Kronheim, Emil
geboren
22.4.1890 Guttstadt (Ostpreußen) heute Dobre Miasto (Polen) gestorben
20.9.1971 Stockholm Beruf
Rabbiner Konfession
jüdisch GND-Explorer
1163524891Wirken
Werdegang
- Ostern 1896-1900 Besuch der Volksschulen in Guttstadt und Braunsberg (heute: Braniewo)
- Ostern 1900-1909 Besuch des Humanistischen Gymnasiums Hosianum in Braunsberg, Abitur
- 1909/1913/1917-1919 Studium der Philosophie, Geschichte und Alten Sprachen an der Universität Berlin
- Ostern 1909-1917 Studium an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, Rabbinatsprüfung 27.6.1917
- 1913 Prediger an den Hohen Feiertagen bei der Jüdischen Gemeinde Luckenwalde
- 1914, 1915, 1917 und 1920-1922 Prediger an den Hohen Feiertagen bei der Jüdischen Gemeinde Berlin
- Oktober 1914-Mai 1915 Religionslehrer an der II. und IX. Religionsschule in Berlin
- 1915-1917 Militärkrankenwärter, zunächst in Deutschland, dann in Russland, Österreich, Italien und Frankreich
- 1917-1918 Feldhilfsrabbiner (in unselbstständiger Stellung) bei der 9. Armee im Osten unter Feldrabbiner Arthur Levy GND
- 20.6.1918-21.11.1918 Feldrabbiner bei der 18. Armee im Westen
- 1.3.1919-31.3.1923 Hilfsrabbiner und Prediger bei der Jüdischen Gemeinde Dortmund
- 1923-1925 Arbeit als Kaufmann in Dortmund, ab 1924 in Gelsenkirchen
- 1925-1926 Rabbiner und Religionslehrer in Frankfurt am Main
- Juni 1926 Auswanderung nach Stockholm
- 1926-1963 Zweiter Rabbiner der Jüdischen Gemeinde in Stockholm
- 1933 Annahme der schwedischen Staatsbürgerschaft
- 1949-1951 Präsient der Fredsloge (Friedensloge) des Unabhängigen Ordens B'nai B'rith
- 1954 Verleihung des Vasaordens für die Verdienste um die jüdische Gemeinschaft
- 1963 Pensionierung
Funktion
- Frankfurt am Main, Rabbiner, 1925-1926
Lebensorte
Guttstadt; Braunsberg; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Kronheim, Moses, geb. Schlitt (heute: Skolity) 1858, gest. 15.7.1909 Braunsberg, Kaufmann
Mutter
Lewinson, Sara, geb. Guttstadt 15.5.1859, gest. Berlin 21.7.1932
Partner
Kullik, Ruth Gertrud Charlotte, geb. Havelberg 14.1.1892, gest. Stockholm 27.7.1976, Zahnärztin, Heirat 1923
Nachweise
Quellen
- Riksarkivet Stockholm, Judiska församlingens arkiv: Rabbin Emil Kronheims arkiv
Literatur
- Biographisches Handbuch der Rabbiner, Teil 2: Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945, München 2009, S. 356 f.
- Sabine Hank; Hermann Simon; Uwe Hank, Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges, Berlin 2013, S. 92-95
- Renate Knoll, Emil Kronheim (1890-1971). Rabbiner und Begründer der Friedensloge, in: Bernhart Jähnig; Georg Michels (Hrsg.), Das Preußenland als Forschungsaufgabe. Eine europäische Region in ihren geschichtlichen Bezügen, Lüneburg 2000, S. 527-547
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kronheim, Emil“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23996_kronheim-emil> (aufgerufen am 14.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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