Herda, Philipp der Ältere von
Familie
Partner
Weilnau, Else von
Verwandte
- Herda, Philipp der Jüngere von <Bruder>, belegt 1485–26.4.1491, Diener, Rat, Landdrost
- Herda, Mangold von <Sohn>, belegt 13.2.1490–22.1.1516, Amtmann
- Herda, Rabe von <Sohn>, belegt 21.5.1462–10.10.1504, Diener, Hofmeister, Amtmann, Marschall, Rat, Statthalter, Schiedsmann
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Und sein Bruder Philipp der Jüngere leihen 1443 Februar 22 Landgraf Ludwig I. 500 fl. Davon löst er mit 300 fl. den Anteil des von Leimbach am landgräflichen Teil des Schlosses Barchfeld ein und überträgt ihn den Brüdern amtsweise, während er ihnen für die restlichen 200 fl. ein Erbburglehen zusagt. Die Wiedereinlösung des Anteiles an Barchfeld ist mit 500 fl. bei vierteljährlicher Kündigung jederzeit möglich1. Philipp der Ältere ist fuldischer Marschall 1453 Mai 252, 1454 November 253 und wieder 1464 Januar 254. Philipp der Ältere ist Marschall Landgraf Ludwigs II. 1461 Mai 185, 1462 August 20 und November 216. Küchenmeister Landgraf Ludwigs II. 1465 Juli/August7. Im landgräflichen Dienst auch 1465 November 24 bezeugt8. 1470 November 25 erhält er das „Burgamt“ zu Vacha9. 1476 April zahlt ihm der Rentmeister zu Borken auf landgräflichen Befehl 20 fl. aus10. Im September 1484 ist er im Dienst Erzbischof Hermanns von Köln nachweisbar11.
Und sein Bruder Philipp der Jüngere leihen 1443 Februar 22 Landgraf Ludwig I. 500 fl. Davon löst er mit 300 fl. den Anteil des von Leimbach am landgräflichen Teil des Schlosses Barchfeld ein und überträgt ihn den Brüdern amtsweise, während er ihnen für die restlichen 200 fl. ein Erbburglehen zusagt. Die Wiedereinlösung des Anteiles an Barchfeld ist mit 500 fl. bei vierteljährlicher Kündigung jederzeit möglich1. Philipp der Ältere ist fuldischer Marschall 1453 Mai 252, 1454 November 253 und wieder 1464 Januar 254. Philipp der Ältere ist Marschall Landgraf Ludwigs II. 1461 Mai 185, 1462 August 20 und November 216. Küchenmeister Landgraf Ludwigs II. 1465 Juli/August7. Im landgräflichen Dienst auch 1465 November 24 bezeugt8. 1470 November 25 erhält er das „Burgamt“ zu Vacha9. 1476 April zahlt ihm der Rentmeister zu Borken auf landgräflichen Befehl 20 fl. aus10. Im September 1484 ist er im Dienst Erzbischof Hermanns von Köln nachweisbar11.
Nachweise
Fußnoten
- Kopiar 4 Nr. 459. ↑
- Becker, Die Riedesel II Nr. 785 (er heißt hier einfach Philipp v. H.). ↑
- An diesem Tag verpfändet Abt Reinhard von Fulda dem fuldischen Marschall Philipp von Herda dem Älteren und seiner Frau Else von Weilnau für 500 fl. das halbe Amt und Schloß Lengsfeld, das er bis dahin als Amtmann innehatte (Kopiar 432 Nr. 427; Kopiar 435 Bl. 134 ff.). Die Söhne Philipps des Älteren und seiner Frau Else waren Mangold und Rabe. ↑
- Kopiar 435 Nr. 564 (Bl. 329v., 331!): Philipp von Herda der Ältere ↑
- Küther, Vacha S. 253 Nr. 97. Er heißt Philipp der Ältere und wird Marschall zu Hessen genannt. Mitgenannt werden seine Frau Else von Weilnau und ihre Söhne Rabe und Mangold. Rabe war 1483 April 6 mit einer Katharina, Mangold mit einer Ursula verheiratet (ebd. S. 259 Nr. 113). ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 158. Dabei wird er November 21 unsers alden hern marschalg genannt, das ist aber nicht etwa Landgraf Ludwig I, sondern der ältere der beiden Brüder Ludwig und Heinrich, Landgraf Ludwig II. ↑
- Becker, Die Riedesel II Nr. 1629. ↑
- Rechn. I, Melsungen (81/22 Bl. 9). ↑
- Rechn. I, Vacha (111/16 Bl. 4): daz borgkampt hab ich ingeantwort jungker Lips von Herde dominica ante Andree anno 70, daz stet mir voran nicht me tzu berechen (sagt der Rentmeister Murhard). ↑
- Rechn. I, Borken (34/5 Bl. 11v): Philipp d.Ä. ↑
- Rechn. I, Treysa (110/20 Bl. 3). – Ebd. Ziegenhain (119/1 Bl. 17). ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 337, Nr. 1184.
- Küther, Vacha und sein Servitenkloster im Mittelalter, Köln 1971
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 95
- Becker, Die Riedesel zu Eisenbach, Bd. 2: Riedeselisches Urkundenbuch 1200 bis 1500, Offenbach am Main 1924
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 2, Marburg 1931
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Herda, Philipp der Ältere von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20669_herda-philipp-der-aeltere-von> (aufgerufen am 19.04.2026)
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