
Gottfried von Cappenberg
Andere Namen
Weitere Namen
Heiliger Gottfried von Cappenberg
Cappenberg, Gottfried%von
Wirken
Werdegang
- als comes, dominus in der Vita I genannt
- blieb stets assoziierter Konverse
- Schüler des Norbert von Xanten
- durch seinen materiellen Beitrag 1121 Mitgründer des Prämonstratenserordens
- 1123 Gründungsurkunde für Ilbenstadt
- 1124/1125 lebte er in der Cappenberger Gemeinschaft ausschließlich monastisch-aszetischen Zielen
- 1126 entfremdete sich Gottfried von Norbert von Xanten durch dessen Erhebung zum Erzbischof von Magdeburg
- 1126 päpstliche Bestätigung von Cappenberg, Varlar und Ilbenstadt als Stifte
- scherte aus dem Zug zum königlichen Hof aus und blieb in Ilbenstadt, starb hier möglicherweise nach heftiger psychischer Erschütterung durch Ausbruch einer latenten physischen Erkrankung
- 1582 Heiligsprechung des Norbert von Xanten und erster Druck der Gottfriedsvita (II) in Köln
- 1605 Veröffentlichung der Gottfriedsvita (I) durch den Jesuitenhistoriker Serarius in Mainz
- 1611/12 Verlegung der Tumba Gottfrieds in Ilbenstadt vom Schiff in Höhe der Kanzel in den Chor
- 1728 Erlaubnis Papst Benedikt XIII. für den Prämonstratenserorden zum Seligenkult
- 1916 Genehmigung des Gottfriedfestes in der Diözese Mainz
- 1929 Erhebung der Ilbenstädter Kirche zur Päpstlichen Basilika vom „Heiligen Gottfried“, damit römische Billigung eines mainzischen (schon seit dem 17. Jahrhundert bestehenden) Heiligenkultes
- nach dem Zweiten Vatikanum Aufnahme in das Martyrologium Romanum
Familie
Vater
Gottfried, 1085-1092 bezeugt, † ca. 1105
Mutter
Beatrix, † vor 1123, verheiratet II. mit Graf Heinrich von Rietberg, † 1115/1118, Bruder des Grafen Friedrich von Arnsberg, des Streitbaren
Partner
Jutta, lebte 1124 in einer Zelle bei Cappenberg
Verwandte
- Otto <Bruder>, auch Prämonstratenser-Konverse, überführt 1149 Teile der Gebeine nach Kappenberg
- Beatrix <Schwester>, schloß sich auch den Prämonstratensern an
- Gerberga <Schwester>, soll von Bernher von Erprath entführt worden sein
- Rietberg, Eilika von <Halbschwester>, verheiratet mit dem Grafen von Oldenburg
Nachweise
Literatur
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 15, Leipzig 1882, S. 106 f. (Wilhelm Crecelius)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 6, Berlin 1964, S. 670 (Herbert Grundmann)
- Norbert Bewerunge/Christian Vogel, Der Heilige Gottfried und seine Verehrung in Ilbenstadt vom Hohen Mittelalter bis heute, Niddatal-Ilbenstadt 2009
Bildquelle
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gottfried von Cappenberg“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/4867_gottfried-von-cappenberg> (aufgerufen am 17.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/4867