Buchsack gen. Hess, Konrad
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Konrad (Kurt) Buchsack gen. Hess, der Stifter des Buchsackischen Familienstipendiums1, Sohn des Pfarrers Konrad B. in Rosenthal, hat unter Landgraf Philipp eine bedeutende militärische Rolle gespielt. Schultheiß in Marburg seit 15222. 1525 Juli 21 besserte der Landgraf seinem lebenslänglichen Schultheißen zu Marburg Curt Hesse, Bürger daselbst, in Ansehung der in Kriegshandlungen geleisteten Dienste die Bestallung jährlich mit einem Hofkleid und 20 fl. sein Lebenlang3, 1534 nahm Hess Teil an der Belagerung Münsters4, 1542 November 1 wurde er zum Holzförster am Lahnberg (nebenamtlich) bestellt5, war 1545 im braunschweigischen Zuge Profoß über das hessische Landvolk6, 1557 Januar 1 erhielt er eine neue Bestallung zum Schultheißen in Marburg auf Lebenszeit7. 1566 Januar 30 starb der ehrbar und streitbar Schultheiß in Marburg8. In seinem Wappensiegel führt er als redendes Wappen einen Sack, darüber die Buchstaben C. B.9. Er ist identisch mit dem 1527 Mai 28 vorkommenden Marburger Schultheißen Conrad Rosenthal. Er war der Schwiegervater des Marburgischen Kanzlers Dr. Johann Heinzenberger und der Schwager des Dr. David Lucanus.
Konrad (Kurt) Buchsack gen. Hess, der Stifter des Buchsackischen Familienstipendiums1, Sohn des Pfarrers Konrad B. in Rosenthal, hat unter Landgraf Philipp eine bedeutende militärische Rolle gespielt. Schultheiß in Marburg seit 15222. 1525 Juli 21 besserte der Landgraf seinem lebenslänglichen Schultheißen zu Marburg Curt Hesse, Bürger daselbst, in Ansehung der in Kriegshandlungen geleisteten Dienste die Bestallung jährlich mit einem Hofkleid und 20 fl. sein Lebenlang3, 1534 nahm Hess Teil an der Belagerung Münsters4, 1542 November 1 wurde er zum Holzförster am Lahnberg (nebenamtlich) bestellt5, war 1545 im braunschweigischen Zuge Profoß über das hessische Landvolk6, 1557 Januar 1 erhielt er eine neue Bestallung zum Schultheißen in Marburg auf Lebenszeit7. 1566 Januar 30 starb der ehrbar und streitbar Schultheiß in Marburg8. In seinem Wappensiegel führt er als redendes Wappen einen Sack, darüber die Buchstaben C. B.9. Er ist identisch mit dem 1527 Mai 28 vorkommenden Marburger Schultheißen Conrad Rosenthal. Er war der Schwiegervater des Marburgischen Kanzlers Dr. Johann Heinzenberger und der Schwager des Dr. David Lucanus.
Nachweise
Fußnoten
- Näheres bei Heldmann ZHG 27, 264 ff. ↑
- Küch, Rechtsquellen 1, 496. ↑
- Landgraf Philipps Dienerbuch I Bl. 97. ↑
- Polit. Archiv Nr. 413 und Abt. Holstein 1534. ↑
- Revers in Urkunden, Bestallungen. ↑
- Polit. Archiv Nr. 848 (Rechnung über den braunschweigischen Zug). ↑
- Auszüge von Dienerbestallungen O. W. S. 1551 Nr. 134. ↑
- Saur S. 42. ↑
- Zwei andere Siegel bei Küch, Rechtsquellen 1, 510. ↑
Quellen
Literatur
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 100
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 1, Marburg 1918
- Saur, Diarivm Historicvm, Das ist: Ein besondere tägliche Hauß vnd Kirchen Chronica …, Frankfurt am Main 1582
- Heldmann, Zur hessischen Familiengeschichte 1. Das Buchsackische Familienstipendium zu Marburg, 2. Die Faustischen Stiftungen, 3. Die Plittischen Stiftungen zu Wetter, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 27 (1892), S. 264-304
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Buchsack gen. Hess, Konrad“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/25244_buchsack-gen-hess-konrad> (aufgerufen am 04.11.2026)
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