Tischbein, Johann Anton*
geboren
28.8.1720 Haina gestorben
26.7.1784 Hamburg Beruf
Schreiber, Tapetenmaler, Maler, Zeichenlehrer GND-Explorer
104150084
Tischbein, Johann Anton*
Wirken
Werdegang
- Schreiber in Frankfurt am Main
- Ausbildung als Tapetenmaler in Paris
- Aufenthalt in Den Haag
- 1749 „Grand Tour“ gemeinsam mit seinem Bruder Tischbein, Johann Heinrich der Ältere nach Paris und Rom
- 1766 lässt sich als Maler in Hamburg nieder
- Gründung einer Zeichenschule
- 1771 erscheint seine Schrift: Unterricht zu gründlicher Erlernung der Malerei
- 1779 war er an der Ausstattung des Wandsbeker Schlosses beteiligt (1861 abgerissen)
- 1780 tätig als Zeichenlehrer im Johanneum in Hamburg bis zu seinem Tod
Werke
Lebensorte
Frankfurt am Main
Familie
Vater
Tischbein, Johann Heinrich, 1682–1764
Mutter
Hinsing, Susanne Margarethe, 1690–1772
Partner
Meyer, Marie Cäcilie, 1743–1815, Heirat Hamburg 1766, Tochter des Julius Meyer, Barbier und Perückenmacher in Hamburg, und der Anna Schulz
Verwandte
- Tischbein, Johann Conrad* <Bruder>, 1712-1778, Hospitalschreiner und Kunsttischler in Haina
- Tischbein, Johann Valentin* <Bruder>, 1715-1767, Hofmaler in Laubach
- Tischbein, Johannes <Bruder>, 1717-1757, Universitätsmechanikus in Marburg
- Tischbein, Johann Heinrich der Ältere <Bruder>, 1722-1789, Hofmaler und Professor in Kassel
- Tischbein, Johann Jacob* <Bruder>, 1725-1791, Maler in Hamburg und Lübeck
- Tischbein, Anton* Wilhelm <Bruder>, 1730-1804, Hofmaler in Hanau
- Conradi, Christiane Louise, geb. Tischbein <Schwester>, 1714-1765, verheiratet I. 1738 mit dem Lehrer Johann Heinrich Geldmacher und verheiratet II. 1743 mit dem Lehrer Johann Jacob Conradi
- Strack, Louise Margarethe, geb. Tischbein <Schwester>, 1727-1785, verheiratet mit dem Hainaer Hospitalbäcker Johann Heinrich Strack
- Tischbein, Catharina Dorothea Gertrud <Tochter>, 1778-1860, Malerin in Hamburg
- Tischbein, Anton <Sohn>, Hofkonditor in Oldenburg
Nachweise
Literatur
- Stefanie Heraeus, Spätbarock und Klassizismus. Bestandskatalog der Gemälde in den Staatlichen Museen Kassel, Wolfratshausen 2003, S. 181
- Paul Schmaling, Künstlerlexikon Hessen-Kassel 1777-2000. Mit den Malerkolonien Willingshausen und Kleinsassen, Kassel 2001, S. 580
- Anni Rettberg, Die 41 künstlerisch tätigen Nachkommen des Hainaer Hospitalbäckers Johann Heinrich Tischbein, Tafel, o.O. 1985.
- Friedrich Wilhelm Strieder, Grundlage zur Hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Marburg 1812, Bd. 18, S. 513
- Hans Vollmer, Tischbein, ... in: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 33, Leipzig, 1948, 205-215 u. 3 Seiten Stammtafel.
- Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.), Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 33, Leipzig 1939, S. 205
- Kurt Luthmer, Die hessische Malerfamilie Tischbein. Dem Verein für hessische Geschichte und Landeskunde zu seiner Hundertjahrfeier, Kassel 1934, Kassel 1936
- Birgit Ahrens, Johann Anton Tischbein, in: Der Neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung, 2005, S. 454.
- Jörg Deuter, Die Genesis des Klassizismus in Nordwestdeutschland. Der dänische Einfluss auf die Entwicklung des Klassizismus in den deutschen Landesteilen Schleswig-Holstein und Oldenburg in den Jahren 1760 bis 1790, 1997.
- Marianne Heinz, Die Malerfamilie Tischbein, in: Ausst. Kat. 3 x Tischbein und die europäische Malerei um 1800. Staatliche Museen Kassel. 01.12.2005 – 26.02.2006, 2005, S. 20-29
- Gisela Jaacks, Gesichter und Persönlichkeiten. Bestandskatalog der Porträtsammlung im Museum für Hamburgische Geschichte, Bd. 1, Hamburg 1992
- Heinrich Wilhelm Tischbein, Aus meinem Leben, Berlin 1956, S. 8 f.
- Hans-Wolfgang Singer, Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler, Bd. 4, Frankfurt 1901, S. 422
- Georg Kaspar Nagler, Neues allgemeines Künstler-Lexicon oder Nachrichten von dem Leben und den Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Formschneider, Lithographen, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinarbeiter, etc., Bd. 18, München 1848, S. 508
- Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 16, Kassel 1812, S. 223
- Johann Georg Meusel, Miscellaneen artistischen Innhalts, Erfurt 1781, S. 138
Bildquelle
Anton Tischbein creator QS:P170,Q1692405 , JohannAntonTischbein, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (Ausschnitt)
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Digitaler Portraitindex der druckgraphischen Bildnisse der Frühen Neuzeit: Öffnet in neuem Fenster
- Virtuelles Kupferstichkabinett: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
- Objektdatenbank KHK = Objektdatenbank Hessen Kassel Heritage: Öffnet in neuem Fenster
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Tischbein, Johann Anton*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/2844_tischbein-johann-anton> (aufgerufen am 11.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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