Trott, Hermann

 
belegt seit
1405
belegt bis
5.3.1430
Beruf
Ritter, Bürge, Rat, Siegler

Familie

Partner

N.N., Katharina

Verwandte

  • Trott, Hans <Bruder>
  • Trott, Engelhard <Sohn>

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, ist 1405 einer der hessischen Bürgen zur Vollziehung der Sühne zwischen Mainz und Hessen1 und wird 1409 von Landgraf Hermann auch in einer der Heiratsverschreibungen für seine Tochter Margarethe anläßlich ihrer Hochzeit mit Herzog Heinrich von Braunschweig als Bürge (für die Zahlung der Mitgift) eingesetzt2. 1406 Dezember 13 bekundet Landgraf Hermann, daß ihm Abt Johann von Fulda das Schloß Wildeck mit dem Seulingssee für die Summe verpfändet habe, mit der das Stift das gen. Schloß von den Brüdern Hermann und Hans Trott eingelöst habe3, worauf diese 1407 Februar 3 erklären, daß das Stift Fulda Schloß Wildeck von ihnen eingelöst habe4. Daraufhin verpfändet nunmehr der Landgraf seinerseits 1407 [August 20] Hermann und weiteren Trott das Schloß Wildeck mit dem Seulingssee und 50 Pfd. aus der Beede der Stadt Vacha für 4100 fl.5. Hermann ist Rat und Heimlicher Landgraf Ludwigs I. 1413 September 206 und noch [1430] März 57. 1414 s. d. bekundet Hermann, daß Landgraf Hermann ihm und seinen Ganerben 4100 fl. auf Schloß Wildeck mit den zugehörigen Dörfern und Gerichten verschrieben hat, von denen ihm die Landgrafen Hermann und Ludwig inzwischen 360 fl. 8 Tn. für bestimmte Zwecke zurückgezahlt haben8. 1417 Mai 1 bekundet Landgraf Ludwig, daß ihm sein Rat und Heimlicher Hermann Trott und seine Frau Katharina 1200 fl. zur Wiedereinlösung des Schlosses Wildeck geliehen haben. Für die Sicherstellung dieser Schuld benennt der Landgraf elf Bürgen aus seinen Räten und Amtleuten9. Am gleichen Tage bekundet Landgraf Ludwig, Elsa Trott und ihrem Sohn Bodo 1059 fl. wegen Einlösung des Schlosses Wildeck zu schulden, die er in drei Jahresraten von 353 fl. abbezahlen will unter Stellung derselben Bürgen10. 1419 Januar 8 ist Hermann Bürge und Siegler für Landgraf Ludwig I. in dessen zehnjährigem Bündnis mit Landgraf Friedrich von Thüringen, worin dieser Ludwig die Hälfte von Eschwege, Sontra und Wanfried auf Vertragsdauer wieder überläßt11 und desgl. im zwölfjährigen Bündnis derselben von 1426 April 1412. Er gehört 1422 Juli 16 (zusammen mit Eckhard und Friedrich von Röhrenfurth, Eckhard Riedesel und Heinrich von Holzheim) zu den Unterhändlern der Eheberedung (des Verlöbnisses) zwischen Margarethe, Tochter Herzog Adolfs von Cleve, und Landgraf Ludwig von Hessen13 und des Verkaufs der Herrschaft Schöneberg an Landgraf Ludwig 1429 Dezember 1714.

Nachweise

Fußnoten

  1. Gudenus, Cod. dipl. IV S. 48 ff. Bereits im Herbst 1402 war er Helfer Landgraf Hermanns im Krieg mit Mainz (Falckenheiner, Geschichte Fritzlars S. 260).
  2. Gundlach III S. 318.
  3. Urkk., Stift Fulda.
  4. Ebd.
  5. Urkk., Gen.-Rep. Wildeck.
  6. Kopiar 4 Nr. 260. Er wird häufig 1414 genannt (ebd. Nrr. 291, 292, 294 und Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 136). – Um 1415/16 bemühen sich Herzog Heinrich von Braunschweig als Vormund Landgraf Ludwigs I. und dieser selbst, Engelhard Trott, dem Sohne Hermanns, eine Präbende beim Fritzlarer Stift zu verschaffen (Best. 105 II, Stift Fritzlar, Korrespondenzen).
  7. Urkk., Depositum der Stadt Hersfeld.
  8. Kopiar 4 Nr. 382.
  9. Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: Trott.
  10. Kopiar 4 Nr. 80.
  11. Eckhardt, Eschweger Rechtsquellen Nr. 161.
  12. Ebd. Nr. 171.
  13. HStA. Düsseldorf, Urkk., Kleve-Mark Nr. 832.
  14. Urkk., Verträge mit Schöneberg. – 1432 ist ein Engelhard Trott in Dienste Landgraf Ludwigs I. bezeugt (Rechn. I, Melsungen 81/1 Bl. 9).

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Trott, Hermann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22891_trott-hermann> (aufgerufen am 21.04.2026)

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