Reis, Johann Philipp*

Reis, Johann Philipp*
Wirken
Werdegang
- Schüler in Friedrichsdorf im Institut Garnier
- Schüler in Frankfurt am Main am Hassel'schen Institut
- Kaufmannslehre in einer Farbenhandlung in der Sachsenhäuser Landstraße in Frankfurt am Main, nebenher Weiterbildung in Mathematik und Naturwissenschaften
- 1858 Lehrer in dem Institut von Louis Frédéric Garnier
- kaufte durch eine Erbschaft das Haus in Friedrichsdorf, Hugenottenstraße 93
- Konstruiert, um seinen Schülern das menschliche Ohr zu erklären, einen Apparat, den er selbst „Telephon“ nannte. Dabei wurde ein Stromkreis durch Schallwellen und das Vibrieren einer Membran geschlossen. Der Strom wurde über eine Distanz, zunächst der Scheune mit der Werkstatt ins Wohnhaus übertragen. Zu den ersten Sätzen zählte „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“.
- 1861 erste öffentliche Vorführung des Telephons in Frankfurt am Main im physikalischen Verein
- Durch den frühen Tod an Lungenschwindsucht blieb Reis die ersehnte Anerkennung durch die Wissenschaft versagt. Zu Garnier sagte Reis am Ende seines Lebens: „Ich habe der Welt eine große Erfindung geschenkt, anderen bleibt es überlassen, sie fortzuführen.“
Lebensorte
Friedrichsdorf; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Reis, Karl Sigismund, 1807-1843, Bürger und Bäckermeister in Gelnhausen, Nebenerwerbslandwirt, Sohn des Johann Christoph Reiß, 1777–vor 1845, Bürger und Bäckermeister in Gelnhausen, und der Susanna Maria Fischer, 1769–1847
Mutter
Glöckner, Maria Katharina, 1813-1835, aus Gelnhausen, Tochter des Johann Philipp Glöckner (Klöckner), Bürger und Fuhrmann in Gelnhausen, und der Maria Elisabeth Ickes
Partner
Schmidt, Margarete, (⚭ Gelnhausen 14.9.1858) * Gelnhausen 7.1.1836, † Friedrichsdorf 11.1.1895, Tochter des Christian Schmidt, Schneidermeister, und der Susanne Bell
Verwandte
- Reis, Karl <Sohn>, 1863-1917, Kaufmann
- Bremer, Philipp <Onkel>, 1808-1863, Patenonkel, seit 1843 Vormund von Philipp Reis
- Glöckner, Luise Wilhelmine <Tante>, 1814-1892
Nachweise
Literatur
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 28, Leipzig 1889, S. 113 f. (W. Stricker)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 21, Berlin 2003, S. 381 f. (Oskar Blumtritt)
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 187 f. (Fritz Koch)
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 638, Nr. 3495
- Julius Frey, Neue Beiträge zum Lebensbild des Telefon-Erfinders Philipp Reis und zur Herkunft seiner Familie. In: Hessische Familienkunde 2 (1952), Sp. 147 f.
- Ludwig Becker, Philipp Reis in Friedrichsdorf, der Erfinder des Telefons, und seine Ahnen, in: Genealogisches Jahrbuch 43 (2003), S. 55-64
- Schnack (Hrsg.), Lebensbilder aus Kurhessen und Waldeck 1830–1930 Bd. 2, Marburg 1940, S. 329-334 (Paul Adolf Kirchvogel)
Bildquelle
Unknown, Johann-philipp-reis 1, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Allgemeine Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Neue Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Frankfurter Personenlexikon: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
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- Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Reis, Johann Philipp*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/3683_reis-johann-philipp> (aufgerufen am 22.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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