Krauss, Werner* Rudolf

 
geboren
7.6.1900 Stuttgart
gestorben
28.8.1976 Berlin
Beruf
Romanist, Dozent, Politiker, Abgeordneter
Titel
Prof. Dr.
Konfession
evangelisch
GND-Explorer
118566393

Wirken

Werdegang

  • Humanistisches Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart
  • Kriegsdienst bis Ende des Ersten Weltkriegs
  • 1919-1929 Studium der Romanistik, Literatur- und Kunstgeschichte an den Universitäten München, Berlin und Madrid
  • 2.1929 Promotion zum Dr. phil. an der Universität München
  • Sommer 1929 Studien an der Preußischen Staatsbibliothek Berlin, Herbst 1929 in München, Sommer 1930 in Paris
  • 1931 Habilitation an der Universität Marburg mit der Schrift „Die ästhetischen Grundlagen des spanischen Schäferromans“ bei E. Auerbach, Privatdozent
  • 1933 außerordentlicher Professor für Romanische Philologie an der Universität Marburg
  • 1940 zur Dolmetscher-Lehrkompanie nach Berlin einberufen, Mitglied der Widerstandsgruppe Schulze-Boysen
  • 1942 Angehöriger der Dolmetscher-Kompanie des „Amtes Ausland-Abwehr“, Mitarbeiter der kommunistischen Untergrundorganisation „Rote Kapelle“
  • 1942 verhaftet, gefoltert und 1943 zum Tode verurteilt
  • in der Haft entstanden Entwürfe zu Gracian-Studien und der verschlüsselte Widerstandsroman „PLN“
  • 1944 dank der Intervention von Kollegen und Freunden zu fünf Jahren Zuchthaus begnadigt (Reichskriegsgericht)
  • Anfang 1945 Flucht aus dem Zuchthaus Torgau
  • 1945 Eintritt in die KPD
  • 1945-1947 ordentlicher Professor an der Universität Marburg und Direktor des Romanischen Instituts
  • 26.2.1946–15.5.1946 Mitglied des Beratenden Landesausschusses Groß-Hessen, Abberrufung, Nachfolgerin: Elfriede Steckel
  • 1947 Professor für Romanische Philologie an der Universität Leipzig
  • Gründung der „Arbeitsgruppe zur Geschichte der deutschen und französischen Aufklärung“, 1959 Eingliederung in die Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin
  • 1958-1965 Direktor des Instituts für romanische Sprachen und Kultur der Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin
  • 1965 Emeritierung
  • 1971 Dr. h.c. der Universität Aix en Provence
  • Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin
  • Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften

Funktion

  • Groß-Hessen, Beratender Landesausschuss, Mitglied (KPD), 1946

Studium

1919-1929 Studium der Romanistik, Literatur- und Kunstgeschichte an den Universitäten München, Berlin und Madrid

Akademische Qualifikation

  • 2.1929 Promotion zum Dr. phil. an der Universität München
  • 1931 Habilitation an der Universität Marburg mit der Schrift „Die ästhetischen Grundlagen des spanischen Schäferromans“ bei E. Auerbach, Privatdozent

Akademische Vita

  • Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Romanistik / Privatdozent / 1932-1942
  • Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Romanistik / außerplanmäßiger Professor / 1942-1947
  • Leipzig, Universität / Philosophische Fakultät / Romanistik / ordentlicher Professor / 1947-1965

Mitgliedschaften

1949-1951 ordentliches Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
1949-1972 ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin
1951-1976 korrespondierendes Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
1972-1976 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR zu Berlin

Werke

Lebensorte

Stuttgart; Marburg; Leipzig

Statusgruppe

Wissenschaftler/in

Familie

Vater

Krauß, Rudolf, GND, 1861–1945, Dr. phil., Geheimer Archivrat in Stuttgart, Literaturhistoriker, Herausgeber der Werke von Mörike, Hauff und Schiller, Sohn des Paul Krauß, 1818–1877, Kommerzienrat, Kaufmann in Stuttgart, und der Pauline Moser

Mutter

Schüle, Ottilie, 1873–1965, Tochter des Rudolf Friedrich Schüle, Fabrikant in Kirchheim unter Teck, Kommerzienrat, und der Eugenie Beckh

Partner

Schumacher, Doris, (⚭ 1945)

Nachweise

Quellen

Literatur

Bildquelle

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Krauss, Werner* Rudolf“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/6865_krauss-werner-rudolf> (aufgerufen am 22.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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