Riedesel zu Eisenbach, Hermann III.
belegt seit
1442 gestorben
zwischen 21.11.1500 und 7.3.1501 Beruf
Bürge, Erbmarschall, Rat, HofmeisterFamilie
Vater
Riedesel zu Eisenbach, Hermann II., † 31.7.1463 Fritzlar, Ritter, Amtmann, Rat, Landvogt, Erbmarschall
Verwandte
- Riedesel zu Eisenbach, Georg I. <Bruder, belegt 4.5.1466–1481, Erbmarschall, Rat>
- Riedesel zu Eisenbach, Hermann IV. <Sohn>
- Riedesel zu Eisenbach, Theodor <Sohn>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn Hermanns (II.), tritt 1442 mit 10 Pferden in den Dienst Herzog Wilhelms von Sachsen2. 1456 September 16 ist er Bürge der Landgrafen Ludwigs I. und II. gegenüber Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken für die Innehaltung der Verlobung von Landgraf Ludwigs II. Tochter Anna mit Graf Philipps Sohn Johann3. Nach dem Tode des Vaters 1463 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Erbmarschall zu Hessen4 und wie dieser Heimlicher sowohl Landgraf Heinrichs III. 1465 September 165 wie Landgraf Ludwigs II. 1466 Mai 46, doch steht er mit diesem in näherer Verbindung. 1467 August 20 ist er „Teiler“ Landgraf Ludwigs II. bei der Teilung des Amtes Homberg in den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III.7. Hofmeister und Heimlicher Landgraf Ludwigs II. 1467 Oktober 108, 1469 April 99 und 1472 Mai 1310. Rat Landgraf Heinrichs III. 1471 Juli 911 und noch 1481 März 312, von dem er ein Dienstgeld von 50 fl. jährlich erhält13. Rat Landgraf Wilhelms III. 148514 und noch 1494 September 2915. Im Kanzleigericht zu Marburg 1492 Dezember 116 und 1494 Mai 3017, Durch langjährige und kostspielige Fehden und uneintreibbare Forderungen an die Landgrafen gerät er in schwere finanzielle Bedrängnis18, zumal er seine Forderungen an die Landgrafen in Höhe von 14000 fl. 1484 Februar 3 auf 6000 fl. ermäßigen muß19, die jedoch auch nur stockend einlaufen, und 1495 Juli, nachdem ihm Landgraf Wilhelm I. nach dem Tod der Landgräfin Margarethe, Witwe Landgraf Ludwigs II, Schloß und Gericht Ludwigseck zurückgegeben hat, auf alle weiteren Forderungen zu verzichten gezwungen ist20. Er starb zwischen 1500 November 21 und 1501 März 721.
Sohn Hermanns (II.), tritt 1442 mit 10 Pferden in den Dienst Herzog Wilhelms von Sachsen2. 1456 September 16 ist er Bürge der Landgrafen Ludwigs I. und II. gegenüber Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken für die Innehaltung der Verlobung von Landgraf Ludwigs II. Tochter Anna mit Graf Philipps Sohn Johann3. Nach dem Tode des Vaters 1463 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Erbmarschall zu Hessen4 und wie dieser Heimlicher sowohl Landgraf Heinrichs III. 1465 September 165 wie Landgraf Ludwigs II. 1466 Mai 46, doch steht er mit diesem in näherer Verbindung. 1467 August 20 ist er „Teiler“ Landgraf Ludwigs II. bei der Teilung des Amtes Homberg in den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III.7. Hofmeister und Heimlicher Landgraf Ludwigs II. 1467 Oktober 108, 1469 April 99 und 1472 Mai 1310. Rat Landgraf Heinrichs III. 1471 Juli 911 und noch 1481 März 312, von dem er ein Dienstgeld von 50 fl. jährlich erhält13. Rat Landgraf Wilhelms III. 148514 und noch 1494 September 2915. Im Kanzleigericht zu Marburg 1492 Dezember 116 und 1494 Mai 3017, Durch langjährige und kostspielige Fehden und uneintreibbare Forderungen an die Landgrafen gerät er in schwere finanzielle Bedrängnis18, zumal er seine Forderungen an die Landgrafen in Höhe von 14000 fl. 1484 Februar 3 auf 6000 fl. ermäßigen muß19, die jedoch auch nur stockend einlaufen, und 1495 Juli, nachdem ihm Landgraf Wilhelm I. nach dem Tod der Landgräfin Margarethe, Witwe Landgraf Ludwigs II, Schloß und Gericht Ludwigseck zurückgegeben hat, auf alle weiteren Forderungen zu verzichten gezwungen ist20. Er starb zwischen 1500 November 21 und 1501 März 721.
Nachweise
Fußnoten
- Becker, Die Riedesel II Nr. 619. ↑
- Ebd. Nr. 829. ↑
- Die Brüder waren 1459 März 13 bei Hermanns (II.). Neubelehnung durch Landgraf Ludwig (Becker II Nr. 870) mitbelehnt worden und wurden daher nach ihres Vaters Tod nicht neubelehnt. Eine Neubelehnung erfolgte erst durch Landgraf Wilhelm III. 1489 [1488?] Dezember 26 (Becker II Nr. 1477). ↑
- Becker II Nr. 977. ↑
- Ebd. Nr. 997. ↑
- Rechn. I, Homberg (67/31 Bel.). ↑
- Kopiar L 3 Bl. 292v. ↑
- Rechn. I, Rotenburg (93/9 Bel.). ↑
- Rechn. I, Gudensberg (61/2 Bl. 7). ↑
- Becker I Nr. 1122. ↑
- Becker I S. 251. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (4/1 Bel. zu 1481 März 30). ↑
- Ebd. 5/6 Bl. 44. ↑
- Ebd. 4/11 Bel. Von diesem Tage datiert seine letzte Quittung über die 50 fl. Ratsgeld. ↑
- Kopiar 58 Nr. 87. ↑
- Ebd. Nr. 124. ↑
- Becker I S. 253 ff., 276 ff. ↑
- Becker II Nr. 1389. ↑
- Ebd. Nr. 1537. – Vgl. dazu auch Hermann Lugelin. ↑
- Becker I S. 351. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 682, Nr. 2423
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 207 f.
- Becker, Die Riedesel zu Eisenbach, Bd. 2: Riedeselisches Urkundenbuch 1200 bis 1500, Offenbach am Main 1924
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Riedesel zu Eisenbach, Hermann III.“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/22105_riedesel-zu-eisenbach-hermann-iii> (aufgerufen am 22.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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