Klausing, Friedrich* Hermann
Wirken
Werdegang
- Besuch der Oberrealschule Mönchengladbach
- 1906-1909 Studium der Staats- und Rechtswissenschaften, Philosophie und Geschichte an den Universitäten Marburg, München und Berlin
- 1909-1913 praktischer Vorbereitungsdienst
- 1913 Assessorexamen
- 21.7.1913 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg bei Ernst Heymann
- 29.10.1913 Venia Legendi für Deutsche Rechtsgeschichte, Deutsches Privatrecht sowie Deutsches Bürgerliches und Handelsrecht an der Universität Marburg
- ab 1914 Privatdozent an der Handelshochschule München
- 1914-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Leutnant der Reserve
- 1.1.1920 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Handelshochschule München
- 1.5.1921 Ernennung zum ordentlichen Professor für Deutsche Rechtsgeschichte, Zivil- und Wirtschaftsrecht an der Universität Frankfurt am Main
- 1.4.1932 Ernennung zum ordentlichen Professor für Deutsches, Bürgerliches, Handels- und Genossenschaftsrecht sowie Deutsche Rechtsgeschichte an der Universität Marburg, zeitgleich Direktor des Juristischen Seminars
- 18.8.1932 Ernennung zum Mitglied des Juristischen Prüfungsamtes beim Oberlandesgericht Kassel
- 1.4.1933 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Frankfurt am Main
- 1.5.1933 Eintritt in die NSDAP
- 1.9.1940 Ernennung zum ordentlichen Professor für Bürgerliches-, Wirtschafts-, und Arbeitsrecht an der Universität Prag
- 1944 Suizid
Funktion
- München, Handelshochschule, Rektor, 1920-1921
- Frankfurt am Main, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1934-1935
Studium
1906-1909 Studium der Staats- und Rechtswissenschaften, Philosophie und Geschichte an den Universitäten Marburg, München und Berlin
Netzwerk
Akademische Qualifikation
- 21.7.1913 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg bei Ernst Heymann
- 29.10.1913 Habilitation für Deutsche Rechtsgeschichte, Deutsches Privatrecht sowie Deutsches Bürgerliches und Handelsrecht an der Universität Marburg
Akademische Vita
- München, Handelshochschule /// Privatdozent / 1914-1920
- München, Handelshochschule /// Privatdozent / 1920-1921
- Frankfurt am Main, Universität / Juristische Fakultät / Deutsche Rechtsgeschichte, Zivil- und Wirtschaftsrecht / ordentlicher Professor / 1921-1932
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Deutsches, Bürgerliches, Handels- und Genossenschaftsrecht sowie Deutsche Rechtsgeschichte / ordentlicher Professor / 1932-1933
- Frankfurt am Main, Universität / Juristische Fakultät / Deutsche Rechtsgeschichte, Zivil- und Wirtschaftsrecht / ordentlicher Professor / 1933-1940
- Prag, Universität / Juristische Fakultät / Bürgerliches-, Wirtschafts-, und Arbeitsrecht / ordentlicher Professor / 1940-1944
Akademische Ämter
1920-1921 Rektor der Handelshochschule München
1934-1935 Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Frankfurt am Main
Werke
- Über Handelsgebräuche im Zahlungsverkehr mit Wechseln und Schecks (Dissertation, 1913)
- Die Zahlung durch Wechsel und Scheck (Habilitation, 1919, vorgelegt 1913)
- Rechts- und Wirtschaftsauffassung im neuen Staat und die 'Reform' des Genossenschaftsrechts (1936)
- Unternehmer und Betriebsführer. Wirtschaftsordnung und Arbeitsordnung (1937)
- Gemeinverständlichkeit der Wissenschaft (1943)
Lebensorte
Mönchengladbach; München; Berlin; Frankfurt am Main; Marburg; Prag; Kassel
Statusgruppe
Wissenschaftler/in
Familie
Vater
Klausing, Friedrich, 1857–1908, Oberrealschuldirektor, Sohn des Hermann Heinrich Klausing, Bergmann, und der Anna Maria Katharina Fürstenau
Mutter
Trappmann gen. Kellerkamp, Ida, 1865–1935, Tochter des Gottfried Trappmann und der Sophie Koch
Partner
Lehmann, Marie-Sibylle, * 1889, Tochter des Heinrich Otto Lehmann und der Amalie Jessen
Verwandte
- Klausing, Benno <Sohn>, * 1915, vermisst 1942
- Klausing, Mathilde <Tochter>, * 1919
- Klausing, Friedrich-Karl <Sohn>, GND, 1920–1944, Widerstandskämpfer
- Klausing, Otto <Sohn>, * 1926
Leben
Aus der Biografie
B. Diestelkamp: „Klausing war ein hochbegabter Jurist und faszinierender Hochschullehrer.“ Seine Verdienste betreffen vor allem das Verhältnis von Staat und Wirtschaft. Er pflegte eine kluge Systematik und eine klare, eindrucksvolle Art des Vortrags. „Zugleich war er von brennendem Ehrgeiz und einer daraus resultierenden rührigen Umtriebigkeit geprägt. In einer Beurteilung durch den NS-Dozentenbund vom 7. November 1936 wird ihm ein ‚außerordentliches Geltungsbedürfnis und eine besonders starke Regsamkeit’ attestiert... Das Schillernde an seiner Persönlichkeit rührt aus dieser Mischung von hoher interellektueller Begabung und brennendem Ehrgeiz, der ihn zu kaum gezügeltem Aktionismus auch in politischen Angelegenheiten trieb.“1
Nachweise
Fußnoten
- Diestelkamp, Friedrich Klausing (1887–1944), 1989, S. 171 f. ↑
Quellen
- Institut für Personengeschichte, Bensheim, Marie-Sibylle Klausing, geb. Lehmann, Zum Stammbaum der Familien Klausing, Trappmann, Lehmann, Mskr. 1958, Kopie
Literatur
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 113.
- Bernhard Diestelkamp, Drei Professoren der Rechtswissenschaft in bewegter Zeit: Heinrich Mitteis (1889–1952), Franz Beyerle (1885–1977), Friedrich Klausing (1887–1944), Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, Stuttgart 2000
- Bernhard Diestelkamp, Friedrich Klausing (1887–1944), in: Bernhard Diestelkamp/Michael Stolleis (Hrsg.), Juristen an der Universität Frankfurt am Main, Baden-Baden 1989, S. 171-186
- Sabine Hock/Marc Zirlewagen, Klausing, Friedrich, in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe) (10.10.2020)
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Klausing, Friedrich* Hermann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/4756_klausing-friedrich-hermann> (aufgerufen am 18.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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