Uffeln, Heinrich von

 
geboren
vor 23.5.1406
gestorben
20.4.1451 Kassel
Beruf
Finanzbeamter, Pfarrer, Kanoniker

Familie

Verwandte

  • Uffeln, Dietrich von <Bruder>, * um 1390, † 4.6.1433 Kassel, Jurist, Geheimer Rat, Schreiber
  • Frauenengel, Dietrich <Neffe>

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Im Dienst Landgraf Hermanns 1406 Mai 231, 1407 Mai 102, 1409 Mai 273 und Landgraf Ludwigs I. 1413 November 24. Er hat offensichtlich übergeordnete finanzielle Funktionen ausgeübt5, die es erlauben, in ihm einen Vorläufer des Kammerschreibers6 zu sehen. Pfarrer des Hospitals zu Gudensberg 1413 Juli 247 und 1414 Mai 138. Kanoniker des Kasseler St. Martinsstiftes 14269 und wohl identisch mit dem 1451 April 20 als solcher daselbst verstorbenen Heinrich von Uffeln10, dessen Testament ihn als wohlhabenden Mann ausweist11. Hierin bezeichnet er den verstorbenen Magister Dietrich von Uffeln als seinen Bruder, während der Prior des Klosters Hasungen, Dietrich Frauenengel, Heinrich 1453 seinen lieben Onkel und vertrauten Lehrer nennt12 und der ehemalige Grebensteiner Bürgermeister Hans Frauenengel 1444 bekundet, dem Kanoniker Heinrich von Uffeln 208 fl. zu schulden13.

Nachweise

Fußnoten

  1. Rechn. I, Grünberg (58/11 Bl. 22): er quittiert dem Grünberger Schultheißen über eine Geldlieferung.
  2. Ebd. 58/4 Bl. 35v. Er wird zusammen mit dem landgräflichen Finanzbeamten Heinrich Eckstein genannt; desgl. ebd. 58/11 Bl. 21: beide quittieren die Geldlieferung des Grünberger Schultheißen.
  3. Rechn. I, Wolfhagen (115/1 Bl. 10).
  4. Rechn. I, Felsberg (46/3 Bl. 1): er nimmt die Schultheißenrechnung mit ab.
  5. Vgl. dazu die Anmerkungen 1-4.
  6. Als erster so betitelter oberster hessischer Finanzbeamte ist Siegfried Schrunter unter Landgraf Ludwig I. bezeugt. (Siehe dort).
  7. Kopiar 4 Nr. 29.
  8. Urkk., Depositum Stadt Gudensberg.
  9. Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 411 VI. Er hielt gemäß dem Verzeichnis des Fritzlarer geist. Kommissars eine Konkubine.
  10. Schultze, Kasseler Klöster Nr. 993.
  11. Er vermachte allein über 550 fl. für fromme, wohltätige Zwecke, errichtete zwei Erfurter Universitätsstipendien für Nachkommen seiner Familie und hatte in Uffeln einen Altar zu Ehren des Hl. Jodocus gestiftet.
  12. Urkk., Kloster Hasungen 1453 Januar 10.
  13. Urkk., Gen.-Rep. Grebenstein.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Uffeln, Heinrich von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22914_uffeln-heinrich-von> (aufgerufen am 18.04.2026)

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