Gruben, Friedrich Ignaz Freiherr von
Wirken
Werdegang
- ab 1777 Studium der Philosophie und Rechte an der Universität Bonn
- 1781-1793 Syndikus der kurköln. Ritterschaft, zunächst (noch als Student) wohl als Adjunkt seines Vaters
- 1784 Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar, danach beim Reichshofrat in Wien
- 1785-1791 kurköln. wirklicher gelehrter Hof- und Regierungsrat in Bonn, daneben Kommissar für das kurköln. Schulwesen und zwei Jahre lang kurfürstlicher Landtagskommissar auf dem westfälischen Landtag in Arnsberg
- 1790 kurköln. Geheimer Legationsrat auf dem Wahlkonvent in Frankfurt am Main
- 1791-1793 kurköln. wirklicher Geheimer Rat und Oberappellationsgerichtsrat in Bonn
- 13.3.1793 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Bonn
- 1793-1806 kurmainzischer Assessor beim Reichskammergericht
- 1807-1808 fürstprimat. wirklicher Geheimer Staatsrat in Regensburg
- 1808-1813 fürstprimat., ab 1810 Großherzoglich Frankfurter wirklicher Geheimer Staatsrat in Aschaffenburg und ab 1811 auch außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister in Baden, Hessen, Württemberg und Würzburg
- ab 1814 in Königlich Bayerischen Diensten
- 1814-1817 Geheimer Staatsrat und Generalkommissar (Besitzergreifungskommissar) in Aschaffenburg, Mitarbeit an der Organisation der Landgerichte in Unterfranken und Aschaffenburg
- 1815-1823 zugleich Königlich Bayerischer Kämmerer
- 1816 zugleich bevollmächtigter Gesandter Bayerns bei der Deutschen Bundesversammlung in Frankfurt am Main als Vertreter der für einige Zeit abwesenden eigentlichen Gesandten
- 1817-1823 Wirklicher Geheimer Staatsrat in bayerischen Diensten nach München berufen, 1817 zugleich Gesandter in Darmstadt zwecks Unterzeichnung des Staatsvertrags zwischen Bayern und Hessen-Darmstadt
Lebensorte
Worms; Wetzlar; München; Wien
Familie
Vater
Gruben, Konstantin von, * Ahrweiler 1712, † Bonn 1788, Dr. jur., Herr auf Gelsdorf, Ipplendorf und Sehlinghoven, Syndikus der kurköln. Ritterschaft, Amtmann in Brauweiler, Wirklicher Geheimer Rat, Hofrat und Hoheitsreferendar in Bonn, Erhebung in den Reichsadelsstand: 15.6.1776, Sohn des Johann Philipp Gruben, Herr auf Sehlinghoven, Ratsherr und Bürgermeister in Ahrweiler, und der Veronika Roesgen aus Ahrweiler
Mutter
Vogelius, Maria* Anna* Josepha Antoinetta Theresia Waburga Freiin von, * Paderborn 1736, † Bonn 1784, Tochter des Freiherrn Gerhard* Georg* Wilhelm* Franz Xaver von Vogelius (Vogel), * Paderborn 1708, † Wetzlar 1755, Dr. jur., 1747-1755 Reichskammergerichtsassessor, und der Maria* Theresia* Sophia* Walburga Liboria Parmentier, * um 1705, † Wetzlar 1757
Partner
Deel zu Deelsburg, Maria Katharina Freiin von, (⚭ Mainz 28.3.1789) * Bruchsal 1764, † München 1848, Tochter des Freiherrn Philipp Karl von Deel (Edler zu Deelsburg), GND, * Wetzlar 1733, † 1811, kurmainzischer Staatsrat, und der Maria Katharina von Pidoll zu Quintenbach, * Trier 1724, † 1806
Nachweise
Quellen
- Freundliche Hinweise von Reinhard Dietrich
Literatur
- Jahns, Das Reichskammergericht und seine Richter. Verfassung und Sozialstruktur eines höchsten Gerichts im Alten Reich, Teil 2/1, Köln 2003, S. 35-45
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 253, Nr. 1421
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gruben, Friedrich Ignaz Freiherr von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/25728_gruben-friedrich-ignaz-freiherr-von> (aufgerufen am 12.07.2026)
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