Kulenkamp, Elard Johannes

 
geboren
30.11.1777 Witzenhausen
gestorben
15.6.1851 Kassel
Beruf
Oberappellationsrat
Titel
Dr. jur. h.c.
Konfession
evangelisch
GND-Explorer
123643783

Andere Namen

Weitere Namen

Kuhlenkamp, Elard Johann

Wirken

Werdegang

  • 16.10.1795 Jura-Studium in Marburg, 1799 in Göttingen, Fakutätsexamen im Frühjahr 1799
  • 28.3.1800 Advokat und Stadtsyndikus für Treysa und Jesberg
  • 27.9.1803 Amtsassisstent beim Amt Treysa
  • 30.5.1805 Amtsadjunkt bei seinem Schwiegervater Georg Elard Biskamp dem Amtmann von Treysa
  • 19.2.1808 Richter am Distrikt-Tribunal in Friedewald
  • 17.8.1821 Obergerichtsrat im Zivilsenat des Obergerichts in Fulda und 19.9.1821 Mitglied der Forstrügekommission, arbeitet einen Entwurf einer neuen Untergerichtsordnung aus
  • 3.9.1822 Oberappellationsrat
  • 1831-1833 und 1838-1842 Mitglied der juristischen Prüfungskommission
  • bereits 1823-1826 nahm er an den Stiftungen dieser Kommission teil
  • 1850 Verhandlungen des Oberappellationsgericht unter seinem Vorsitz über die Gültigkeit der Septemberverordnungen, die zur Besetzung Kassels durch österreichische und bayrische Truppen führte
  • zur 300 Jahrfeier der Universität Marburg Dr. jur. h.c.
  • 18.6.1836 Ritterkreuz
  • 4.4.1850 Kommandeurkreuz 2. Klasse des Ordens vom Goldenen Löwen
  • 1850 Ehrenbürger von Treysa
  • 1850 unter großer Teilnahme und zahlreichen Ehrungen 50jähriges Dienstjubiläum
  • einer der bedeutendsten kurhessischen Juristen, 1847 verzeichnete sein Geschäftsverzeichnis 30-40 Strafsachen von insgesamt 3.047, wobei er bei 1.545 als Referent und bei 1.502 als Korreferent gearbeitet hatte
  • „Ueberhaupt war er ein Meister von Pünktlichkeit, Ordnungsliebe und strenger Gewissenhaftigkeit, die fest an den Buchstaben hielt. Eine juristische Auffassung, die von allgemeinen Principien auf bestimmte Fälle Anwendung machen wollte, sagte ihm nicht zu. Er gehörte weder der historischen noch der philosophischen Juristenschule an. Er sah die Jurisprudenz als eine Kunst an, einzelne Fälle nach den bestehenden Normen regelrecht zu beurtheilen und das Erforderliche zu verfügen; weßhalb er auch Nichtjuristen über Rechtspunkte mitzusprechen kaum erlauben wollte.“ (DBA 723, 160, zitiert nach Wannagat, S. 453)

Lebensorte

Marburg; Göttingen; Treysa; Jesberg; Friedewald; Fulda

Familie

Vater

Kulenkamp, Friedrich Wilhelm, 1714–1799, Kammerrat

Mutter

Biskamp, Katharina Elisabeth, 1734–1788, Heirat Ziegenhain 27.9.1756, Tochter des Elard J. Biskamp, 1696–1762, Metropolitan in Zierenberg

Partner

Biskamp, Gertrude Auguste Luise, (⚭ Friedewald 7.6.1808) * 30.4.1777, † 1847, Tochter des Georg Elard Biskamp, 1736–1807, Rat und Amtmann in Treysa

Verwandte

  • Kulenkamp, Wilhelmine Henriette Caroline Auguste <Tochter>, 1809–1821
  • Kulenkamp, George Friedrich Wilhelm Conrad Elard August <Sohn>, 1810–1828
  • Kulenkamp, Friedrich Hartmann Elard Julius August <Sohn>, 1812–1831
  • Kulenkamp, Carl Julius George Christian Elard August <Sohn>, 1813–1841, Amtsassessor
  • Münscher, Amalie Caroline Charlotte Sophie Elardine Auguste, geb. Kulenkamp <Tochter>, 1814–1844, verheiratet mit Friedrich Ludwig Heinrich Münscher, Dr. phil., Gymnasialdirektor in Marburg
  • Hartung gen. Schwarzkopf, Sophie Dorothea Marie Auguste, geb. Kulenkamp <Tochter>, 1819–1841, verheiratet mit Heinrich Valentin Carl* Franz Theodor Hartung gen. Schwarzkopf, 1811–1858

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kulenkamp, Elard Johannes“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/7242_kulenkamp-elard-johannes> (aufgerufen am 19.04.2026)

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