Uschlag, Heinrich von
belegt seit
29.11.1359 belegt bis
1405 Beruf
Pfandinhaber, Schiedsmann, Landrichter, Bürge, RatAndere Namen
Weitere Namen
Uslacht, Heinrich%von
Familie
Verwandte
Uschlag, Dietrich von <Bruder>, belegt 17.10.1331–15.12.1370, Ritter, Amtmann, Schiedsmann, Vogt
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ist vor 1359 November 29 zusammen mit Dietrich Runst Pfandinhaber von Haus und Amt Schartenberg für 698 Mark Silber, für die es damals Hermann von Schartenberg von ihnen mit landgräflicher Zustimmung einlöst1. 1369 April 20 und 1370 Dezember 15 quittiert er zusammen mit seinem Bruder Dietrich über den Ersatz ihrer in landgräflichen Diensten erlittenen Schäden2. 1376 verschreibt Landgraf Heinrich II. dem Heinrich von Uschlag und Simon Löwer zu Kassel eine Gülte aus dem Zehnten zu Immenhausen3. 1390 März 27 sagt Heinrich gemeinsam mit Ritter Eckebrecht von Grifte vor Landgraf und Räten aus, was er über die verräterischen Beziehungen der Kasseler Patrizier zu Markgraf Balthasar von Meißen, Landgraf von Thüringen, gehört hat4. Er gehört zu der 1391 September 25 unter dem Protektorat Herzog Ottos von Braunschweig und Landgraf Hermanns von Hessen begründeten Gesellschaft „Mit der Sichel“5 und ist 1396 September 12 Schiedsmann des Landgrafen im Streit mit denen von Wintzingerode wegen des Schlosses Allerberg6. Heinrich ist Landrichter zu Hessen 1397 Januar 287, 1401 September 268. 1398 März 14 ist er Bürge Landgraf Hermanns gegenüber Graf Heinrich von Waldeck9 und noch 1405 anscheinend einer der Heimlichen des Landgrafen10. 1404 April 13 wird ihm bei der Verpfändung der Altenburg bei Felsberg durch Landgraf Hermann an eine Gruppe Adliger11 das Recht auf das von ihm in dieser Burg erbaute Haus vorbehalten12.
Ist vor 1359 November 29 zusammen mit Dietrich Runst Pfandinhaber von Haus und Amt Schartenberg für 698 Mark Silber, für die es damals Hermann von Schartenberg von ihnen mit landgräflicher Zustimmung einlöst1. 1369 April 20 und 1370 Dezember 15 quittiert er zusammen mit seinem Bruder Dietrich über den Ersatz ihrer in landgräflichen Diensten erlittenen Schäden2. 1376 verschreibt Landgraf Heinrich II. dem Heinrich von Uschlag und Simon Löwer zu Kassel eine Gülte aus dem Zehnten zu Immenhausen3. 1390 März 27 sagt Heinrich gemeinsam mit Ritter Eckebrecht von Grifte vor Landgraf und Räten aus, was er über die verräterischen Beziehungen der Kasseler Patrizier zu Markgraf Balthasar von Meißen, Landgraf von Thüringen, gehört hat4. Er gehört zu der 1391 September 25 unter dem Protektorat Herzog Ottos von Braunschweig und Landgraf Hermanns von Hessen begründeten Gesellschaft „Mit der Sichel“5 und ist 1396 September 12 Schiedsmann des Landgrafen im Streit mit denen von Wintzingerode wegen des Schlosses Allerberg6. Heinrich ist Landrichter zu Hessen 1397 Januar 287, 1401 September 268. 1398 März 14 ist er Bürge Landgraf Hermanns gegenüber Graf Heinrich von Waldeck9 und noch 1405 anscheinend einer der Heimlichen des Landgrafen10. 1404 April 13 wird ihm bei der Verpfändung der Altenburg bei Felsberg durch Landgraf Hermann an eine Gruppe Adliger11 das Recht auf das von ihm in dieser Burg erbaute Haus vorbehalten12.
Nachweise
Fußnoten
- Urkk., Gen-Rep. Schartenberg. ↑
- Urkk., Quittungen. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Immenhausen. Zu diesen Beziehungen zu Immenhausen vgl. Günther, Diemelland (ZHG 73, 1962) S. 31 f. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Kassel. Vgl. auch Friedensburg, Landgraf Hermann II. (ZHG 21, 1885) S. 200. ↑
- Urkk., Samtarchiv Schubl. 52 Nr. 13. – Zur politischen Bedeutung dieses Bundes vgl. Demandt, Corvey S. 165 ff. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Allerberg, ↑
- Urkk., Familien von Haldessen. ↑
- Diemar, Hessen und Köln (MOHG NF 8, 1899) S. 18 Nr. 3. – Er und seine Knechte werden im Mainzer Krieg 1401 Feinde Erzbischof Johanns von Mainz (Küch, Landgraf Hermann II. ZHG 29 S. 102). ↑
- Urkk., Waldecker Urkk. Nr. 673. ↑
- Sudendorf UB X Nr. 1. ↑
- Siehe unter Hermann von Holzheim. ↑
- Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von Holzheim. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 886, Nr. 3108
- Günther, Grundzüge hessischer Eroberungspolitik im Diemelland. Bürger und Burgmannen zu Grebenstein und Immenhausen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 73 (1962), S. 11-75
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 277
- Diemar, Hessen und die Reichsstadt Köln im 15. Jahrhundert, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins NF 8 (1899), S. 1-186
- Küch, Beiträge zur Geschichte des Landgrafen Hermann II. von Hessen, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 29 (1894), S. 1-216
- Friedensburg, Landgraf Hermann II. der Gelehrte von Hessen und Erzbischof Adolf I. von Mainz 1373–1390, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 21 (1885)
- Sudendorf, Urkundenbuch zur Geschichte der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg und ihrer Lande, Bd. 10: Vom 18. März 1405 bis zum Schlusse des Jahres 1406, Hannover 1880
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Uschlag, Heinrich von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22936_uschlag-heinrich-von> (aufgerufen am 11.04.2026)
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