Rode, Kraft
belegt seit
1.12.1348 belegt bis
21.4.1381 Beruf
Ritter, Amtmann, Schiedsmann, Bürge, SieglerWirken
Funktion
- Kirchhain, Amtmann, 1348
Lebensorte
Kirchhain
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Amtmann zu Kirchhain 1348 Dezember 11, 1353 März 17 zusammen mit Guntram von Hatzfeld Treuhänder der Pfandinhaber der Ämter Marburg, Biedenkopf und Wetter (hessischen Teils): Johann von Breidenbach und Wiegand von Sichertshausen2. Landgräflich hessischer Schiedsmann im Vertrag der Gräfin Adelheid von Nassau mit den Landgrafen Heinrich II. und Otto von Hessen von 1356 März 173, desgleichen im Bündnis des Grafen Johann von Nassau-Merenberg mit beiden Landgrafen von 1361 Mai 304, desgleichen für das Land an der Lahn in den Sühneverhandlungen zwischen Mainz und Hessen 1361 Oktober 7 und 1362 Januar 255. Auch in den folgenden Jahren ist er immer wieder in landgräflichen Angelegenheiten tätig6. 1364 Februar 3 Amtmann in Grünberg7 1365 Juni 25 ist er Schiedsmann zwischen Landgraf Heinrich II. und denen von Hatzfeld8, 1367 März 11 desgleichen zwischen Landgraf Heinrich und Graf Johann von Nassau-Merenberg9. Amtmann in Marburg vor 1370 Mai 1210, Schultheiß daselbst 1371 Februar 411, Amtmann 1371 August 812, 137313. 1372 August 6 bürgt er zusammen mit anderen landgräflichen Amtleuten und Dienern für die 3000 Schill. alter Königstournosen, für die Landgrafen Heinrich und Hermann vom Johanniterhaus Wiesenfeld dessen Haus Grebenau in der Wetterau mit Zustimmung Konrads von Braunsberg, Meister des Johanniterordens in deutschen Landen, gekauft haben14. Seine maßgebliche Rolle im Land an der Lahn und in Marburg zeigt sich auch darin, daß er zwischen 1353 April 1315 und 1381 April 2116 sehr häufig als Siegler vorkommt. Für seine Verluste im Sternerkrieg schuldet ihm Landgraf Hermann 1377 Dezember 16 364 fl.17.
Ritter, Amtmann zu Kirchhain 1348 Dezember 11, 1353 März 17 zusammen mit Guntram von Hatzfeld Treuhänder der Pfandinhaber der Ämter Marburg, Biedenkopf und Wetter (hessischen Teils): Johann von Breidenbach und Wiegand von Sichertshausen2. Landgräflich hessischer Schiedsmann im Vertrag der Gräfin Adelheid von Nassau mit den Landgrafen Heinrich II. und Otto von Hessen von 1356 März 173, desgleichen im Bündnis des Grafen Johann von Nassau-Merenberg mit beiden Landgrafen von 1361 Mai 304, desgleichen für das Land an der Lahn in den Sühneverhandlungen zwischen Mainz und Hessen 1361 Oktober 7 und 1362 Januar 255. Auch in den folgenden Jahren ist er immer wieder in landgräflichen Angelegenheiten tätig6. 1364 Februar 3 Amtmann in Grünberg7 1365 Juni 25 ist er Schiedsmann zwischen Landgraf Heinrich II. und denen von Hatzfeld8, 1367 März 11 desgleichen zwischen Landgraf Heinrich und Graf Johann von Nassau-Merenberg9. Amtmann in Marburg vor 1370 Mai 1210, Schultheiß daselbst 1371 Februar 411, Amtmann 1371 August 812, 137313. 1372 August 6 bürgt er zusammen mit anderen landgräflichen Amtleuten und Dienern für die 3000 Schill. alter Königstournosen, für die Landgrafen Heinrich und Hermann vom Johanniterhaus Wiesenfeld dessen Haus Grebenau in der Wetterau mit Zustimmung Konrads von Braunsberg, Meister des Johanniterordens in deutschen Landen, gekauft haben14. Seine maßgebliche Rolle im Land an der Lahn und in Marburg zeigt sich auch darin, daß er zwischen 1353 April 1315 und 1381 April 2116 sehr häufig als Siegler vorkommt. Für seine Verluste im Sternerkrieg schuldet ihm Landgraf Hermann 1377 Dezember 16 364 fl.17.
Nachweise
Fußnoten
- Schunder, Oberhessische Klöster I Nr. 857. ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 12 Anm. 3. ↑
- Urkk., Verträge mit Nassau. – Kopiar I Nr. 94. ↑
- Urkk., Verträge mit Nassau. ↑
- Vigener, Mainzer Regg. Nrr. 1440, 1463. ↑
- Zahlreiche Beispiele dafür im RR. – Vgl. auch Baur, Hessische Urkunden I Nr. 974. ↑
- Eckhardt, Oberhessische Klöster III Nr. 1073. ↑
- Urkk., Gen-Rep. von Hatzfeld. ↑
- Siehe Anm. 4. ↑
- Er rechnet an diesem Tage mit dem Landgrafen wegen des ihm befohlenen Amtes ab, muß es also schon längere Zeit vorher innegehabt haben. ↑
- Wyß, DO-UB III Nr. 1118; dabei kann es sich auch um eine synonyme Bezeichnung für Amtmann handeln (vgl. z.B. Nr. 2445), zumal im 13. und frühen 14. Jh. auch Vogt für Amtmann verwendet wird. ↑
- Urkk., Quittungen. ↑
- Küch, Salbücher (ZHG 39, 1905) S. 160. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 1058 Anm. ↑
- Wyß, DO-UB II Nr. 888. ↑
- Ebd. III Nr. 1176. ↑
- Amtsbücher S/5. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 689 f., Nr. 2441
- Eckhardt, Die oberhessischen Klöster III: Regesten, Marburg 1977
- Schunder, Die oberhessischen Klöster I, Marburg 1961
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 213
- Vigener, Regesten der Erzbischöfe von Mainz von 1289–1396, Abt. 2: 1354–1396, Bd. 1: 1354–1371, Leipzig 1913
- Küch, Die ältesten Salbücher des Amtes Marburg, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 39 (1905), S. 145-258
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 3: 1360–1399, Leipzig 1899
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1; Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 2: 1300–1359, Leipzig 1884
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
Nachnutzung
Rechtehinweise
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Zitierweise
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„Rode, Kraft“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22124_rode-kraft> (aufgerufen am 22.04.2026)
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