Hahn, Ludwig Albert*
geboren
12.10.1889 Frankfurt am Main gestorben
4.10.1968 Zürich Beruf
Bankier, Finanzwissenschaftler Titel
Prof. Dr. jur.; Dr. phil.; Dr. rer. pol. h.c. Konfession
jüdisch GND-Explorer
118700588Andere Namen
Weitere Namen
Hahn, Albert* Ludwig Alfred
Wirken
Werdegang
- 1908 Reifeprüfung am Goethe-Gymnasium in Frankfurt am Main
- Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Berlin und Marburg
- 1911 erste juristische Staatsprüfung in Kassel
- Referendar am Landgericht Frankfurt am Main und am Amtsgericht Königstein/Ts.
- 1912 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg (Prof. Heymann)
- 1919 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Marburg (Prof. Köppe)
- 1919 Rechtsanwalt in Frankfurt am Main
- 1919 stellvertretender Vorstandsmitglied der von seinem Urgroßvater Löb Amschel Hahn gegründeten „Deutschen Effecten- und Wechsel-Bank vormals L. A. Hahn“ in Frankfurt am Main
- Ausschussmitglied im Centralverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes
- bis 1937 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Effecten- und Wechsel-Bank
- 1928-1933 Honorarprofessor für Geld- und Kreditwesen an der Universität Frankfurter am Main
- emigriert 1936 in die Schweiz, 1939 in die USA
- Professor an der New Schoole for Economic Research, New York
- 1950 Rückkehr in die Schweiz, lebte auch in Paris
- seit 1964 wieder Mitglied des AR der Deutschen Effecten- und Wechsel-Bank, die nach Hahns Tod unter Beteiligung der S. G. Warburg-Gruppe in London zur „Effectenbank Warburg AG“ umfirmierte
- Stifter
- 1959 Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main
- Dissident
Werke
- Der Einfluß von Willensmängeln auf Gründungs- und Beitrittserklärungen zu juristischen Personen (Diss. jur. 1912)
- Der Gegenstand des Geld- und Kapitalmarktes in der modernen Wirtschaft. Ein Beitrag zur Theorie des Bankgeschäfts (Diss. phil. 1919)
- Von der Kriegs- zur Friedens-Währung (1918)
- Volkswirtschaftliche Theorie des Bankkredits, 3. Auflage, Tübingen, 1930;
- Wirtschaftswissenschaft des gesunden Menschenverstandes, Frankfurt am Main 1954;
- Fünfzig Jahre zwischen Inflation und Deflation (1963)
Lebensorte
Frankfurt am Main; Freiburg im Breisgau; Heidelberg; Berlin; Marburg
Familie
Vater
Hahn, Louis Albert, * 1856, Bankier
Mutter
Goldschmidt, Regine, Heirat 1888, Tochter des Benedikt Goldschmidt, Bankier, und der Marie Woog
Partner
Girsewald, Nora* Lonny Yvonne Freiin von, (⚭ 1933) geboren 15.6.1906, gestorben 6.10.1992, Tochter des Conway Freiherr von Girsewald, Doktor der Philosophie, Professor, und der Nora Sommerhoff
Verwandte
- Hahn, L. A. Nicolas <Sohn>
- Hahn, Ludwig Arnold <Onkel>, 1857-1946, Handelsrichter, Bankier der „Deutschen Effecten- und Wechselbank AG“
- Bartmann, Peter <Schwager>, Doktor der Rechtswissenschaften, Bankier, Teilhaber der Firma Ernst Wertheimer & Co. in Frankfurt am Main
- Hahn, Löb Amschel <Vorfahr>, 1796-1856
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 9062 (Mitte (Frankfurt), Geburtsnebenregister, 1889, Nr. 3707)
Literatur
- Michael Hauck, Albert Hahn. Ein verstoßener Sohn Frankfurts, Bankier und Wissenschaftler, Frankfurt am Main 2009
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 145-148
- Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 295 f. (Sabine Hock)
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 171 f.
- Gerald Bamberger, Der Mann, der die Krisen verstand, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Nr. 10, 8.3.2009, S. 38
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hahn, Ludwig Albert*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/2610_hahn-ludwig-albert> (aufgerufen am 12.04.2026)
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