Tülsner, Gregor von

Tülsner, Gregor von
Andere Namen
Weitere Namen
Tülsnerus, Gregorius
Tülsner, Gregorius
Wirken
Werdegang
- seine Hauslehrer waren Anton Thörner, dann Cyriacus Heidelberger
- Besuch der Nicolaischule in Leipzig
- 1613 Schulpforta
- 1619 immatrikuliert in Leipzig Wittenberg
- 1.4.1620 Baccalaureus in Leipzig
- 29.1.1622 Magister in Leipzig
- 1627 Hofmeister der drei Söhne des Levin von der Schulenburg in Betzendorf in der Altmark, mit diesen 1628 nach Marburg, wo der eine starb, der andere nach Hause zurückkehrte
- 1631 Lizenziat beider Rechte in Marburg
- 3.9.1632 Fürstlich-Hessen-Darmstädtischer Rat und Oberarchivar in Marburg
- 24.3.1634 Promotion zum Doktor beider Rechte in Gießen (Verlegung der Universität wegen der Pest)
- 1632 zugleich mit dem fürstlichen Gefolge auf Reise nach Dresden
- 1635/1636 Samthofgerichts-Visitationskommissar (StA DA E 1 K Nr. 117/7)
- 1639 verhandelte Tülsner über die Isenburgische Sache in Frankfurt (StA DA E 12 Nr. 172/4)
- 4.8.1640-1650 ordentlicher Professor der Institutionen und Universitäts-Syndikus in Marburg (das Syndikat ruhte in der Zeit seiner Deputation)
- 1641-April 1645 Gesandter zum Deputationstag in Frankfurt am Main, zusammen mit dem Amtmann Friedrich List (StA DA E 12 Nr. 313/9. Hier wurde die Restitutionssache Solms-Braunfels verhandelt; vgl. Strieder, 236)
- 19.11.1644 Aufnahme in den Reichsadel; kaiserlicher Schutz und Schirm, Salva Guardia, exemptio, Nachsteuer, privilegium fori, Rotwachsfreiheit, Comes Palatini caesarii ad personam: Linz 19.9.1644 (v. Frank V, 132; Strieder, 236-237; Diplom 19.11. ausgefertigt, „mehr wider als mit seinem Willen“, das heißt Tülsner machte vom Adel keinen Gebrauch)
- 1650-1672 mit Wiedererneuerung der Universität ordentlicher Professor der Rechte in Gießen
- 1657 ist Tülsner Mitglied einer Kommission wegen Schenk zu Schweinsbergischer Lehenstreitigkeiten (StA DA E 12 Nr. 279/6)
- 1661 wurde er an dem geplanten gemeinschaftlichen hessischen Landrecht beteiligt (Strieder, S. 237)
Funktion
- Marburg, Universität, Syndikus, 1640-1641
Studium
1619 Studium an den Universitäten Leipzig und Wittenberg
1.4.1620 Baccalaureus an der Universität Leipzig
29.1.1622 Magister an der Universität Leipzig
Akademische Qualifikation
- 1631 Lic. jur. an der Universität Marburg
- 24.3.1634 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Gießen
Akademische Vita
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät // Privatdozent / 1631-1640
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät // ordentlicher Professor / 1640-1650
- Gießen, Universität / Juristische Fakultät // ordentlicher Professor / 1650-1672
Akademische Ämter
1651 und 1662 Rektor der Universität Gießen
Lebensorte
Leipzig; Schulpforta; Wittenberg; Marburg; Gießen
Familie
Vater
Tülsner, Adam, 1557–1603, Juris Consultus, Advokat, Stadtrichter und 1600 Ratsherr in Leipzig
Mutter
Jordan, Anne, 1568–1621
Partner
- Hoffmann, Christina, * Marburg 18.10.1591, † Gießen 15.1.1657, sie verheiratet I. 6.9.1624 mit Gregor Schönfeld, * Wittenberg, † Kassel 3.9.1625, Studium in Marburg, Magister, Doktor beider Rechte, 1615 Professor der Beredsamkeit und Universitäts-Syndikus in Marburg, 1624 Konsistorial-Syndikus in Kassel, Tochter des Burchard Hoffmann, Kanzlei-Schreiber, Obervogt und Rat in Marburg, und der Catharina Henckel
- Anton, Elisabeth Catharina, * Marburg 1605, † Gießen 6.6.1670 nach 6-tägiger Krankheit, begraben Marburg 10.6., mit ihren Brüdern und Schwestern erzogen, führte nach dem Tod des Vaters mit der Mutter den Haushalt, ⚭ I. 1627 mit Nikolaus Stippius (Stipp), * 1590, † Gießen 15.6.1658, Fürstlich-Hessischer Rentkammerrat, Tochter des Gottfried Anton, Professor der Rechte in Gießen, und der Elisabeth Pistorius
Verwandte
Eyben, Anne Maria, geb. Tülsner <Tochter>, * Marburg 5.5.1633, † Helmstedt 28.1.1673, 39 Jahre alt, 1672 machte sie zu Fuß und hochschwanger eine beschwerliche Reise zum Begräbnis des Vaters in Gießen, in deren Folge sie starb, verheiratet November 1655 Huldrich Eyben, Studium in Rinteln 1650, Doktor beider Rechte, Juris Consultus, Professor publicus und Ordinarius der Rechte in Helmstedt, Fürstlich-Braunschweig-Lüneburgischer Rat
Nachweise
Quellen
- Leichenpredigten auf Gregor Tülsner, Christina Tülsner, geb. Hoffmann, 1591-1657, Anne Maria Eyben, geb. Tülsner, 1633-1673
Literatur
- Carl Graepler, Imagines Professorum Academiae Marburgensis, Marburg 1977, S. 51
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, S. 93
- Haupt/Lehnert, Chronik der Universität Gießen von 1607–1907, Gießen 1907, S. [97]
- Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 16, Kassel 1812, S. 236 f.
Weblinks
Bildquelle
„Gregorius Tulsnerus“ (Federzeichnung · 23,3 x 32,8 cm, beschnitten), in: Ferdinand Justi, Icones Professorum Marpurgensium. Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Philipps-Universität Marburg (Inventar-Nr. 28.234) / Foto: Bildarchiv Foto Marburg (Thomas Scheidt)
Siehe auch
Extern
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Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Tülsner, Gregor von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/5166_tuelsner-gregor-von> (aufgerufen am 13.04.2026)
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