Store, Ernst
Andere Namen
Weitere Namen
Stoere, Ernst
Stoer, Ernst
Wirken
Werdegang
- ob er bereits 1454 in Erfurt studierte, ist zweifelhaft, sicher aber 1470 in Bologna, Magister in artibus
- in landgräflich hessischen Dienste, unter anderem als Heimlicher der Landgräfin Mechthild, 1491 Kanoniker des Fritzlarer Stifts
- stiftete testamentarisch ein Universitätsstipendium für Melsunger Bürgerkinder
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Aus Melsungen, wird 1470 in Bologna immatrikuliert1 1482 [nach Juli 25] quittiert er als Magister dem Kasseler Kammerschreiber über seinen Jahreslohn von 20 fl. für seine Tätigkeit im Dienst Landgraf Wilhelms I.2 in dem er auch 1484 April 30 bezeugt ist3. Landgräfin Mechthild, Witwe Landgraf Ludwigs II., sagt 1485 April 6 in einem Schreiben aus Rotenburg an das Fritzlarer Kapitel4, daß ihr Heimlicher Meister Ernst Stoer vom Papst ein gracien uf uwern stift erhalten und erworben habe. Als Kanoniker dort bezeugt seit 1491 Dezember 45. Der wirdiger und hochgelerter here, her Ernst Stoer, der suwen fryen kunsten magister stiftete testamentarisch ein Universitätsstipendium für Melsunger Bürgerkinder6. Er starb 1518 Dezember 77.
Aus Melsungen, wird 1470 in Bologna immatrikuliert1 1482 [nach Juli 25] quittiert er als Magister dem Kasseler Kammerschreiber über seinen Jahreslohn von 20 fl. für seine Tätigkeit im Dienst Landgraf Wilhelms I.2 in dem er auch 1484 April 30 bezeugt ist3. Landgräfin Mechthild, Witwe Landgraf Ludwigs II., sagt 1485 April 6 in einem Schreiben aus Rotenburg an das Fritzlarer Kapitel4, daß ihr Heimlicher Meister Ernst Stoer vom Papst ein gracien uf uwern stift erhalten und erworben habe. Als Kanoniker dort bezeugt seit 1491 Dezember 45. Der wirdiger und hochgelerter here, her Ernst Stoer, der suwen fryen kunsten magister stiftete testamentarisch ein Universitätsstipendium für Melsunger Bürgerkinder6. Er starb 1518 Dezember 77.
Nachweise
Fußnoten
- Heldmann, Akadem. Fritzlar (ZHG 56, 1927 S. 408). Nach der Erfurter Matrikel (1, 241) wurde bereits 1454 in Erfurt ein Ernestus Store de Milsungen immatrikuliert. ↑
- Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/13 Bel.). ↑
- Rechn. I, Grebenstein (54/9 Bl. 18v.): meister Ernst, so der widder quam uß der hirschaff von der Lippe. ↑
- Best. 105 II Stift Fritzlar, Korrespondenzen. ↑
- Heldmann, Akadem. Fritzlar (ZHG 56, 1927 S. 408). ↑
- Urkk. von 1517 November 11 des Klosters Breitenau. ↑
- Kopiar 221 Bl. 15. ↑
Quellen
Literatur
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 516
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 2, Marburg 1981, S. 848, Nr. 2977
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 264
- Heldmann, Das akademische Fritzlar im Mittelalter, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 56 (1927), S. 347-435
- Weißenborn, Erfurter Matrikel 2: Allgemeine und Facultätsstatuten von 1390–1636, Allgemeine Studentenmatrikel 2. Hälfte (1492–1636), Halle an der Saale 1884
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Store, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21374_store-ernst> (aufgerufen am 12.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/21374