Sichertshausen, Wiegand von
geboren
vor 18.11.1328 gestorben
vor 4.8.1363 Beruf
Ritter, Amtmann, PfandinhaberFamilie
Verwandte
- Breidenbach, Johann von <Stiefsohn>
- Seelbach, Gerhard von <Schwiegersohn>
- Rolshausen, Heiderich von <Schwiegersohn>
- Sichertshausen, Rußer von <Bruder>
- Padberg, Else von <Tochter>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, ist 1328 November 18 mit 198 Mark Gläubiger Landgraf Heinrichs II., wofür ihm dieser die Dörfer Berghausen und Wißmar verpfändet1. Schließt 1352 März 19 mit seinem Bruder Rußer (Ryssere) und zahlreichen anderen Adelsgenossen (vor allem Riedesel) eine Sühne mit Bischof Ludwig von Münster und dessen Bruder Landgraf Heinrich II. von Hessen2. Amtmann zu Marburg 1343 Dezember 183 und 1353 Juli 234 als Pfandinhaber, denn 1353 März 12 verpflichten sich die Ritter Wiegand von Seelbach und Johann von Breidenbach auch namens ihrer Bürgen Guntram von Hatzfeld und Kraft Rode, Ritter, die Ämter Marburg, Biedenkopf und Wetter freizugeben, wenn ihnen Bischof Ludwig und die Landgrafen Heinrich und Otto die Pfandsummen zurückerstatten5. Amtmann Bischof Ludwigs in Marburg 1354 April 286. 1356 Dezember 27 bekunden Wiegand von Seelbach und Johann von Breidenbach, daß ihnen die Landgrafen Heinrich und Otto Schloß, Burg und Stadt Biedenkopf und die Gerichte Dautphe und Dexbach für 1205 fl. verpfändet haben7. 1357 März 7 erhöhen die Landgrafen beiden die Pfandschaft auf Marburg und Biedenkopf um 1000 Schill. Tn., die sie am Schloß Biedenkopf verbauen sollen8. 1358 Januar 20 weist Landgraf Heinrich die Stadt Alsfeld an, Ritter Wiegand von Seelbach und seinem Stiefsohn Johann v. Breidenbach jährlich 200 Schill. bis zur Abtragung einer Schuld von 2000 Schill. zu bezahlen8. 1361 März 3 sichert Wiegand dem Landgrafen zu, ihm die beiden Teile am Schloß Blankenstein gegen Zahlung von 2000 fl. jederzeit wieder zu überlassen9, 1361 April 3 erklärt er dem Landgrafen gegenüber für 9212 fl. das ganze Schloß Blankenstein aus der Pfandschaft lösbar10. Verstorben vor 1363 August 411.
Ritter, ist 1328 November 18 mit 198 Mark Gläubiger Landgraf Heinrichs II., wofür ihm dieser die Dörfer Berghausen und Wißmar verpfändet1. Schließt 1352 März 19 mit seinem Bruder Rußer (Ryssere) und zahlreichen anderen Adelsgenossen (vor allem Riedesel) eine Sühne mit Bischof Ludwig von Münster und dessen Bruder Landgraf Heinrich II. von Hessen2. Amtmann zu Marburg 1343 Dezember 183 und 1353 Juli 234 als Pfandinhaber, denn 1353 März 12 verpflichten sich die Ritter Wiegand von Seelbach und Johann von Breidenbach auch namens ihrer Bürgen Guntram von Hatzfeld und Kraft Rode, Ritter, die Ämter Marburg, Biedenkopf und Wetter freizugeben, wenn ihnen Bischof Ludwig und die Landgrafen Heinrich und Otto die Pfandsummen zurückerstatten5. Amtmann Bischof Ludwigs in Marburg 1354 April 286. 1356 Dezember 27 bekunden Wiegand von Seelbach und Johann von Breidenbach, daß ihnen die Landgrafen Heinrich und Otto Schloß, Burg und Stadt Biedenkopf und die Gerichte Dautphe und Dexbach für 1205 fl. verpfändet haben7. 1357 März 7 erhöhen die Landgrafen beiden die Pfandschaft auf Marburg und Biedenkopf um 1000 Schill. Tn., die sie am Schloß Biedenkopf verbauen sollen8. 1358 Januar 20 weist Landgraf Heinrich die Stadt Alsfeld an, Ritter Wiegand von Seelbach und seinem Stiefsohn Johann v. Breidenbach jährlich 200 Schill. bis zur Abtragung einer Schuld von 2000 Schill. zu bezahlen8. 1361 März 3 sichert Wiegand dem Landgrafen zu, ihm die beiden Teile am Schloß Blankenstein gegen Zahlung von 2000 fl. jederzeit wieder zu überlassen9, 1361 April 3 erklärt er dem Landgrafen gegenüber für 9212 fl. das ganze Schloß Blankenstein aus der Pfandschaft lösbar10. Verstorben vor 1363 August 411.
Nachweise
Fußnoten
- Urkk., Samtarchiv Nachtr. 0,145. ↑
- Urkk., Fehde- und Sühnebriefe. ↑
- Schunder, Oberhessische Klöster I Nr. 847. ↑
- Wyß, DO-UB II Nr. 893 mit Siegelbeschreibung (drei dreipaßförmig gestellte Seeblätter, deren Spitzen in der Schildmitte zusammenstoßen). ↑
- Vgl. Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 12 Anm. 3. ↑
- Urkk., Quittungen. ↑
- Urkk., Gen-Rep. Biedenkopf. ↑
- Siehe Anm. 5. ↑
- Siehe Anm. 5. ↑
- Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: v. Siegehardeshusen. ↑
- Urkk., Gen-Rep. Blankenstein. – Anscheinend eine Anerkenntnis dieser Schuld durch den Landgrafen von 1363 August 4 ebd. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 949. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 815, Nr. 2852
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 252
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1; Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 2: 1300–1359, Leipzig 1884
- Schunder, Die oberhessischen Klöster I, Marburg 1961
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 1, Marburg 1918
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sichertshausen, Wiegand von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22572_sichertshausen-wiegand-von> (aufgerufen am 10.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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