Hatzfeld, Guntram von
belegt seit
7.9.1332 gestorben
vor 11.1.1383 Beruf
Ritter, Treuhänder, Pfandinhaber, Schiedsmann, Obmann GND-Explorer
1394129270Familie
Vater
Hatzfeld, Gottfried von, belegt 2.11.1305–29.6.1320, Ritter, Amtmann, Schiedsmann
Mutter
Schenk zu Schweinsberg, Gertrud
Partner
Obentraut, Irmgard von, Tochter des Heinrich von Obentraut und seiner Frau Ingilhild
Verwandte
- Hatzfeld, Kraft(II.) von <Bruder>
- Hatzfeld, Kraft (IV.) von <Bruder>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Sohn Gottfrieds von Hatzfeld1, Parteigänger der Erzbischöfe von Mainz oder der Landgrafen von Hessen, je nach Lage, nimmt 1332 September 7 die Hälfte der Burg und Herrschaft Hatzfeld von Mainz zu Lehen2, bekennt aber 1337 August 30, daß er die Burg von Landgraf Heinrich II. von Hessen zu Lehen trägt3; wird 1348 Dezember 6 zusammen mit seinem Bruder Kraft mainzischer Pfandinhaber der Burg Mellnau und des mainzischen Teiles an Wetter4, 1353 März 12 aber (zusammen mit Kraft Rode) Treuhänder der Pfandinhaber der Ämter Marburg-Biedenkopf und Wetter hessischen Teils5. 1354 Mai 10 bürgt Guntram für Landgraf Heinrich gegenüber Erzbischof Gerlach von Mainz6 und 1357 Dezember 6 gegenüber Graf Philipp von Solms7. 1355 August 10 ist er landgräflicher Schiedsmann zwischen Landgraf und Erzbischof8. 1365 Mai 31 erhält er von den landgräflichen Finanzbeamten 212 Tn. als die Hälfte seines Anteils an dem Pfande, das der Kaiser dem Landgraf Heinrich versetzt hatte9. 1368 November 14 quittiert er über weitere 500 fl., die er von Landgraf Heinrich als sein Anteil am gleichen Pfande erhalten hat10. 1379 Januar 9 vermittelt er auf Veranlassung Graf Wilhelms von Katzenelnbogen als einer der vier Obmänner des Jahres einen dreijährigen Vertrag zwischen der Rittergesellschaft „Vom Horne“ und Landgraf Hermann zu gegenseitiger Hilfe11. 1383 Januar 11 wird er als verstorben bezeichnet12. – Er war verheiratet mit Irmgard, Tochter des Heinrich von Obentraut (oder von Oberod?) und dessen Frau Ingilhild13.
Ritter, Sohn Gottfrieds von Hatzfeld1, Parteigänger der Erzbischöfe von Mainz oder der Landgrafen von Hessen, je nach Lage, nimmt 1332 September 7 die Hälfte der Burg und Herrschaft Hatzfeld von Mainz zu Lehen2, bekennt aber 1337 August 30, daß er die Burg von Landgraf Heinrich II. von Hessen zu Lehen trägt3; wird 1348 Dezember 6 zusammen mit seinem Bruder Kraft mainzischer Pfandinhaber der Burg Mellnau und des mainzischen Teiles an Wetter4, 1353 März 12 aber (zusammen mit Kraft Rode) Treuhänder der Pfandinhaber der Ämter Marburg-Biedenkopf und Wetter hessischen Teils5. 1354 Mai 10 bürgt Guntram für Landgraf Heinrich gegenüber Erzbischof Gerlach von Mainz6 und 1357 Dezember 6 gegenüber Graf Philipp von Solms7. 1355 August 10 ist er landgräflicher Schiedsmann zwischen Landgraf und Erzbischof8. 1365 Mai 31 erhält er von den landgräflichen Finanzbeamten 212 Tn. als die Hälfte seines Anteils an dem Pfande, das der Kaiser dem Landgraf Heinrich versetzt hatte9. 1368 November 14 quittiert er über weitere 500 fl., die er von Landgraf Heinrich als sein Anteil am gleichen Pfande erhalten hat10. 1379 Januar 9 vermittelt er auf Veranlassung Graf Wilhelms von Katzenelnbogen als einer der vier Obmänner des Jahres einen dreijährigen Vertrag zwischen der Rittergesellschaft „Vom Horne“ und Landgraf Hermann zu gegenseitiger Hilfe11. 1383 Januar 11 wird er als verstorben bezeichnet12. – Er war verheiratet mit Irmgard, Tochter des Heinrich von Obentraut (oder von Oberod?) und dessen Frau Ingilhild13.
Nachweise
Fußnoten
- Otto, Mainzer Regg. Nr. 4071. Gottfried war damals (1337 August 30) schon verstorben. Als seine Söhne werden Guntram (I.), Kraft (II.) und Kraft (IV) von Hatzfeld bezeichnet. ↑
- Ebd. Nr. 3248. ↑
- Ebd. Nr. 4071. Er gesteht daher dem Landgrafen das Öffnungsrecht an der Burg zu, allerdings nicht gegen das Erzbistum Mainz. So schon in der Auflassung der Burg an Landgraf Otto I. durch die Brüder Gottfried und Kraft von Hatzfeld von 1311 September 20 (Vogt, Mainzer Regg. Nr. 1450). ↑
- Otto, Mainzer Regg. Nrr. 5708, 5712. ↑
- Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 12 Anm. 3. Die Pfandinhaber waren Johann von Breidenbach und Wiegand von Sichertshausen. ↑
- Vigener, Mainzer Regg. Nr. 133. ↑
- Wenck, Hessische Geschichte II UB Nr. 379. ↑
- Vigener, Mainzer Regg. Nr. 373. ↑
- Urkk., Quittungen. Was für ein Pfand das war, wird nicht gesagt. ↑
- Ebd. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Ritterbündnisse. ↑
- Urkk., Lehen von Hatzfeld. ↑
- Otto, Mainzer Regg. Nr. 3447 zu 1335 August 13. S. jedoch Nr. 2198 Anm. 4. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 310, Nr. 1051
- Otto, Regesten der Erzbischöfe von Mainz von 1289–1396, Abt. 1: 1289–1353. Bd. 2: 1328–1353, Leipzig 1935
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 89
- Vigener, Regesten der Erzbischöfe von Mainz von 1289–1396, Abt. 2: 1354–1396, Bd. 1: 1354–1371, Leipzig 1913
- Vogt, Regesten der Erzbischöfe von Mainz von 1289–1396, Abt. 1: 1289–1353. Bd. 1: 1289–1328, Leipzig 1913
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 1, Marburg 1918
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hatzfeld, Guntram von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20545_hatzfeld-guntram-von> (aufgerufen am 22.04.2026)
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