Ungefug, Hermann
geboren
um 1502 Homberg (Efze) gestorben
zwischen 1567 und 1571 Kassel Beruf
Jurist, Kammermeister Konfession
evangelischWirken
Werdegang
- Ostern 1522 Immatrikulation an der Universität Erfurt
- 1532 Homberger Bürger
- 1531 und 1535 Stadtschreiber in Homberg/E.
- 1533 Notarius publicus in Homberg/E.
- 1537 im Dienst der Herzogin Elisabeth von Rochlitz, 1539-1540 Kammermeister in Rochlitz
- 1542 hessischer Pfennigmeister im ersten Feldzug gegen Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig
- 1544 beim Rechnungswesen des Schmalkaldischen Bundes beteiligt
- nahm 1546 am Schmalkaldischen Krieg teil
- ebenfalls 1546-1562 in der Rentkammer in Kassel
- führte 1552 die Kriegsrechnung
- 1553 Oberaufsicht über das Gewölbe in Ziegenhain
- 1558 Einnehmer der Tranksteuer
- 1562-1567 als Kammermeister nachweisbar
Lebensorte
Erfurt; Homberg (Efze); Rochlitz (Sachsen)
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Hermann Ungefug von Homberg in Hessen, immatrikuliert Ostern 1522 in Erfurt1; 15312 und 1535 Februar 283 Stadtschreiber in Homberg; 1533 September 29 (oder später) publicus imperiali autoritate notarius ac scriba4; 15375, 1538 Februar 8 in Diensten der Herzogin Elisabeth von Rochlitz6, Kammermeister in Rochlitz 1539 Dezember 4 bis 1540 Juni 15 (1541 Mai 13)7, hessischer Pfennigmeister im ersten Feldzuge gegen Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig 1542 Juli 1 bis September 108, 1544 beim Rechnungswesen des Schmalkaldischen Bundes beteiligt, nimmt teil am Schmalkaldischen Kriege 15469; (ohne Amtsbezeichnung) in der Rentkammer zu Cassel zuerst 1546 März 9 sicher nachgewiesen10 und oft in der Folgezeit bis mindestens 1562 April 611. 1552 führte er die Kriegsrechnung12, 1553 April 10 erhielt er die Oberaufsicht über das Gewölbe in Ziegenhain13; 1558 war er Einnehmer der Tranksteuer14. Nach dem Tode Josts von Weiters wurde er Kammermeister, nachweisbar zuerst 1562 Februar 2215, zuletzt so genannt 1567 September 2916.
Hermann Ungefug von Homberg in Hessen, immatrikuliert Ostern 1522 in Erfurt1; 15312 und 1535 Februar 283 Stadtschreiber in Homberg; 1533 September 29 (oder später) publicus imperiali autoritate notarius ac scriba4; 15375, 1538 Februar 8 in Diensten der Herzogin Elisabeth von Rochlitz6, Kammermeister in Rochlitz 1539 Dezember 4 bis 1540 Juni 15 (1541 Mai 13)7, hessischer Pfennigmeister im ersten Feldzuge gegen Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig 1542 Juli 1 bis September 108, 1544 beim Rechnungswesen des Schmalkaldischen Bundes beteiligt, nimmt teil am Schmalkaldischen Kriege 15469; (ohne Amtsbezeichnung) in der Rentkammer zu Cassel zuerst 1546 März 9 sicher nachgewiesen10 und oft in der Folgezeit bis mindestens 1562 April 611. 1552 führte er die Kriegsrechnung12, 1553 April 10 erhielt er die Oberaufsicht über das Gewölbe in Ziegenhain13; 1558 war er Einnehmer der Tranksteuer14. Nach dem Tode Josts von Weiters wurde er Kammermeister, nachweisbar zuerst 1562 Februar 2215, zuletzt so genannt 1567 September 2916.
Nachweise
Fußnoten
- Erfurter Matrikel 2, 324. ↑
- Estor, Marburgische Beyträge II (1749) S. 253. ↑
- Kirchensachen, Homberg (O. St. S. 9175). ↑
- Ortsrepositur, Homberg (M. St. S. 998). ↑
- Polit. Archiv, Briefwechsel mit Herzogin Elisabeth von Rochlitz. ↑
- Offenbar als deren Secretarius: ebda. ↑
- Polit. Archiv, Briefwechsel mit Herzogin Elisabeth von Rochlitz. ↑
- Kammerarchiv, Nachträge. ↑
- Polit. Archiv Nr. 937. ↑
- Kopialbuch K 2. Nur einmal heißt er „Diener“ unter dem Kammermeister Jost von Weiters: Polit. Archiv Nr. 1148. ↑
- Herman Ungefug ist inen auch wol zu halten zu denen bevelen, darzu wir inen gebraucht haben (Testament Landgraf Philipps von 1562). Einmal (1555 Oktober 19) wird er in amtlicher Konzeptadresse, wohl mit Beziehung auf seine Rochlitzer Zeit, Kammermeister genannt: Ortsrepositur, Wanfried. ↑
- Polit. Archiv Nr. 1093. ↑
- Geschäftsakten des Samtarchivs, Personalia. ↑
- Siehe Bd. 2 Nr. 76. ↑
- Werraklöster Nr. 464. 465. 846. 852. ↑
- Repertorium über Schulverschreibungen II S. 415. ↑
Literatur
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 523
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 276 f.
- Weißenborn, Erfurter Matrikel 2: Allgemeine und Facultätsstatuten von 1390–1636, Allgemeine Studentenmatrikel 2. Hälfte (1492–1636), Halle an der Saale 1884
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ungefug, Hermann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21626_ungefug-hermann> (aufgerufen am 14.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/21626