Torlon, Johannes
belegt seit
1416 belegt bis
1462 Beruf
Schreiber, Kriegsteilnehmer, Rat, Pfarrer, Rektor, AltaristAndere Namen
Weitere Namen
Torlon, Johann
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Schreiber Landgraf Ludwigs I. 14161, nimmt 1421 August am Zuge Landgraf Ludwigs gegen die Hussiten nach Böhmen teil2, immatrikuliert in Erfurt 14243, Schreiber und Rat 1429 Dezember 174. Pfarrer zu Trendelburg und Schreiber des Landgrafen 1430/315; wird 1433 Oktober 27 nach dem Tode Heinrich Werners vom Landgrafen zum Rektor des Hl. Kreuz-Altars in der Pfarrkirche zu Gudensberg präsentiert6; [um 1445] bittet Herzogin Agnes von Braunschweig, geb. Landgräfin von Hessen, Dekan und Kapitel zu Fritzlar in gleicher Weise, wie dies schon ihr Bruder Landgraf Ludwig I. getan hatte, um eine Präbende für den landgräflichen Schreiber und Heimlichen Johannes Torlon7. 1453 und 1462 ist Johannes Torlon Altarist des Dreieinigkeits-Altars in der Nikolauskapelle zu Fritzlar8, doch ist seine Idendität mit dem landgräflichen Schreiber nicht ganz sicher9. Dieser ist 1446 Kanoniker des Kasseler Martinsstiftes10 und dazu 1456 September 29 Pfarrer zu Kassel auf der Freiheit11.
Schreiber Landgraf Ludwigs I. 14161, nimmt 1421 August am Zuge Landgraf Ludwigs gegen die Hussiten nach Böhmen teil2, immatrikuliert in Erfurt 14243, Schreiber und Rat 1429 Dezember 174. Pfarrer zu Trendelburg und Schreiber des Landgrafen 1430/315; wird 1433 Oktober 27 nach dem Tode Heinrich Werners vom Landgrafen zum Rektor des Hl. Kreuz-Altars in der Pfarrkirche zu Gudensberg präsentiert6; [um 1445] bittet Herzogin Agnes von Braunschweig, geb. Landgräfin von Hessen, Dekan und Kapitel zu Fritzlar in gleicher Weise, wie dies schon ihr Bruder Landgraf Ludwig I. getan hatte, um eine Präbende für den landgräflichen Schreiber und Heimlichen Johannes Torlon7. 1453 und 1462 ist Johannes Torlon Altarist des Dreieinigkeits-Altars in der Nikolauskapelle zu Fritzlar8, doch ist seine Idendität mit dem landgräflichen Schreiber nicht ganz sicher9. Dieser ist 1446 Kanoniker des Kasseler Martinsstiftes10 und dazu 1456 September 29 Pfarrer zu Kassel auf der Freiheit11.
Nachweise
Fußnoten
- So Gundlach III S. 269 ohne Beleg. ↑
- Küch, Hussiten (ZHG 45, 1911) S. 288. ↑
- Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 149 Anm. 3. ↑
- Urkk., Verträge mit Schöneberg. – Aus dem Jahr zuvor ist das Siegel Torlons überliefert: Urkk., Kloster Hasungen von 1428 November 2. ↑
- Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 207 Nr. 66, S. 262 und S. 254 Nr. 521. ↑
- Urkk., Depositum der Pfarrei Gudensberg. ↑
- Best. 105 II Stift Fritzlar, Korrespondenzen. ↑
- Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nrr. 487, 518. ↑
- Es ist jedoch auch nicht wahrscheinlich, daß dieser Johannes Torlon mit jenem identisch ist, der in den Matrikeln von Leipzig (1453) und Erfurt (1455, 1456 und 1468) erscheint und aus Kassel stammte. Gundlach a.a.O. hält ihn möglicherweise für einen Sohn des landgräflichen Schreibers. ↑
- Schultze, Kasseler Klöster Nr. 983. ↑
- Ebd. 1002. – 1471 Mai 18 erhält nach dem Tode des Priesters Johannes Torlon, Rektors des Hl. Kreuz-Altars in der Gudensberger Pfarrkirche, der Priester Johannes Glap die Investitur (Urkk., Stadt Gudensberg). Bei diesem Johannes Torlon dürfte es sich um den landgräflichen Schreiber handeln, der ja als Inhaber dieses Altars feststeht, obgleich das dann vorauszusetzende hohe Alter desselben bedenklich macht. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 861, Nr. 3042.
- Küch, Eine Quelle zur Geschichte des Landgrafen Ludwig I., in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 43 (1909), S. 145-277
- Küch, Landgraf Ludwig I. im Hussitenkriege 1421, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 45 (1911), S. 275-296
- Demandt (Bearb.), Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter, Marburg 1939
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 269
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Torlon, Johannes“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22856_torlon-johannes> (aufgerufen am 19.04.2026)
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