Seitz
Leben
Aus der Biografie
Aus dem Kreis der Katzenelnbogener Eigenleute in Auerbach a. d. Bergstraße stammend, ist von mindestens 1451–1454 von dem Katzenelnbogener Jägermeister Konrad ausgebildet worden, als dessen Knecht er in diesen Jahren bezeugt ist1. Selbständiger Jäger seit 1455, Katzenelnbogener Jägermeister seit 1464, der auf Grund seiner langjährigen treuen Dienste 1475 August 29 von Graf Philipp von Katzenelnbogen aus der Leibeigenschaft entlassen wird2. – Im hessischen Dienst ist Seitz nachweisbar 1480/813, 1482 Juli 254, 1484 Juni 305 und 14896. 1499 Juni 1 befreit Landgraf Wilhelm III. den zu Ems wohnhaften Jäger Seitz für die ihm und seinen Vorfahren geleisteten Dienste auf Lebenszeit von Beede, Steuern und Diensten7. Noch 1503 wird er vom hessischen Marschall über die Jagdgerechtigkeiten der Katzenelnbogener Grafen in den Forsten der Obergrafschaft befragt und entwirft dabei ein lebensvolles und plastisches Bild der Jägerei seiner Zeit8.
Nachweise
Fußnoten
- Ausführliche biographische Angaben bei K. E. Demandt, Falknerei und Jagd der letzten Katzenelnbogener Grafen (NAN 57, 1937) S. 143 ff. ↑
- Ebd. ↑
- Zu 1480: Rechn. I, Driedorf (39/11 Bl. 10v.). – ebd. Oberrosbach (85/4 Bl. 15v.). – ebd. Spangenberg (98/8 Bl. 96v.): Sicze Jegermeister – ebd. Lichtenau (71/12 Bl. 41): 6 metzen habern den dren jhegermeistern Frixschen, Hentzen [Schütz] unde Sitze. Zu 1481 Januar 10: Rechn. I, Oberrosbach (85/4 Bl. 25): als meyster Sitze uff der Hohewißeler margk gejagthe ... Fünf Wochen später (Februar 19) stürzt er bei Kloster Thron vom Pferde (ebd. 85/4 Bl. 30v.). ↑
- Rechn. I, Driedorf (39/12 Bl. 22v.): Sietz der jeger mit zweyen knechten. – 1485 und 1489 wird sein Knecht Lorenz genannt (Rechn. I, Rhens 89/9 Bl. 2 f. und ebd. 89/11 Bl. 5v.). Es ist nicht zu entscheiden, ob dieser Lorenz mit dem seit 1491 genannten Jägermeister Lorenz (Schweiß) Landgraf Wilhelms III. oder mit dem Jägerknecht Lorenz identisch ist, der 1496, 1503 und 1505 mit dem Jägermeister Lorenz zusammen genannt, aber von ihm unterschieden wird. – Siehe unter Schweiß, Lorenz Anm. 5‚ und Anm. 11. ↑
- Rechn. I, Rhens (89/8 Bl. 2v.). Hier wird Meister Seitz mit dem ihn begleitenden Jagdpersonal genannt (Knecht, Förster, Knabe). ↑
- Rechn. I, Rhens (89/11 Bl. 9v.). ↑
- Kopiar 15 Nr. 162. – Es ist unsicher, ob eine (und wenn ja, welche) Beziehung besteht zu Fritz Sietz, den Landgraf Wilhelm III. 1497 Februar 28 zu seinem Diener annimmt und seinem besonderen Schutz und Schirm unterstellt (ebd. Nr. 54). ↑
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 6407. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 812, Nr. 2842
- Karl E. Demandt, Falknerei und Jagd der letzten Katzenelnbogener Grafen, in: Nassauische Annalen 57 (1937), S. 131-155
- Karl E. Demandt, Falknerei und Jagd der letzten Katzenelnbogener Grafen, in: Nassauische Annalen 57 (1937), S. 131-155
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Seitz“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22558_seitz> (aufgerufen am 18.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/22558