Mark, Adolf von der
belegt seit
24.4.1444 belegt bis
1473 Beruf
Gesandter, Rat, Schiedsmann, Sachwalter Titel
Dr. jur.Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Dr. iur., Gesandter des Herzogs von Burgund und Heimlicher Landgraf Ludwigs II. 1465 Mai 51. Schiedsmann in den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III. 1465 Mai 12 und 1466 September 33, in denen er eine erhebliche Rolle gespielt hat4. Der Nürnberger Reichsabschied von 1466 Dezember 1 ist namens Landgraf Ludwigs unterschrieben von D. Adolphus de Marcha legum doctor et miles und Philipp von Berlepsch5. Im Dienst Landgraf Ludwigs noch 1467 Juli 10 nachweisbar6. Nach seinem Siegel ist er offenbar ein Bastard eines Grafen von der Mark gewesen7. Ein solcher Bastard Adolf von der Mark ist 1453 November 20 Ritter und Rat des Herzogs von Geldern, so daß man ihn mit dem 1473 bezeugten gleichnamigen président de Ghelres gleichgesetzt hat8. Schon 1444 April 24 wird ein Meister Adolf von der Mark, doctoir in dem keiserrecht, genannt, der Sachwalter der Jungfer Katharina von Cleve-Mark in ihrem Streit mit Herzog Wilhelm von Geldern war9. Es ist wahrscheinlich, daß es sich in allen Fällen um die gleiche Person handelt.
Ritter, Dr. iur., Gesandter des Herzogs von Burgund und Heimlicher Landgraf Ludwigs II. 1465 Mai 51. Schiedsmann in den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III. 1465 Mai 12 und 1466 September 33, in denen er eine erhebliche Rolle gespielt hat4. Der Nürnberger Reichsabschied von 1466 Dezember 1 ist namens Landgraf Ludwigs unterschrieben von D. Adolphus de Marcha legum doctor et miles und Philipp von Berlepsch5. Im Dienst Landgraf Ludwigs noch 1467 Juli 10 nachweisbar6. Nach seinem Siegel ist er offenbar ein Bastard eines Grafen von der Mark gewesen7. Ein solcher Bastard Adolf von der Mark ist 1453 November 20 Ritter und Rat des Herzogs von Geldern, so daß man ihn mit dem 1473 bezeugten gleichnamigen président de Ghelres gleichgesetzt hat8. Schon 1444 April 24 wird ein Meister Adolf von der Mark, doctoir in dem keiserrecht, genannt, der Sachwalter der Jungfer Katharina von Cleve-Mark in ihrem Streit mit Herzog Wilhelm von Geldern war9. Es ist wahrscheinlich, daß es sich in allen Fällen um die gleiche Person handelt.
Nachweise
Fußnoten
- Urkk., Samtarchiv Schubl. 75 Nr. 13. – Kopiar 8 Nr. 1. – Bereits 1465 April 10 ist er unter den landgräflichen Räten nachweisbar (Rechn. I, Homberg/E. 67/16 Bl. 31). 1465 August 21 heißt er: unsers hern von Brogundien (!) doctor (Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 190). ↑
- Ebd. ↑
- Kopiar 8 Nr. 3. – Druck bei Kopp, Bruchstücke II S. 15 ff. ↑
- Rechn. I, Homberg/E. (67/16 Bl. 54): uff den suntag nach vincula Petri [August 3] qwam her Adolf von der Marg ... mit 10 pherden . . . und was die cziit, als [er] den doctoren brochte us Walland. – Die Marburger Stadtrechnung verzeichnet zum 12. August (Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 205) eine Weinspende an Dr. Adolf von der Mark und andere Räte Landgraf Ludwigs II. – Am 26. August ist Dr. Adolf von der Mark in Homberg/E. zusammen mit Thiele Wolff von Gudenberg, Bernhard von Herzenrode, dem Kammerschreiber und dem doctor von Pargungen, am 7. September mit dem Marschall und dem Junker Henne Mönch (Rechn. I, Homberg/E. 67/16 Bl. 55, 56). ↑
- Senckenberg, Sammlung der Reichsabschiede I S. 215. ↑
- Rechn. I, Homberg/E. (67/18 Bl. 7). – Vgl. auch Schultze, Kasseler Klöster Nr. 455 (zu 1467 April 1). ↑
- Das Wappen in seinem Siegel von 1465 (siehe Anm. 1) zeigt den geschachten Querbalken der Grafen von der Mark, jedoch begleitet von 3 Ringen (2:1). ↑
- Chestret de Haneffe, Histoire de la maison de la Mark (Liège 1898) S. 296. ↑
- HStA. Düsseldorf, Cleve-Mark Nr. 1121. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 551, Nr. 1972
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 2, Marburg 1931
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Band 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 165
- Schultze, Klöster, Stifter und Hospitäler der Stadt Kassel und Kloster Weißenstein, Marburg 1913
- Ulrich Friedrich Kopp, Bruchstücke zur Erläuterung der Teutschen Geschichte und Rechte, Teil 2, Cassel 1801
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Mark, Adolf von der“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21556_mark-adolf-von-der> (aufgerufen am 12.04.2026)
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