Schütte, Ernst

Schütte, Ernst
Wirken
Werdegang
- Besuch der Volksschule
- 1918-1930 Arbeiter und Angestellter, unter anderem im Kohlebergbau, 1923 arbeitslos
- in Abendkursen Erwerb des Abiturs
- 1930-1935 Studium der Fächer Geschichte, Deutsch, Philosophie und Erdkunde an den Universitäten Leipzig, Heidelberg und Freiburg im Breisgau
- erstes und zweites Staatsexamen für das höhere Lehramt
- 1936 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig
- ab 1936 im höheren Schuldienst tätig, zuletzt Studienrat
- 1940-1945 Kriegsdienst
- ab 1946 an der Pädagogischen Akademie Kettwig lehrend
- 1954 Professor für Geschichte und Soziologie
- 1956-1959 Ministerialdirigent im Kultusministerium von Nordrhein-Westfalen
- 28.1.1959-2.10.1969 Hessischer Kultusminister
- 29.1.1959-23.10.1969 stellvertretendes Mitglied des Bundesrates
- 1.12.1962-30.11.1970 Mitglied des Hessischen Landtags (1962 für den Wahlkreis 4: Stadt Kassel-West)
- 1.7.1964 Mitglied der 4. Bundesversammlung
- 1969 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland
- 1971 Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen
Funktion
- Hessen, Kultusministerium, Minister, 1959-1969
- Deutschland, Bundesrepublik, Bundesrat, Mitglied (stellv.), 1959-1969
- Hessen, 05. Landtag, Mitglied (SPD), 1962-1966
- Hessen, 06. Landtag, Mitglied (SPD), 1966-1970
Werke
- Freiherr Marschall von Bieberstein, ein Beitrag zur Charakterisierung seiner Politik (Diss. phil. 1936)
- Weltgeschichte unserer Zeit. Geschichte des 20. Jahrhunderts im Grundriß (1955)
- (Hrsg.), Kulturpolitik in Hessen. Ein Beitrag zum Großen Hessenplan (1966)
Lebensorte
Leipzig; Heidelberg; Freiburg im Breisgau
Familie
Vater
Schütte, NN., Bergmann
Partner
Enghusen, Margot
Leben
Aus der Biografie
Besuch der Volksschule; 1918–1930 Arbeiter und Angestellter; 1930–1935 Studium an den Universitäten Leipzig, Heidelberg und Freiburg im Breisgau; ab 1936 im höheren Schuldienst tätig, zuletzt Studienrat; 1940–1945 Kriegsdienst.
Ab 1946 an der Pädagogischen Akademie Kettwig lehrend; 1954 Professor für Geschichte und Soziologie; seit 1956 Ministerialdirigent im Kultusministerium von Nordrhein-Westfalen. 28. Januar 1959 bis 2. Oktober 1969 Hessischer Kultusminister. Er reformierte während seiner Amtszeit das hessische Landschulwesen (unter anderem 1961/62 durch Einführung der Mittelpunktschule). Seit 1. Dezember 1962 Mitglied des Hessischen Landtags (SPD). Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband; Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen (1971).
Otto Renkhoff
Nachweise
Quellen
- Nachlass im Archiv der sozialen Demokratie
Literatur
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, Nr. 3999.
- Lengemann, Das Hessen-Parlament 1946–1986, Frankfurt am Main 1986, S. 385 f.
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 346
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 557
- Degener 14 (1962) 1425 bis 16 (1969/70) 1194
- Politik, Wissenschaft, Erziehung. Festschrift für Ernst Schütte, Frankfurt am Main u. a. 1969
- Gerd Tellenbach, Die drei Hörer einer Heidelberger Vorlesung „Einführung in die lateinische Philologie des Mittelalters“ im Sommersemester 1933, in: ZGO Bd. 146, NF 107, 1998, S. 552-557
- Beier 557
- Wilh. Leuschner ..., 107 f
- Michael Ebenau, Vom Kämpfen lernen (1989) 25 ff. 43 ff.
Bildquelle
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, R 4
Siehe auch
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Quellen und Materialien
Extern
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Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schütte, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/2249_schuette-ernst> (aufgerufen am 10.04.2026)
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