Schenk zu Schweinsberg, Rudolf

 
geboren
um 1490
gestorben
15.12.1551 Kassel
Beruf
Jurist, Diplomat, Statthalter
Konfession
evangelisch
GND-Explorer
138137382

Andere Namen

Weitere Namen

Schenck zu Schweinsberg, Rudolf

Wirken

Werdegang

  • 1505 Studium in Erfurt
  • 1514 Burgmann in Friedberg
  • 1521 mit Landgraf Philipp auf den Wormser Reichstag
  • 1529-1536 Bundesrat beim Schwäbischen Bund
  • 1530 Rat und Diener von Haus aus
  • 1536 Landvogt an der Werra, Rat und Diener
  • Verweser 1538, 1543 Statthalter in Kassel bis zu seinem Tode
  • gehörte allen Gesandtschaften zu den Reichstagen unter Landgraf Philipp an

Lebensorte

Erfurt; Friedberg; Kassel

Familie

Vater

Schenk zu Schweinsberg, Guntram, 1486–1524, Burgmann in Friedberg, pfälzischer Diener

Mutter

Plettenberg, Elisabeth von, vor 1492–1533

Partner

Dörnberg, Helene von, (⚭ 14.6.1524) 1502–1544

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Gundlach, Dienerbuch
Rudolf Schenck zu Schweinsberg, Sohn Guntrams und Enkel des Marschalls Johann Sch. z. Schw. d. J., studierte 1505 in Erfurt1, im Gefolge des Landgrafen auf dem Wormser Reichstage 15212, hessischer Rat 1528 Juli 173; hessischer Bundesrat beim Schwäbischen Bund seit 1529 Januar 204, wurde im Februar 1529 durch seinen Vorgänger Wilhelm von Staffel dem Bund vorgestellt5 und kommt zuletzt 1536 Dezember 15 als Bundesrat vor. 1530 März 19 hatte er eine Bestallung als Rat und Diener von Haus aus6 und am 7. März 1534 eine ebensolche Bestallung auf vier Pferde7 erhalten. Als Landvogt an der Werra und Rat ist er zuerst nachweisbar 1536 Dezember 68, 1537 April 4 erhielt er eine Bestallung als Landvogt, Rat und Diener9 und kommt in dieser Stellung vor bis 1543 Mai 2910. 1538 März 23 Verweser des Statthalters in Cassel11, 1539 Februar 1012 bis April 1013 war er Statthalteramtsverwalter in Cassel (während des Frankfurter Bundestags). Er wurde dann gleich seinem Vorgänger Siegmund von Boyneburg Statthalter in Cassel, der abtretende Statthalter Boyneburg aber übernehm zum zweiten Male die Landvogtei an der Werra. Im Besitze der Statthalterschaft finden wir Schenck von 1543 August 1614 bis zu seinem Tode am 15.15 Dezember 155116.

Nachweise

Fußnoten

  1. Erfurter Matrikel 2, 242.
  2. Wormser Präsenzliste.
  3. Polit. Archiv Nr. 227.
  4. Polit. Archiv Nr. 160; Bestallung gedruckt Bd. 2 Nr. 49.
  5. Polit. Archiv Nr. 160.
  6. Revers in Urkunden, Bestallungen.
  7. Landgraf Philipps Dienerbuch Bd. I Bl. 233, Bd. II Bl. 2. Revers in Urkunden, Bestallungen. Die Bestallung war noch 1542 in Kraft (Polit. Archiv Nr. 649).
  8. Polit. Archiv Nr. 453.
  9. Bestallung gedruckt Bd. 2 Nr. 77.
  10. Kammerarchiv, Nachträge. 1580 bei Kopp 1, 285. 289 ist ein Irrtum.
  11. Rezeßbuch der Kanzlei in Cassel.
  12. Von amtlicher hessischer Adresse: Polit. Archiv, Braunschweig-Wolfenbüttel.
  13. Rezeßbuch der Casseler Kanzlei Bl. 184.
  14. Von Adresse des Landgrafen: Akten betr. Behörden und Beamte M. St. S. 8395/96.
  15. Die Räte in Cassel berichten allerdings am 17. Dezember an Landgraf Wilhelm, das gestern zu nacht der almechtige got den hern stathaltern Rudolf Schencken von diesem jamertal zu sich in die ewige freude ervordert hat (Samtarchiv III, 290, 24 = Abt. Hersfeld. Teuthorn 5, S. 632 führt ihn zum Jahre 1580 (!) als Landvogt an der Werra an.
  16. Lauze II 2 S. 318. Lauze rühmt ihn: weil er ein trefflicher frommer und weyser man, auch von herzen geneigt gewesen, einen jedern, dorzu er fug und recht gehabt, zu befordern, soll sein gedechtnis billich auf die nachkommen, anderen vom adel zum exempel, behalten werden. Vom 6. April 1524 datiert die Eheberedung zwischen Rudolf Schenk von Schweinsberg, Guntrams Sohn, und Helene von Doringenberg, Wilhelms Tochter (Archiv der Freiherrn von Dörnberg). Rudolf Schenks Schwester Margarethe heiratete in zweiter Ehe seinen Vorgänger im Statthalteramt Siegmund von Boyneburg. Rudolfs Brüder waren Hermann Rudolf Sch. (Schenk-Knetsch III 57) und Hupert Sch. (XI 1). Siehe auch den Artikel ADB 31, 65.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schenk zu Schweinsberg, Rudolf“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/21025_schenk-zu-schweinsberg-rudolf> (aufgerufen am 20.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/21025