Senger, Valentin

Senger, Valentin
Wirken
Werdegang
- Lehre als technischer Zeichner, Maschinenbauschule, Konstrukteur, Betriebsleiter
- dreißig Jahre Arbeit im kommunistischen Widerstand in Frankfurt am Main
- 1944 gemustert, als Kanonier ausgebildet, desertiert
- die Familie überlebte in der Frankfurter Innenstadt die Verfolgungen durch die Nationalsozialisten
- nach dem Zweiten Weltkrieg Eintritt in die KPD, daher 20 Jahre ohne Anerkennung der deutschen Staatsbürgerschaft, 1958 allerdings Austritt aus der KPD und Beitritt in die Jüdische Gemeinde
- Reporter, Verfasser von Hörspielen, Korrespondent in Österreich und Italien, unter anderem für das „Pressebüro“ in Ostberlin
- Redakteur, später Abteilungsleiter für das Ressort Wirtschaft und Sozialpolitik beim Hessischen Rundfunk
- 1984 Ruhestand
- 1990 Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main
Werke
- Kaiserhofstraße 12. Darmstadt, Neuwied: Luchterhand, 1978.
- Kurzer Frühling. Zürich, 1984.
- Die Buchsweilers (1991)
- Der Heimkehrer. München, 1995.
Lebensorte
Frankfurt am Main
Familie
Vater
Senger, Jakob, urspr. Moisse Rabisanowitsch, flüchtet 1910 vor der russischen Geheimpolizei nach Deutschland, Dreher in Frankfurt am Main
Mutter
N.N., Olga, aus der Ukraine
Partner
Dröll, Irmgard, arbeitete bei der Metallbaufirma Fries in Sachsenhausen, wo sie Valentin Senger kennenlernte und eine kleine antifaschistische Zelle bildete, Journalistin, Redakteurin, verheiratet I. Juni 1944 Heinz Kreuter, später geschieden
Verwandte
- Senger, Paula <Schwester>
- Senger, Alex <Bruder>, 1945 im Krieg als deutscher Soldat gefallen
Nachweise
Literatur
- Adolf Diamant, Verfilmung des Schicksals eines Frankfurter Juden. In: Aufbau 11. April 1980, S. 10;
- clau, Abschied von Valentin Senger. Trauerfeier für einen „jüdischen Gerechten“. In: Frankfurter Rundschau vom 12. September 1997;
- Lothar Müller, Erfindung einer Herkunft. Zum Tod des Schriftstellers Valentin Senger. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. September 1997;
- Im Gespräch: Irmgard Senger und Arno Lustiger über Valentin Senger und sein Buch „Kaiserhofstraße 12“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. April 2010, S. 39.
Bildquelle
Webseite des Frankfurter Autorenthaters (http://www.fat-web.de/?p=3000)
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Senger, Valentin“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/6098_senger-valentin> (aufgerufen am 15.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/6098