Schotemann, Gottfried
belegt seit
29.9.1367 gestorben
1403-1404 Beruf
Kanoniker, Vikar, Pfarrer, AmtmannWirken
Lebensorte
Kassel
Familie
Vater
Schotemann, Heiderich, Schöffe in Kassel
Mutter
N.N., Christine
Verwandte
Schotemann, Gottfried, † vor dem 9.3.1382, Priester in Rom
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn des Kasseler Schöffen Heiderich Schotemann und seiner Frau Christine1, wohlhabender und wohltätiger2 Kanoniker des Kasseler St. Martinsstiftes 1367 September 293 bis zu seinem Tode Ende 1403 Anfang 14044, Vikar der Magdeburger Kirche 1382 März 195 und Pfarrer der landgräflichen Patronatspfarrei Grebenstein 1379 Dezember 186 und noch 1401 März 217, bekundet 1379 Dezember 18, daß er auf Befehl (ex mandato) der Landgrafen Heinrich II. und Hermann 1375 zum Amtmann der Äbtissin des Stiftes Kaufungen, Jutta von Katzenelnbogen8, bestellt wurde und danach auf Befehl (ex mandato) Landgraf Hermanns auch bei der Äbtissin Adelheid von Ziegenhain im selben Amte verblieben ist und das Gericht zu Kaufungen immer gemeinsam mit dem Kasseler Schultheißen besessen und von den Exzessen widerspruchslos die erste Geldbuße erhalten hat9. Er soll dieses Amt noch 1403 innegehabt haben10. Sein nahes Verhältnis zu Landgraf Hermann11 geht auch daraus hervor, daß er 1393 September 1 auf dessen Geheiß zusammen mit dem Propst des Ahnaberger Klosters Jakob Schotemann, dem Dekan des Kasseler Martinsstiftes Konrad [von Hertingshausen] und dem landgräflichen Vertrauten Heinrich von Hundelshausen die Urkunde König Wenzels von 1392 März 10 beglaubigt, in welcher der König dem Landgrafen die über Leib und Güter genannter Kasseler Bürger erstandenen Rechte und Urteile [im Kasseler Hochverratsprozeß von 1390] bestätigt hatte12.
Sohn des Kasseler Schöffen Heiderich Schotemann und seiner Frau Christine1, wohlhabender und wohltätiger2 Kanoniker des Kasseler St. Martinsstiftes 1367 September 293 bis zu seinem Tode Ende 1403 Anfang 14044, Vikar der Magdeburger Kirche 1382 März 195 und Pfarrer der landgräflichen Patronatspfarrei Grebenstein 1379 Dezember 186 und noch 1401 März 217, bekundet 1379 Dezember 18, daß er auf Befehl (ex mandato) der Landgrafen Heinrich II. und Hermann 1375 zum Amtmann der Äbtissin des Stiftes Kaufungen, Jutta von Katzenelnbogen8, bestellt wurde und danach auf Befehl (ex mandato) Landgraf Hermanns auch bei der Äbtissin Adelheid von Ziegenhain im selben Amte verblieben ist und das Gericht zu Kaufungen immer gemeinsam mit dem Kasseler Schultheißen besessen und von den Exzessen widerspruchslos die erste Geldbuße erhalten hat9. Er soll dieses Amt noch 1403 innegehabt haben10. Sein nahes Verhältnis zu Landgraf Hermann11 geht auch daraus hervor, daß er 1393 September 1 auf dessen Geheiß zusammen mit dem Propst des Ahnaberger Klosters Jakob Schotemann, dem Dekan des Kasseler Martinsstiftes Konrad [von Hertingshausen] und dem landgräflichen Vertrauten Heinrich von Hundelshausen die Urkunde König Wenzels von 1392 März 10 beglaubigt, in welcher der König dem Landgrafen die über Leib und Güter genannter Kasseler Bürger erstandenen Rechte und Urteile [im Kasseler Hochverratsprozeß von 1390] bestätigt hatte12.
Nachweise
Fußnoten
- Schultze, Kasseler Klöster Nr. 816 zu 1382 März 9. Gottfrieds Bruder Siegfried war bereits vor diesem Datum als Priester in Rom verstorben. ↑
- Vgl. seine bei Schultze, Kasseler Klöster Nr. 816 und 821 verzeichneten Stiftungen. Das Vermögen stammte offenbar aus dem väterlichen Vermögen (ebd. Nr. 861). ↑
- Ebd. Nr. 777. ↑
- Er lebt noch 1403 Januar 30 (ebd. Nr. 875) und ist tot 1404 August (ebd. Nr. 877). ↑
- Ebd. Nr. 816. ↑
- von Roques, Kaufunger UB Nr. 253 und Schultze, Kasseler Klöster Nr. 816 zu 1382 März 19. ↑
- von Roques, Kaufunger UB Nr. 301. ↑
- Zu ihrer Person und Amtsführung vgl. Demandt, Katz. Regg. I S. 46. ↑
- von Roques, Kaufunger UB Nr. 253. ↑
- Eisenträger-Krug, Kasseler Landschaft S. 275. ↑
- Er nennt ihn 1379 Dezember 18 seinen allergnädigsten Herren (graciocissimum domicellum meum). ↑
- Schultze, Kasseler-Klöster Nr. 313. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 777, Nr. 2738.
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 1: 1060–1418, Wiesbaden 1953
- Eisenträger/Krug, Territorialgeschichte der Kasseler Landschaft, Marburg 1935
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
- v. Roques, Urkundenbuch des Klosters Kaufungen in Hessen, Bd. 1, Kassel 1900
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schotemann, Gottfried“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22445_schotemann-gottfried> (aufgerufen am 11.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/22445