Creizenach, Michael
geboren
16.5.1789 Mainz gestorben
5.8.1842 Frankfurt am Main Beruf
Rabbiner, Mathematiker, Lehrer Titel
Dr. phil. Konfession
jüdisch GND-Explorer
11775160X
Creizenach, Michael
Wirken
Werdegang
- galt früh als Wunderkind
- 1806-1809 Besuch des französischen Lyzeums in Mainz (Schüler von Anschel und Türckheim/Turquem), dann in Paris, studierte Talmud, Hebräisch, Mathematik
- 1813 Gründung einer höheren Privatschule, 1819 Vereinigung mit der Mädchenschule des Markus Bloch zur „Lehr- und Erziehungsanstalt für die Jugend beiderlei Geschlechts“, 1821 Direktor der Schule, daneben Privatlehrer für Mathematik und Physik (unter den Schülern die späteren Bischöfe von Mainz, Köln, Straßburg und Speyer Joseph Ludwig Colmar, Johannes von Geissel, Andreas Räß und Nikolaus von Weis)
- 22.9.1823 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Gießen
- 1825 Lehrer am Philanthropin in Frankfurt am Main für Religion, Deutsch, Geschichte und Mathematik
- 1841-1842 Gründer der Zeitschrift „Geist der pharisäischen Lehre“ und der Zeitschrift „Zion“
- 1832-1835 Meister vom Stuhl der Loge Zur aufgehenden Morgenröte
- Creizenach-Stiftung an der Israelitischen Realschule
Netzwerk
- Geissel, Johannes von <Schüler>, GND, * Gimmeldingen 5.2.1796, † Köln 8.9.1864, Kardinal, Bischof
- Weis, Nikolaus von <Schüler>, GND, * Rimlingen (Lothringen) 8.3.1796, † Speyer 13.12.1869, Theologe, 1842-1869 Bischof der Diözese Speyer
- Colmar, Joseph Ludwig <Schüler>
Werke
- Schulchan Aruch, oder encyklopädische Darstellung des mosaischen Gesetzes, 4 Bände, 1833-1840.
Lebensorte
Mainz; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Creizenach, Moritz, bis 1808 mit Namen Maier, in kurmainzischen Diensten, floh er mit dem Erzbischof vor den Franzosen nach Aschaffenburg, wo die Ehefrau starb und begraben wurde
Partner
Haas, Marianne, * 24.2.1786, † 18.4.1844, Heirat Mainz 29.7.1813, Tochter des Salomon Dorus Haas und der Rahel Probst
Verwandte
- Creizenach, Julius <Sohn>, 1816–1885, Dr. jur. Hessen-Darmstädtischer Landgerichtsrat
- Creizenach, Theodor <Sohn>, 1818-1877, Dr. phil., Lehrer, Literaturhistoriker
- Creizenach, Ignaz <Sohn>, 1823-1908, Kaufmann, Kommunalpolitiker, Stadtverordneter
- Flesch, Florentine, geb. Creizenach <Tochter>, verheiratet mit Adam Flesch, 1819-1892, Dr.phil., Arzt
- Creizenach, Ernst* Michael <Enkel>, 1856-1922
- Creizenach, Wilhelm* Michael Anton <Enkel>, 1851-191
- Flesch, Max* Heinrich Johannes <Enkel>, 1852-1943, Arzt, Professor, Frauenarzt
- Flesch, Karl* Ferdinand Moritz <Enkel>, 1853-1915, Rechtsanwalt, Stadtrat, Kommunalpolitiker
Nachweise
Quellen
Literatur
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 47, Leipzig 1903, S. 546-549 (Adolf Brüll)
- Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 140 f. (Sabine Hock)
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 85 f.
- Herman Haupt, Hessische Biographien, Bd. 2, Darmstadt 1927, S. 338-342 (Siegmund Salfeld)
- Lexikon jüdischer Autoren, Bd. V, 1997, S. 277-281
Bildquelle
Frankfurt Biographie, Erster Band, S. 140.
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Allgemeine Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Frankfurter Personenlexikon: Öffnet in neuem Fenster
- Rheinland-Pfälzische Personendatenbank: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Creizenach, Michael“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/4939_creizenach-michael> (aufgerufen am 20.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/4939