Hirschfeld, Leo Jehuda

Hirschfeld, Leo Jehuda
Andere Namen
Weitere Namen
Hirschfeld, Leo Yehuda
Wirken
Werdegang
- 1887 Abitur
- Studium am Rabbinerseminar zu Berlin und an der Berliner Universität
- um 1890 bis 1895 zweiter Rabbiner in Ostrowo und Rogasen (Rogoźno)
- 28.4.1893 Promotion in Heidelberg
- April 1895 bis 1933 Rabbiner der orthodoxen Religionsgesellschaft "Kultusverein zur Wahrung der religiösen Interessen des Judentums in der Provinz Oberhessen" Gießen
- ab 1.4.1897 "Großherzoglicher Provinzial-Rabbiner" der orthodoxen Landgemeinden Oberhessens
Funktion
- Gießen, Rabbiner, 1895-1933
- Oberhessen, Provinzial-Rabbiner, 1897-1933
Mitgliedschaften
Unabhängiger Verein israelitischer Lehrer im Freistaate Hessen
Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums
Jüdisch-Literarische Gesellschaft
Werke
- Dissertation: "Sa’d B. Mansûr Ibn Kammûnah und seine polemische Schrift Tankîh al-abhât li'l-milal at-talât"
Lebensorte
Posen; Berlin; Ostrowo; Gießen
Familie
Vater
Hirschfeld, Aron, geboren 21.3.1820, gestorben Posen 14.12.1885, Dr. phil., Religionslehrer
Mutter
Plessner, Rosalie, geboren 15.11.1827, gestorben Posen 19.11.1892
Partner
Schwab, Adele, geboren Frankfurt am Main 15.9.1876, Heirat Frankfurt am Main 28.10.1898, gestorben Frankfurt am Main 12.3.1924, jüdisch, Tochter des Moses Schwab, Kaufmann, und der Fanny Schwab
Verwandte
- Hirschfeld, Rosalie <Tochter>, geboren Gießen 4.3.1900, Heirat mit Jacob Adler 1925, gestorben New York City 5.9.1992
- Hirschfeld, Gertrud <Tochter>, geboren Gießen 24.6.1905, führte den Haushalt des Vaters und meldete sich 1931 nach Berlin ab, Heirat mit Arthur Nehlhans (geboren Berlin 12.2.1899), Deportation 29.11.1942 ab Berlin gemeinsam mit Ehemann sowie den beiden Töchtern Adele (geboren Berlin 2.12.1934) und Judis (Jehudith, geboren Berlin 31.10.1940) ins Konzentrationslager Auschwitz, dort zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet
- Hirschfeld, Hanna/Channah <Tochter>, geboren Gießen 13.2.1911, Heirat mit Eliezer Ernst David, Emigration 1933 nach Jerusalem
- Hirschfeld, Henriette <Zwillingsschwester>, geboren Posen 28.5.1867, Lehrerin, 1914 in Posen, ledig, lebte in Berlin, Deportation ab Berlin 14.9.1942 nach Theresienstadt, Deportation ab Theresienstadt 29.9.1942 ins Vernichtungslager Treblinka, dort zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet
Nachweise
Quellen
- HStA Darmstadt R 4
- HStAM Bestand 903 Nr. 9581 (Standesamt Frankfurt am Main I (mit Bornheim): Heiratsregister (Einträge 2087–2432) 19.10.1898–5.12.1898, Nr. 2150)
- HStAM Bestand 903 Nr. 10893 (Frankfurt V, Sterbenebenregister, 1924, Nr. 310)
- Arolsen Archives: Hirschfeld, Henriette
- Arolsen Archives: Nehlhans, Gertrud
Literatur
- Hanno Müller, Juden in Gießen. 1788–1942, Gießen 2012, Nr. 306, 307
- Monika Kingreen, Jüdisches Landleben in Windecken, Ostheim und Heldenbergen, Hanau 1994, S. 324 (Abb.)
- Biographisches Handbuch der Rabbiner, Teil 2: Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945, München 2009, S. 281 f., Nr. 2239
- Carsten Wilke, Geographischer und quellenkundlicher Index zur Geschichte der Rabbinate im deutschen Sprachgebiet 1780-1918, Duisburg 1999, S. 222
Weblinks
Bildquelle
Abraham David
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hirschfeld, Leo Jehuda“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/23556_hirschfeld-leo-jehuda> (aufgerufen am 06.07.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/23556