Steuber, Christoph Heinrich Wilhelm* von
Andere Namen
Geburtsname
Steuber, Christoph Heinrich Wilhelm*
Wirken
Werdegang
- 1800-1807 Besuch des Friderizianums
- ab 18.4.1807 Jurastudium in Marburg, ab 22.4.1809 in Göttingen
- Eintritt in den westphälischen Dienst vermutlich auf einer Subalternenstelle im Finanz- und Steuerfach
- 1812 Bürochef in der Generaldirektion des öffentlichen Unterrichts
- 1813/14 nahm er an den Kämpfen gegen Frankreich teil, während der zweiten Kampagne als Sekretär des kommandierenden Generals des kurhessischen Armeekorps
- 18./28.12.1813 Seconde-Lieutenant im Regiment Kurprinz, Januar 1814 als Regimentsadjutant
- 1814 verließ für kurze Zeit den Militärdienst auf Nachsuchen, angeblich beabsichtigte er, sich wieder der Rechts- und Staatswissenschaften zuzuwenden
- März 1815 Wiedereintritt in die kurhessische Armee, 22.4.1815 Stabskapitän im Generalstab
- 17.11.1815 Assessor mit Stimme beim Steuerkollegium
- 24.1.1817 Rang eines Steuerrats
- blieb daneben im Militärdienst als Quartiermeisterleutnant im Generalquartiermeisterstab
- 21.11.1818 Flügeladjutant des Kurfürsten
- 9.4.1821 als Kapitän Adjutant des Kurprinzen
- begleitet diesen auf einer Reise in die Schweiz
- 1.4.1825-1833 Geschäftsträger an der kurfürstlichen Gesandtschaft in Dresden als Major
- 4.11.1831 Außerordentlicher Gesandter und Bevollmächtigter Minister am sächsischen und preußischen Hof als Geheimer Legationsrat und Major
- 1832/33 kurhessischer Bevollmächtigter bei den Zollvereinsverhandlungen in Berlin
- 29.3.1833-1839 in derselben Funktion als Staatsrat am österreichischen Hof
- Frühjahr 1835 Begleitung der verwitweten Landgräfin von Hessen-Rotenburg von Zembowitz/Schlesien nach Kurhessen
- 17.4.1839 gleichzeitig interimistische Beauftragung mit dem kurhessischen Außenministerium
- 30.4.1839 kurhessischer Außenminister
- 15.1.1840-1845 Mitglied, zeitweilig Präses der Ordenskommission
- 1.7.1842-1845 Hauptdirektor der Prinz Georgschen Stiftung in Kassel
- bei den Zollverhandlungen in Berlin 1832/1833 kurhessischer Bevollmächtigter
- Kommandeur 1. Klasse des Hausordens vom Goldenen Löwen
- Ritter des kurhessischen Ordens vom eisernen Helm
- Ritter des K. K. Oesterreich. Ordens der eisernen Krone, 1. Klasse
- Ritter des Königlich-Preußischen Roten Adlerordens 1. Klasse
- Großkreuz Kommandeur des Königlich-Bayerischen Civil-Verdienst-Ordens
- Großkreuz (Comthur) des Königlich-Sächsischen Civil-Verdienst-Ordens
- Ritter des Königlich-Dänischen Danebrog-Ordens
- Kommandeur 1. Klasse des Großherzogl. Hessischen Ludewig-Ordens
- Großkreuz des Sachsen-Ernestinischen Hausordens
- Gutsbesitzer zu Ellerbach
- Kurhessischer Adel: 15.10.1817
Funktion
- Kurhessen, Außenminister, 1839-1845
Lebensorte
Kassel; Marburg; Göttingen; Dresden
Familie
Vater
Steuber, Johann Friedrich Adolf*, * 1745, 1780-1800 kurhessischer Registrator beim Hofmarschallamt und Hofgerichtsregistrator in Kassel, später Inspektor des Charité-Instituts
Mutter
Lyncker, Katharina Margaretha Louise, * vor 1765, Tochter des Ernst Friedrich Ludwig Lyncker, Amtsvogt von Oberkaufungen, um 1720–1765
Partner
- Klingender, Friederike Dorothea* Auguste, (⚭ 1817) * Kassel 17.2.1792, † Kassel 29.7.1820, Tochter des Jean Frederic Klingender, 1747–1829, Theologe, Prediger, Professor, Inspecteur, und der Wilhelmine Ernestine Friederike Tischbein, 1759–1820
- Hessenstein, Friederike* Auguste Gräfin von, (⚭ Kassel 28.1.1824) * Kassel 16.10.1795, † Vevey (Schweiz) 20.9.1855, Tochter des Landgrafen Wilhelm IX.
Leben
Aus der Biografie
Wilhelm von Steuber machte trotz seiner westfälischen Beamtenlaufbahn unter Wilhelm I. eine glänzende Karriere und besaß sowohl Wilhelms I. wie Wilhelms II. Gunst.1 Alle Biographen heben seine Begabung, sein Sprachtalent, sein einnehmendes Wesen im geselligen Verkehr und seine Gesangskünste hervor.
Nachweise
Fußnoten
- Losch, Kurfürst Wilhelm I. Landgraf von Hessen, S. 379. ↑
Literatur
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 516
- Höffner, Kurhessens Ministerialvorstände der Verfassungszeit 1831–1866, Gießen 1981, S. 314-318
- Losch, Kurfürst Wilhelm I. Landgraf von Hessen. Ein Fürstenbild aus der Zopfzeit, Marburg 1923, S. 378 f.
- Deutsches Geschlechterbuch, Bd. 54, 1927, S. 378
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Steuber, Christoph Heinrich Wilhelm* von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/4726_steuber-christoph-heinrich-wilhelm-von> (aufgerufen am 22.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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