Hatzfeld, Wiegand von
Andere Namen
Weitere Namen
Hatzfeld, Wigand%von
Wirken
Lebensorte
Mellnau
Familie
Vater
Hatzfeld, Kraft von, belegt 25.6.1370–17.11.1392, Ritter, Pfandinhaber
Verwandte
- Hatzfeld, Kraft von <Bruder>
- Eisenbach, Grete von <Schwester>, verheiratet mit Johann von Eisenbach
- Hatzfeld, Wiegand von <Sohn>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, übergibt laut Mitteilung von 1392 November 17 an Erzbischof Konrad von Mainz das ihm übertragene Amt Mellnau vertretungsweise an seinen Vater Kraft von Hatzfeld der Ältere und seinen Bruder Kraft, Ritter, weil er außer Landes reiten will1; er besitzt dieses Amt noch 1399 November 16 und wieder ab 1401 Januar 21 zusammen mit seinem Bruder Kraft d. J.2. Mainzischer Amtmann zu Rosenthal ab 1395 Juli 29 und noch 1399 November 16 und wieder ab 1401 Januar 21 mit Kraft d. J.3. 1409 Januar 30 ist er einer der hessischen Bürgen für Landgraf Hermann bei der Hochzeit von dessen Tochter Margarethe mit Herzog Heinrich von Braunschweig für die Entrichtung des Heiratsgeldes4. Heimlicher Landgraf Ludwig I. 1414 Juni 215, ist als solcher Bürge und Siegler für Landgraf Ludwig I. in dessen 10jährigem Bündnis mit Landgraf Friedrich von Thüringen, worin dieser Ludwig die Hälfte der von Landgraf Hermann verlorenen Städte Eschwege, Sontra und Wanfried auf Vertragsdauer wieder überläßt6. Wiegand lebt noch 1425 Juli7, ist aber anscheinend vor 1426 April 17 verstorben8. Hans von Eisenbach bezeichnet ihn 1397 Januar 9 als seinen Schwager9. Wiegand war ein Bruder Gretes, die 1398 Februar 15 als Frau Johanns von Eisenbach bekundet, daß Landgraf Hermann ihr und ihren Brüdern 1000 fl. schuldet10.
Ritter, übergibt laut Mitteilung von 1392 November 17 an Erzbischof Konrad von Mainz das ihm übertragene Amt Mellnau vertretungsweise an seinen Vater Kraft von Hatzfeld der Ältere und seinen Bruder Kraft, Ritter, weil er außer Landes reiten will1; er besitzt dieses Amt noch 1399 November 16 und wieder ab 1401 Januar 21 zusammen mit seinem Bruder Kraft d. J.2. Mainzischer Amtmann zu Rosenthal ab 1395 Juli 29 und noch 1399 November 16 und wieder ab 1401 Januar 21 mit Kraft d. J.3. 1409 Januar 30 ist er einer der hessischen Bürgen für Landgraf Hermann bei der Hochzeit von dessen Tochter Margarethe mit Herzog Heinrich von Braunschweig für die Entrichtung des Heiratsgeldes4. Heimlicher Landgraf Ludwig I. 1414 Juni 215, ist als solcher Bürge und Siegler für Landgraf Ludwig I. in dessen 10jährigem Bündnis mit Landgraf Friedrich von Thüringen, worin dieser Ludwig die Hälfte der von Landgraf Hermann verlorenen Städte Eschwege, Sontra und Wanfried auf Vertragsdauer wieder überläßt6. Wiegand lebt noch 1425 Juli7, ist aber anscheinend vor 1426 April 17 verstorben8. Hans von Eisenbach bezeichnet ihn 1397 Januar 9 als seinen Schwager9. Wiegand war ein Bruder Gretes, die 1398 Februar 15 als Frau Johanns von Eisenbach bekundet, daß Landgraf Hermann ihr und ihren Brüdern 1000 fl. schuldet10.
Nachweise
Fußnoten
- StA. Würzburg MIB 12 fol. 148. ↑
- Falk, Mainzer Behördenorganisation S. 87 Nrr. 118, 120. ↑
- Ebd. ↑
- Gundlach III S. 318. ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen I Nr. 80. ↑
- Eckhardt, Eschweger Rechtsquellen I Nr. 161. ↑
- Rechn. I, Frankenberg (48/1 Bl. 8): damals nimmt er noch im Gefolge Landgraf Ludwigs I. an der großen Frankenberger Ablaßfeier teil. ↑
- Das ist vielleicht daraus zu schließen, daß er im zweiten Vertrag Landgraf Ludwigs mit Landgraf Friedrich von Thüringen von diesem Tage über Eschwege, Sontra und Wanfried nicht mehr erscheint (Eckhardt, Eschweger Rechtsquellen Nr. 171). Nach Landau, Ritterburgen IV ist er schon 1423 gestorben. Dann muß sich die Nachricht von 1425 (siehe Anm. 5) auf seinen gleichnamigen Sohn beziehen. ↑
- Rechn. I, Grünberg (58a/3 Bel.). ↑
- Urkk., Quittungen. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 313, Nr. 1058.
- Eckhardt, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Eschwege, Bd. 1, Marburg 1959
- Falk, Die Mainzer Behördenorganisation in Hessen und auf dem Eichsfelde bis zum Ende des 14. Jahrhunderts, Marburg 1930
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 90
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 1, Marburg 1918
- Landau, Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Bd. 4, Kassel 1839
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hatzfeld, Wiegand von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20555_hatzfeld-wiegand-von> (aufgerufen am 22.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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