Im Hofe, Dietrich
belegt seit
1367 belegt bis
30.12.1370 Beruf
Oberrentmeister, Schöffe, Bürgermeister GND-Explorer
139572069XAndere Namen
Weitere Namen
Imhof, Dietrich
Wirken
Lebensorte
Marburg
Familie
Vater
Imhof, Ludwig
Mutter
N.N., Aba
Leben
Aus der Biografie
Nachweise
Fußnoten
- Er war der Sohn von Ludwig und Aba Imhof in Marburg (siehe Anm. 4). ↑
- Es entspricht nicht seiner Stellung, ihn [nur] als Rentmeister in Marburg zu bezeichnen (Diefenbach, Kreis Marburg S. 248), denn abgesehen davon, daß er niemals so heißt, war er wie seine Vorgänger Dietrich von Eckelshausen und Pfarrer Stephan von Alsfeld und sein Nachfolger Pfarrer Heinrich von Meiches unmittelbarer landgräflicher Rentmeister, d. h. Beamter mit übergeordneten Funktionen (vgl. Küch, Salbücher ZHG 39, 1905 S. 162 ff). Wir bezeichnen sie daher als Oberrentmeister. ↑
- So 1367 August 23, September 27, September 30, November 11 und November 12 (zahlreiche Urkunden), November 29, Dezember 11 usw. (Urkk., Quittungen). Er führt immer den oben genannten Titel: Rentmeister Landgraf Heinrichs. Er kann daher auch nicht [nur] als Rentmeister in Grünberg bezeichnet werden, wie dieses Müller, Kreis Gießen S. 185 tut. ↑
- Wyß, DO-UB III Nr. 1114, 1115. Dietrich stiftete damals beim Deutschen Orden in Marburg ein Seelgeräte für seine Eltern, den Marburger Schöffen Ludwig Imhof und dessen Frau Aba. – Das dort überlieferte Siegel Dietrichs beschreibt Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 511. ↑
- Vgl. Albrecht Eckhardt, Besitz und Einkünfte der Kugelherren zu Marburg [Die Imhofs waren die Stifter des Marburger Fraterhauses] HJL 17, 1967. ↑
- Vgl. Küch, Salbücher (ZHG 39, 1905) S. 163. Als Bürgermeister ist er 1359, 1362, 1363, 1365 belegt (Wyß, DO-UB II Nr. 991 und III Nr. 1012; Baur, Hessische Urkunden I Nr. 974 und Wyß, DO-UB III Nr. 1059). – Von diesem Dietrich Imhof ist Meister Dietrich Imhof, Kanoniker zu St. Stephan zu Mainz zu unterscheiden, der 1376 Juli 21 starb und dessen Schüler Ludwig 1374 einen Zins von 6 Groschen aus der Marburger Rente erhielt (Küch, Salbücher in ZHG 39, 1905 S. 173 mit Anm. 1). ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 412, Nr. 1413
- Eckhardt, Besitz und Einkünfte der Kugelherren in Marburg, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 17 (1967), S. 112-137
- Diefenbach, Der Kreis Marburg. Seine Entwicklung aus Gerichten, Herrschaften und Ämtern bis ins 20. Jahrhundert, Marburg 1943
- Wolfgang Müller, Die althessischen Ämter im Kreise Gießen, Marburg 1940
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1; Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 2: 1300–1359, Leipzig 1884
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1, Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 3: 1360–1399, Leipzig 1899
- Küch, Die ältesten Salbücher des Amtes Marburg, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 39 (1905), S. 145-258
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 1, Marburg 1918
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Im Hofe, Dietrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20936_im-hofe-dietrich> (aufgerufen am 18.04.2026)
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