Meisenbug, Hermann

 
belegt seit
5.4.1423
gestorben
vor 3.9.1466
Beruf
Diener, Rat, Hofmeister, Oberschiedsmann

Familie

Verwandte

Meisenbug, Johann <Bruder>, belegt 7.1453–28.5.1486, Bürge, Rat, Amtmann, Anwalt

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Bruder des Marschalls Johann Meisenbug1, landgräflicher Diener [1423] April 52. Gehört als Rat 1428 August 22 zu den Vermittlern der Sühne Landgraf Ludwigs I. in den Erbstreitigkeiten der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg3 und des Verkaufs der Herrschaft Schöneberg an Hessen 1429 Dezember 174. 1430/31 ständig in der Umgebung Landgraf Ludwigs I., wahrscheinlich schon als Hofmeister5. 1432 November 23 ist er zugegen, als sich die Stadt Braunschweig von der Verratsklage ihres Herzogs Wilhelm in Gegenwart Markgraf Johanns von Brandenburg und Landgraf Ludwigs von Hessen und ihrer Räte reinigt6. Hofmeister Landgraf Ludwigs 143677 und Heimlicher 1437 Januar 38, 1442 Juli 39, 1448 Oktober 1110, 1453 Juni 1511, 1456 Oktober 512, zuletzt fungiert er als Hofmeister 1458 März 813. Hofmeister und Amtmann zum Ludwigstein 1445 Januar 1314. Heimlicher Landgraf Ludwigs II. 1460 Februar 2415, Er bleibt bei der Landesteilung auf der Kasseler Seite, wird aber im Hofmeisteramt sehr bald durch Philipp von Hundelshausen ersetzt16, gleichwohl führt er den Titel Hofmeister noch bis 146317. 1465 Mai 3 wird er zum Obermann der Schiedsleute bestimmt, die Hessen zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Landgraf Heinrich III. teilen sollen. Er erhält die Macht, von allen Rentmeistern, Schultheißen, Landknechten der Ämter und Bürgermeistereien und Räten der Städte die zur genauen Unterrichtung über die Höhe der Gefälle benötigten Register einzufordern und einzusehen18, 1466 Februar 14 heißt er alter Hofmeister19. Unter den Räten Landgraf Ludwigs II. als Bürge noch 1466 Juli 1920, 1466 September 3 war er schon tot21.

Nachweise

Fußnoten

  1. Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 180.
  2. StadtA. Mühlhausen, Kopiar W 1/4 Bl. 214.
  3. StA. Wolfenbüttel, Erbverträge des Hauses Braunschweig Nr. 27.
  4. Urkk., Verträge mit Schöneberg.
  5. Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 199 Nr. 15 (er gibt dem Landgrafen Geld für persönliche Zuwendungen), S. 209 Nr. 84 (er läßt für ihn Wein holen), S. 211 Nr. 101 (lohnt Spielleute), S. 220 Nr. 203 (lohnt einen Steinmetzen, der auf der Kasseler Burg in der Küche arbeitet), S. 230 Nr. 309, S. 248 Nr. 474, S. 253 Nr. 508 (erhält vom Kammerschreiber Geld zum Opfern und für Anderes), S. 255 Nr. 532 (erhält das Geld zurück, womit der Landgraf Jäger für Wildpret und Jägerrecht gelohnt hatte), S. 260 Nr. 588 (gibt einer Frau im Auftrag des Landgrafen Geld). Danach ist an seiner Hofmeisterfunktion kaum zu zweifeln.
  6. StadtA. Braunschweig Urkk. Nrr. 665, 666.
  7. Gundlach zitiert: Landaus Exzerpte, Beamte III fol... (Kasseler Landesbibliothek).
  8. Urkk., Abschriftensammlung (Gundlach).
  9. Armbrust, Göttingen (ZHG 45, 1911) Nr. 161.
  10. Kopiar 4 Nr. 466.
  11. Er und Simon Meisenburg werden als „Gewaltige“ Landgraf Ludwigs bezeichnet (Urkk., Kloster Heydau); doch kommt diese Bezeichnung nur Hermann, nicht Simon zu.
  12. Kopiar 3 Nr. 17.
  13. Rechn. I, Gießen (51/2 Bl. 2). Es ist unerfindlich, wieso ihn der Frankenberger Rentmeister 1455 Juli 24 Küchenmeister nennen kann (Rechn. I, Frankenberg 48/3 Bl. 9), da dieses Friedrich von Twiste bis 1457 war (siehe dort). Wahrscheinlich ist auch hier zwischen Name und Titel ein Komma zu setzen und sind statt einer zwei Personen anzunehmen (siehe etwa Klaus Nasse).
  14. Eckhardt, Witzenhäuser Rechtsquellen Nr. 47.
  15. Kopiar L 3 Bl. 202.
  16. Siehe dort.
  17. Schultze, Kasseler Klöster Nr. 686 (zu 1460 Juni 12), Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 506 (zu 1462 Januar 3), Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 159 (zu 1463 April 30).
  18. Kopiar 8 Nr. 1.
  19. Rechn. I, Grebenstein (52/12 Bl. 18).
  20. Im Vertrag Landgraf Ludwigs II. mit Bischof Simon von Paderborn (vgl. die Gegenurkunde in Kopiar 11 Nr. 6).
  21. Kopiar 8 Nr. 3 – Ausf. Samtarchiv Schubl. 75 Nr. 13. – Druck bei Kopp Bruchstücke 2 S. 55.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Meisenbug, Hermann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21591_meisenbug-hermann> (aufgerufen am 22.04.2026)

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