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Meister Johann
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Zum goldenen Hirsch zu Frankfurt, Arzt, wird 1467 Ende Juli auf Anordnung Landgraf Heinrichs III. zu dessen Marschall Johann Hugk nach Ziegenhain geholt, als dieser gestürzt war1. Anfang September d. J. ruft ihn der Landgraf von Frankfurt nach Gießen, als der dortige Amtmann Friedrich v. Reifenberg erkrankt war2. Er dürfte identisch sein mit dem 1470 August 6 vom Landgrafen angeschriebenen Meister Johann dem Arzt zu Ursel3, der als Meister Johann der Wundarzt von Ursel dem Landgrafen auch 1473 Dienste leistet4. 1476 Mai 4 zieht ihn Landgraf Heinrich III. neben Bartholomäus von Eten als zweiten Arzt während seiner Wiesbadener Badekur hinzu5. Weitere Dienstleistungen im landgräflichen Auftrag sind nachweisbar 1476 November 216, 1477 August7, 1478 Februar 148, 1479 August 319, 1480 Mai 2910 und 1481 August 711. – 1481 April12 und November 3013 und 1482 August 3114 ist Meister Johann von Ursel als Kellner zu Butzbach belegt und wird noch 1487 vom Knecht des hessischen Marschalls [Johann Schenk zu Schweinsberg] ins Emser Bad geholt15.
Zum goldenen Hirsch zu Frankfurt, Arzt, wird 1467 Ende Juli auf Anordnung Landgraf Heinrichs III. zu dessen Marschall Johann Hugk nach Ziegenhain geholt, als dieser gestürzt war1. Anfang September d. J. ruft ihn der Landgraf von Frankfurt nach Gießen, als der dortige Amtmann Friedrich v. Reifenberg erkrankt war2. Er dürfte identisch sein mit dem 1470 August 6 vom Landgrafen angeschriebenen Meister Johann dem Arzt zu Ursel3, der als Meister Johann der Wundarzt von Ursel dem Landgrafen auch 1473 Dienste leistet4. 1476 Mai 4 zieht ihn Landgraf Heinrich III. neben Bartholomäus von Eten als zweiten Arzt während seiner Wiesbadener Badekur hinzu5. Weitere Dienstleistungen im landgräflichen Auftrag sind nachweisbar 1476 November 216, 1477 August7, 1478 Februar 148, 1479 August 319, 1480 Mai 2910 und 1481 August 711. – 1481 April12 und November 3013 und 1482 August 3114 ist Meister Johann von Ursel als Kellner zu Butzbach belegt und wird noch 1487 vom Knecht des hessischen Marschalls [Johann Schenk zu Schweinsberg] ins Emser Bad geholt15.
Nachweise
Fußnoten
- Rechn. I, Gießen (51/4 Bl. 25, 26). ↑
- Ebd. 51/4 Bl. 26v. ↑
- Ebd. 51/5 Bl. 23. ↑
- Ebd. 51/7 Bl. 20v. Er hat damals anscheinend Eberhard v. Holdinghausen verarztet (ebd.). ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (5/15 Bl. 5). ↑
- Ebd. 2/1 Bl. 23v. ↑
- Rechn. I, Marburg Rentmeister (75/3 Bl. 37v.). ↑
- Rechn. I, Borken (34/6 S. 112). – 1487 April 13 erhält Meister Johann von Ursel 11 fl. (verzeichnet unter der Rubrik: Dienstgeld in Rechn. I, Marburg Kammerschreiber 2/2 Bl. 69). ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (5/3 Bl. 18). Er ist als Arzt bei dem erkrankten Johann von Nordeck zur Rabenau in Limburg, wo sich dieser in Begleitung Landgraf Heinrichs III. bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen befindet (vgl. Demandt, Katz. Regg. Nr. 6282/23). ↑
- Rechn. I, Gießen (51/8 Bl. 4v.). – Im gleichen Jahr ist Meister Johann Ursel als Arzt für die Marburger Deutschordensbrüder tätig (Best. 106b, DO-Rechn. I/1480 Bl. 6v.). ↑
- Rechn. I, Ziegenhain (118/4 Bl. 14v. hinten): meister Johann von Ursel und sine geselle 3 pherde eyn nacht. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (7/6 Bl. 9v.): vielleicht ist er identisch mit dem 1480 März 10 als Kellner zu Butzbach genannten Johann Firbach (siehe dort). ↑
- Kopiar 15 Nr. 11. ↑
- Rechn. I, Butzbach (36/5a Bel.). ↑
- Rechn. I, Oberrosbach (85/6 Bl. 39v.). ↑
Quellen
- HStAM Bestand K Nr. 15
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 2/1
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 2/2
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 5/15
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 118/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 7/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 85/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 5/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 75/3
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 34/6
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 36/5
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 51/7
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 51/8
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 51/4
- HStAM Bestand Rechn. I Nr. 51/5
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 420, Nr. 1456.
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
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„Johann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20981_johann> (aufgerufen am 18.04.2026)
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