt wurde während seiner Amtszeit in Darmstadt 1897 zum Geheimen Baurat und 1926 zum Ehrensenator der Technischen Hochschule ernannt. Er war ein energischer Befürworter des Ausländerstudiums. Im Jahr 1927 wurde Berndt emeritiert.
Nachweise
Quellen
- HStAD Bestand S 1
- HStAM Bestand 901 Nr. 108 (Bessungen, Sterbenebenregister, 1904–1907, Nr. 25/1906)
- HStAM Bestand 901 Nr. 448 (Darmstadt, Sterbenebenregister, 1940, Nr. 223)
- HStAM Bestand 903 Nr. 11198 (Frankfurt I, Sterbenebenregister, 1947, Nr. 889/I)
Literatur
- Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 74 f. (Marianne Viefhaus/Manfred Efinger)
- Christa Wolf, Verzeichnis der Hochschullehrer der TH Darmstadt, Darmstadt 1977, S. 23
- Studentenwerk Darmstadt (Hrsg.), Festschrift Otto-Berndt-Halle, Darmstadt 1999, S. 12
Weblinks
Bildquelle
Siehe auch
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Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Berndt, Karl Ernst August Otto*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/922_berndt-karl-ernst-august-otto> (aufgerufen am 17.04.2026)
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