Schlitz, Wilhelm von
belegt seit
6.6.1383 belegt bis
2.2.1386 Beruf
AmtmannWirken
Lebensorte
Grünberg
Familie
Verwandte
Schlitz, Heinrich von <Bruder>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Er und Gottfried von Schweinsberg quittieren 1383 Juni 6 Landgraf Hermann über 1000 fl., für die er ihnen das Amt Grünberg versetzt hatte1. 1384 Oktober 2 werden Wilhelm von Schlitz, Heinrich von Haune und Gieso von Bienbach von Landgraf Hermann in Friedewald und Rotenburg, wenn er sie eingelöst hat2, zu Alsfeld, Romrod, Spangenberg, Sontra, (Nieder-)Aula und Breitenbach (an der Fulda) auf ein Jahr zu Amtleuten eingesetzt, sollen die Ämter auf eigene Kosten und Schäden getreulich bereiten (vorriden), schirmen (schuren), schützen und rechtlich vertreten (verantwortin) und erhalten dafür 300 fl., 80 Kühe, 60 Hämmel, alle Fünfschillingbußen und was darunter fällig ist mit Ausnahme in den Ämtern Spangenberg und Sontra3. 1386 Februar 2 sühnen sich die Brüder Wilhelm und Heinrich von Schlitz mit Landgraf Hermann wegen folgender Streitpunkte: wegen der 775 fl., für die Wilhelm die beiden Gerichte zu Breitenbach und (Nieder-)Aula eingelöst hat, wegen 100 fl. weniger 3 Schill. an Kosten, als er Helfer des Landgrafen gegen die von Falkenberg war; wegen 100 fl., als er landgräflicher Amtmann zu Grünberg und Alsfeld war; wegen 150 fl., die ihm wegen Hans von Reckerode und wegen 34 fl., die ihm wegen Thiele Wolf zustehen; wegen der ihm durch Urkunde auf ein Jahr übertragenen Amtmannschaft zu Alsfeld; wegen der ihm zusammen mit Heinrich von Haune und Gieso von Bienbach übertragenen Amtmannschaft4; wegen des Versprechens Landgraf Hermanns, Wilhelm zu einem Hauptmann zu Hersfeld zu machen; wegen seines Versprechens, seinem (Wilhelms) Bruder die Pfarrei zu Datterode zu übertragen; wegen 6 fl. Zehrgeld, als er mit dem Landgrafen von Alsfeld gegen Brilon geritten war; wegen eines Pferdes im Werte von 36 fl., das ihm Lotze Furboum abgewann, als Wilhelm zusammen mit seinem Vater den Mainzer Erzbischof von Fritzlar nach Amöneburg geleitete; wegen eines Pferdes im Werte von 50 fl., das ein Bein auf der Brücke zu Friedewald brach, als er Hans von Reckerode zu ihm (dem Erzbischof?) führen sollte nach Kaufungen; wegen eines fahlen Pferdes im Werte von 32 fl., das ihm starb, als er zu dem Landgrafen nach Spangenberg reiten sollte; wegen eines Pferdes im Werte von 60 fl., als er half, Nahrung zu erbeuten (eyne kochenspise nemen) im Gericht Hosenfeld; wegen eines Pferdes im Werte von 34 fl., das ihm erschossen wurde, als er mit den Freunden des Landgrafen Hausen berannte; wegen der 8 Hengste und Pferde, die er und Heinrich von Görtz dem Landgrafen in Marburg berechneten, wovon ihm die Hälfte zusteht; wegen eines Hengstes von 150 fl. Wert, als er Amtmann des Landgrafen im Fuldischen Kriege war und wegen eines roten Pferdes im Werte von 45 fl.5.
Er und Gottfried von Schweinsberg quittieren 1383 Juni 6 Landgraf Hermann über 1000 fl., für die er ihnen das Amt Grünberg versetzt hatte1. 1384 Oktober 2 werden Wilhelm von Schlitz, Heinrich von Haune und Gieso von Bienbach von Landgraf Hermann in Friedewald und Rotenburg, wenn er sie eingelöst hat2, zu Alsfeld, Romrod, Spangenberg, Sontra, (Nieder-)Aula und Breitenbach (an der Fulda) auf ein Jahr zu Amtleuten eingesetzt, sollen die Ämter auf eigene Kosten und Schäden getreulich bereiten (vorriden), schirmen (schuren), schützen und rechtlich vertreten (verantwortin) und erhalten dafür 300 fl., 80 Kühe, 60 Hämmel, alle Fünfschillingbußen und was darunter fällig ist mit Ausnahme in den Ämtern Spangenberg und Sontra3. 1386 Februar 2 sühnen sich die Brüder Wilhelm und Heinrich von Schlitz mit Landgraf Hermann wegen folgender Streitpunkte: wegen der 775 fl., für die Wilhelm die beiden Gerichte zu Breitenbach und (Nieder-)Aula eingelöst hat, wegen 100 fl. weniger 3 Schill. an Kosten, als er Helfer des Landgrafen gegen die von Falkenberg war; wegen 100 fl., als er landgräflicher Amtmann zu Grünberg und Alsfeld war; wegen 150 fl., die ihm wegen Hans von Reckerode und wegen 34 fl., die ihm wegen Thiele Wolf zustehen; wegen der ihm durch Urkunde auf ein Jahr übertragenen Amtmannschaft zu Alsfeld; wegen der ihm zusammen mit Heinrich von Haune und Gieso von Bienbach übertragenen Amtmannschaft4; wegen des Versprechens Landgraf Hermanns, Wilhelm zu einem Hauptmann zu Hersfeld zu machen; wegen seines Versprechens, seinem (Wilhelms) Bruder die Pfarrei zu Datterode zu übertragen; wegen 6 fl. Zehrgeld, als er mit dem Landgrafen von Alsfeld gegen Brilon geritten war; wegen eines Pferdes im Werte von 36 fl., das ihm Lotze Furboum abgewann, als Wilhelm zusammen mit seinem Vater den Mainzer Erzbischof von Fritzlar nach Amöneburg geleitete; wegen eines Pferdes im Werte von 50 fl., das ein Bein auf der Brücke zu Friedewald brach, als er Hans von Reckerode zu ihm (dem Erzbischof?) führen sollte nach Kaufungen; wegen eines fahlen Pferdes im Werte von 32 fl., das ihm starb, als er zu dem Landgrafen nach Spangenberg reiten sollte; wegen eines Pferdes im Werte von 60 fl., als er half, Nahrung zu erbeuten (eyne kochenspise nemen) im Gericht Hosenfeld; wegen eines Pferdes im Werte von 34 fl., das ihm erschossen wurde, als er mit den Freunden des Landgrafen Hausen berannte; wegen der 8 Hengste und Pferde, die er und Heinrich von Görtz dem Landgrafen in Marburg berechneten, wovon ihm die Hälfte zusteht; wegen eines Hengstes von 150 fl. Wert, als er Amtmann des Landgrafen im Fuldischen Kriege war und wegen eines roten Pferdes im Werte von 45 fl.5.
Nachweise
Fußnoten
- Urkk., Quittungen. ↑
- Hierüber stellt Landgraf Hermann am gleichen Tage nochmals eine besondere Urkunde aus (vgl. Friedensburg, Landgraf Hermann S. 76). Beide Ämter hatte der Landgraf 1378 Mai 28 an Gottschalk und Eberhard von Buchenau verpfändet unter dem Vorbehalt, die Amtmannschaft nach einem Jahr kündigen zu können (siehe Eberhard von Buchenau). ↑
- Urkk., Gen. Rep. Friedewald. ↑
- S. oben Anm. 2 und 3. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. von Schlitz. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 764, Nr. 2687.
- Friedensburg, Landgraf Hermann II. der Gelehrte von Hessen und Erzbischof Adolf I. von Mainz 1373–1390, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 21 (1885)
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schlitz, Wilhelm von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22393_schlitz-wilhelm-von> (aufgerufen am 19.04.2026)
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