Battenberg, Widukind I. Graf von
Andere Namen
Weitere Namen
Wittgenstein, Widukind I.%Graf von
Wirken
Werdegang
- 1215-1231 Graf von Battenberg
- 1227 Burgmann in Marburg
- 1231-1234 Graf von Wittgenstein
Familie
Vater
Partner
Runkel, Ida Herrin von
Verwandte
- Battenberg, Werner II. Graf von <Bruder>, Johanniterbruder in Wiesenfeld
- Battenberg, Hermann I. Graf von <Bruder>, Graf von Battenberg
- Battenberg, Siegfried I. Graf von <Sohn>, Graf von Wittgenstein
- Battenberg, Widukind II. Graf von <Sohn>, Graf von Battenberg
- Battenberg, Werner III. Graf von <Sohn>, Deutschordensritter
Leben
Aus der Biografie
Widukind I. war vermutlich der mittlere Sohn Graf Werners I. von Wittgenstein. Nach dem Tod des Vaters übernahm wahrscheinlich sein älterer Bruder Werner II. die Verwaltung der Grafschaften Wittgenstein und Battenberg, ließ Widukind II. und ihren jüngeren Bruder Hermann I. aber offenbar von Beginn an an der Herrschaft teilhaben. Als Werner II. Ende der 1220er Jahre auf die Regierung verzichtete und in die von ihrem Vater gegründete Johanniterkommende Wiesenfeld eintrat, führte Widukind I. die Amtsgeschäfte in beiden Grafschaften zunächst wohl mit Hermann I. gemeinsam. In dieser Zeit versuchten die beiden vor allem, die durch die Lehnsauftragung der Burg Wittgenstein immer enger werdende Bindung an die Erzbischöfe von Mainz zu lockern, indem sie die Nähe der thüringischen Landgrafen suchten. So werden Widukind I. und Hermann I. 1227 Burgmannen der Landgrafen in Marburg und tragen ihnen dafür ihre Burg Kellerberg oberhalb von Battenberg zu Lehen auf. Da sie nach 1231 nicht mehr gemeinsam auftreten und Widukind I. sich 1233 und 1234 außerdem nach Wittgenstein nennt, ist anzunehmen, dass die beiden Brüder um 1231 ihre Grafschaften unter sich aufteilten, wobei Widukind I. als der ältere das Stammland Wittgenstein erhielt. Nach dem Tod Hermanns I. fiel ihm schließlich aber auch die Grafschaft Battenberg zu, die er möglicherweise mit Hilfe seines älteren Bruders Werner II. mitverwaltete. Eventuell dürfte es gerade diese mitunter schwierige Doppelregierung gewesen sein, die Widukind I. dazu bewog, den Mainzer Erzbischöfen 1234 den Verkauf der halben Grafschaft Battenberg zu versprechen. Dies ist die letzte bekannte Erwähnung Widukinds I.
Verheiratet war Widukind I. mit Ida, einer Tochter Siegfrieds III. von Runkel, dessen Geschlecht Patrone der innerhalb der Grafschaft Battenberg gelegenen Pfarrei Battenfeld war.
Matthias Seim
Nachweise
Quellen
- Demandt, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter, Marburg 1939, Nr. 11
- Regesten der Erzbischöfe von Köln 3, Bonn 1909, Nr. 282
- Böhmer/Will, Regesten zur Geschichte der Mainzer Erzbischöfe 2, Innsbruck 1886, Nr. XXXII 443, XXXIII 132
- Dobenecker, Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae 2, Jena 1900, Nachträge Nr. 14
- Falck, Mainzer Regesten 1, Nr. 750
- Franz, Kloster Haina 1, Nr. 12, 38, 55, 57, 65, 79
Literatur
- Lennarz, Die Territorialgeschichte des hessischen Hinterlandes, Marburg 1973, S. 80 f.
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Battenberg, Widukind I. Graf von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/8586_battenberg-widukind-i-graf-von> (aufgerufen am 19.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/8586