Schartenberg, Stephan von

 
belegt seit
1346
gestorben
14.2.1376
Beruf
Ritter, Amtmann, Landvogt, Schiedsmann, Rat

Andere Namen

Weitere Namen

Schartenberg, Steben%Herr von

Familie

Verwandte

Schartenberg, Hermann von, † 1382/83, Amtmann, Bürge, Schiedsmann, Landvogt

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Von Schartenberg, Stephan1, Ritter2, Bruder Hermanns, kämpft 1346 auf Seiten Landgraf Heinrichs II. gegen Erzbischof Gerlach von Mainz und gerät dabei in Gefangenschaft3, ist 1346 August 15 in mainzischen Diensten4 und 1353 Mai 31 zusammen mit dem hessischen Marschall Arnold von Berlepsch tätig5. 1354 Mai 10 bringt er mit anderen Getreuen Erzbischof Gerlachs von Mainz dessen große Sühne mit Landgraf Heinrich von Hessen zustande und wird mit ihrer Durchführung beauftragt6. 1355 September 26 quittieren er und sein Bruder Hermann über 35 Mark Silber, die die Stadt Wolfhagen für den Landgrafen an sie bezahlt hat7, 1357 Juni 25 ist Stephan Bürge in der Sühne zwischen Landgraf Otto und Ritter Simon von Wallenstein mit seinen Söhnen Albrecht, Werner und Ludwig für diese8. 1358 September 20 ist er einer der Schiedsleute in der Einung zwischen Hessen und Paderborn9 und 1359 April 25 wiederum in den Auseinandersetzungen zwischen Mainz und Hessen10. 1359 November 29 wird er Pfandmitinhaber von Haus und Amt Scharenberg11 und erscheint als hessischer Landvogt 1362 Januar 2512, Juli 2413 und 1363 bis Juli 20 mehrfach14, wobei er abermals in den hessisch-mainzischen Schiedsverhandlungen eine wichtige Rolle spielt15. Das gleiche gilt für das Jahr 1367, wobei er Heimlicher des Landgrafen genannt wird16; mit diesem Rang erscheint er noch 1370 April 317. 1367 August 14 wird er als Obermann des Schiedsgerichtes zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen Landgraf Heinrich und Herzog Otto von Braunschweig bestimmt18. 1368 Januar 29 wird er als ehemaliger Amtmann in Frankenberg bezeichnet19. 1368 März 15 war er Schiedsmann für den Deutschen Orden in Marburg20, erscheint in gleicher Stellung 1370 April 4 in Streitigkeiten zwischen dem Deutschen Orden, Hessen und Mainz21 und in den hessisch-waldeckischen Verträgen über Freienhagen von 1371 Juni 1822. 1368 Mai 19 rechnet er mit Landgraf Heinrich über seine Amtsführung und die Verpflichtungen des Landgrafen ihm gegenüber ab und erhält von diesem für seine Forderungen in Höhe von 103 ½ Mark und 64 Schill. eine Anweisung auf die Stadt Rotenburg23. Rat noch 137224, 1376 Februar 14 war er verstorben25.

Nachweise

Fußnoten

  1. Landau, Ritterburgen I S. 369 f.
  2. Als ihm Landgraf Heinrich II. 1332 Januar 31 das landgräfliche Allod in Zwehren zu Lehen gibt, ist er noch Knappe (Kopiar 1 Nr. 154).
  3. Siehe Anm. 1.
  4. Otto, Mainzer Regg. Nr. 5488.
  5. Urkk., Quittungen.
  6. Vigener, Mainzer Regg. Nrr. 129, 132-134, 150.
  7. Urkk., Depositum der Stadt Wolfhagen.
  8. Kopiar 4 Nr. 377.
  9. Gundlach III S. 227 zitiert Schminckes Diplomatarium Bd. 6 Bl. 197 ff.
  10. Vigener, Mainzer Regg. Nr. 1150.
  11. S. Hermann von Schartenberg.
  12. Vigener, Mainzer Regg. Nr. 1463.
  13. Urkk., Gen.-Rep. von Widderbach.
  14. Urkk., Quittungen zu 1363 Januar 7, März 13, Juli 19 und 20. Es handelt sich um Quittungen über Ersatz der Pferdeverluste, die die landgräflichen Diener und Helfer Hiltwin Nachtreise (gegen den Grafen von Arnsberg), Anselm von Lixfeld und Ludwig Bißigel im Dienste des Landgrafen erlitten haben.
  15. Vigener, Mainzer Regg. Nr. 1463, 1464, 1661.
  16. Ebd. Nr. 2288, 2289, 2354.
  17. Ebd. Nr. 2618.
  18. Urkk., Verträge mit Braunschweig.
  19. Urkk., Quittungen.
  20. Wyß, DO-UB III Nr. 1083.
  21. Ebd. Nr. 1104.
  22. Kopiar 1 Nr. 21 f.
  23. Urkk., Quittungen.
  24. Vgl. Nr. 3047.
  25. Urkk., Gen-Rep. Istha.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schartenberg, Stephan von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22293_schartenberg-stephan-von> (aufgerufen am 15.04.2026)

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