Hatzfeld, Gottfried von

 
belegt seit
1.10.1413
belegt bis
1.7.1425
Beruf
Amtmann, Rat
GND-Explorer
1394127782

Andere Namen

Weitere Namen

Hatzfeld gen. Rau, Gottfried%von

Wirken

Funktion

  • Frankenberg (Eder), Amtmann, 1413-1414

Lebensorte

Frankenberg (Eder)

Familie

Vater

Hatzfeld, Johann von

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Hatzfeld, Gottfried von, gen. Rau (de Ruwe)1, Sohn Johanns, wird von Landgraf Ludwig I. 1413 Oktober 1 für ein Jahr zum Amtmann in Frankenberg bestellt gegen Überweisung bestimmter Amtsgefälle unter Ausschluß der Befischung des dortigen Teiches und der 5-Schilling-Bußen, die sich der Landgraf vorbehält. Gottfried soll in Frankenberg wohnen, seine Knechte und Pferde selber verköstigen und das Amt auf eigene Kosten schützen. Im landgräflichen Dienst außerhalb des Amtes erhält er Futter und Brot und Ersatz seines reisigen Schadens. Mit Gericht und Gefällen hat er außer dem ihm Zugewiesenen nichts zu schaffen, die stehen dem Schultheißen zu2. Unter den Räten und Amtleuten Landgraf Ludwigs 1414 Juni3. 1419 Februar 22 quittiert er der Stadt Köln über 130 fl. für seine Vermittlung zwischen der Stadt einer- und Herzog Otto von Braunschweig und Landgraf Ludwig von Hessen andererseits4. 1425 Juli 1 Teilnehmer an der großen Frankenberger Ablaßfeier im Gefolge Landgraf Ludwigs I., der seine ganze Freundschaft dorthin eingeladen hatte, die mit 150 Pferden erschien5.

Nachweise

Fußnoten

  1. Dieser Zuname schon 1409 Januar 21 als Johann von Hatzfeld d. Ä. und sein Sohn Gottfried gen. Rau auf alle Ansprüche an den † Grafen Diether von Katzenelnbogen und seine Sohn Johann verzichten (Katz. Regg. 2606); ferner in der Bestallung von 1413 Oktober 31 (siehe Anm. 2) und in Rechn. I, Frankenberg (48/1 Bl. 8). Er ist demnach zu unterscheiden von dem 1405 genannten Gottfried von Hatzfeld gen. der Buechirner, Sohn des † Gottfried von Hatzfeld (Eckhardt, Oberhessische Klöster II Nr. 636).
  2. Urkk., Samtarchiv Nachtr. 2, 60. – Kopiar 4 Nr. 263.
  3. Kopiar 4 Nr. 292. – Küch, Marburger Rechtsquellen Nr. 80.
  4. Diemar, Köln und Hessen (MOHG NF 8, 1899).
  5. Rechn. I, Frankenberg (48/1 Bl. 8). Da er hier den Beinamen Rau führt, scheint seine Identität gesichert, aber sein gleichnamiger Sohn führte diesen Beinamen ebenfalls (siehe dort). Jedoch dürfte dieser, dessen Beziehungen zum Landgrafen erst ein Jahrzehnt später erkennbar sind, nicht damals schon von ihm zu seiner „Freundschaft“ gerechnet worden sein. Die Vermutung Landaus, Ritterburgen IV S. 151, daß Gottfried d. Ä. um 1422 gestorben sei, ist demnach um einige Jahre weiter zu fassen.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hatzfeld, Gottfried von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20538_hatzfeld-gottfried-von> (aufgerufen am 14.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/20538