Sinold, Hermann

 
belegt seit
9.7.1456
belegt bis
23.3.1542
Beruf
Schütze, Rentmeister, Schultheiß

Andere Namen

Weitere Namen

Sinold gen. Schütz, Hermann

Wirken

Lebensorte

Biedenkopf; Dexbach

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Gen. Schütz, im Dienst Landgraf Ludwigs I. als Schütze 1456 Juli 91, wird in der Bruderfehde zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III., als er in dessen Geschäften und (Hof)Kleidung nach Hersfeld reitet, kurz vor 1468 Februar 2 von Landgraf Ludwigs Dienern gefangen genommen2. Im Dienst Landgraf Heinrichs III. 14713. Im Herbst 1472 zahlt ihm der Ziegenhainer Rentmeister auf landgräflichen Befehl laut seiner Bestallung zweimal je 6 fl. aus4. 1472 Juli 18 wird er von Landgraf Heinrich III. wegen der ihm geleisteten treuen Dienste zum lebenslänglichen Schultheißen zu Biedenkopf und Dexbach bestellt; zugleich erhält er den Zoll zu Biedenkopf, wie das bisher alles Henning vom Landgrafen innegehabt hat. Wenn Henne Weiffenbach, Schultheiß zu Dautphe, vor Hermann stirbt oder dem Landgrafen sein Schultheißenamt aufgibt, dann soll es Hermann gleichfalls auf Lebenszeit erhalten. Er muß ein Pferd halten und bekommt dazu jährlich aus der Kellerei Biedenkopf vom dortigen Rentmeister 6 Ml. Hafer und 2 MI. Korn5. Schultheiß zu Biedenkopf 14746. Rentmeister daselbst 1481 Juli 187. Schultheiß zu Biedenkopf 14838, 1488 Januar 189 und noch 1501 Juli 2210. – Aus Altersgründen kann er kaum identisch sein mit jenem Hermann Sinold, der 1514 März 26 bekundet, daß er auf Verwendung Herzog Heinrichs von Braunschweig-Lüneburg und Herzog Ulrichs von Württemberg durch die Kurfürsten v. Sachsen aus dem Gefängnis entlassen worden ist, in das er durch die Regenten geraten war. Er gelobt, sich für das Gefängnis nicht zu rächen und seinen Streit mit Thiele von Löwenstein gerichtlich auszutragen. Er will dem Landgrafen von Hessen vor allen anderen gehorsam und gewärtig sein und ihm vor allen anderen dienen, jedoch gegen eine angemessene Besoldung, wie sie der Landgraf mit ihm vereinbaren wird11. Dagegen dürfte dieser Hermann Sinold identisch sein mit dem gleichnamigen Rentmeister zu Ulrichstein 1521 Juli 812 und vielleicht auch mit dem gleichnamigen Grünberger Schultheißen, der 1531 Oktober 7 und noch 1542 März 23 genannt wird13.

Nachweise

Fußnoten

  1. Rechn. I, Grebenstein (52/2 Bl. 5v.).
  2. Best. 2 III Landesherrschaft, Bruderfehde.
  3. Rechn. I, Borken (34/1 Bl. 11v. zu Mai 28) und ebd. Ziegenhain (118/8 Bl. 26 zu Juli 6).
  4. Rechn. I, Ziegenhain (118/5 Bl. 10v.).
  5. Urkk., Bestallungen. Hier wird er mit vollem Namen genannt, sonst heißt er fast immer nur Hermann Schütz.
  6. Rechn. I, Ziegenhain (118/7 Bl. 162). – Im August 1479 begleitet er Landgraf Heinrich bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen (Demandt, Katz. Regg. 6282/19).
  7. Franz, Haina II Nr. 1100.
  8. Rechn. I, Ziegenhain (118/16 Bl. 27).
  9. Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (4/6 Bel.).
  10. Kopiar 5 Nr. 10 D 15. – Vgl. auch Kopiar 131a II Bl. 28v. und 41v. (zu 1501), hier gestrichen.
  11. Kopiar 18 Bl. 125v. (unter dem Siegel des Theodorus Riedesel v. Eisenbach).
  12. Eckhardt, Oberhessische Klöster III Nr. 812.
  13. Franz, Haina II Nr. 1468, 1501.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Sinold, Hermann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22607_sinold-hermann> (aufgerufen am 14.04.2026)

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