Andere Namen
Weitere Namen
Gulden, Johann%von Grünberg
Ofleiden, Johannes%von
Wirken
Lebensorte
Grünberg
Familie
Partner
Linden, Gertrud von
Verwandte
- Gulden, Meingoz <Bruder>, belegt 22.10.1264–21.5.1257, Ritter, Amtmann, Ministerial
- Ofleiden, Kraft von <Bruder>
- Gulden von Grünberg, Meingoz <Bruder>
- Gulden, Johannes <Sohn>
- Schenk, Guda <Tochter>, verheiratet mit Eberhard Schenk
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Von Ofleiden1, Bruder des Meingoz [Gulden]2, Schultheiß (sculthetus) zu Grünberg 1250 Januar 23 und Mai 184 und Juli 15, 1251 s. d.6 und 1251 März7, 1256 April 68, 1257 Dezember 19; Schultheiß der Herzogin [Sophie] zu Grünberg 1260 Mai 1110 und einer ihrer engsten Gefolgsleute von 1248 Oktober 20 bis 1261 März 2211. Im Februar 1250 begleitet er sie auf die Wartburg, als sie dort Markgraf Heinrich von Meißen als Vormund ihres Sohnes Heinrich die Wartburg und das ganze Land Hessen auf 10 Jahre überträgt12. 1254 Oktober 7 ist er Bürge der Landgräfin Sophie gegenüber Herzog Albrecht von Braunschweig für die Mitgift ihrer Tochter Elisabeth13. Im Langsdorfer Frieden zwischen Hessen und Mainz von 1263 September 10 ist Gulden nicht nur Bürge der Landgräfin gegenüber Erzbischof Werner von Mainz, sondern auch Mitglied der Kommission zur Feststellung der mainzischen Lehnseigenschaft bestimmter Güter14. Seitdem ist er ebenso häufig wie unter Sophie im Gefolge Landgraf Heinrichs von 1264 Oktober 30 bis 1277 Februar 2215, Johann gehört der Grünberger Burgmannschaft an, an deren Spitze er wegen seiner dortigen Amtstätigkeit steht und heißt danach wiederholt Gulden von Grünberg16. 1269 Mai 21 werden Johann und sein Bruder Meingoz Ministerialen Landgraf Heinrichs genannt17. 1272 Juli 8 ist er Bürge für Landgraf Heinrich in dessen Sühne- und Schiedsverhandlungen mit dem Mainzer Erzbischof und wird am gleichen Tage in dem zwischen Mainz und Hessen vereinbarten Landfrieden von Landgraf Heinrich (zusammen mit Rupert von der Nuhne) zum Landfriedensrichter für Oberhessen eingesetzt18. Wohl noch in dieser Eigenschaft entscheiden beide 1276 November 29 einen Streit zwischen dem Deutschen Hause in Marburg und einem Mainzer Untertan zu Amöneburg über die Mühle zu Heuchelheim19. – 1294 Dezember 13 stiftet Gertrud von Linden, Witwe des Ritters Johann Gulden von Grünberg im Kloster Arnsburg eine Seelenmesse für sich, ihre Eltern und Vorfahren und ihren Sohn Johannes mit Zustimmung des Sohnes Meingoz und dessen Schwagers, des Ritters Eberhard Schenk zu Schweinsberg20.
Von Ofleiden1, Bruder des Meingoz [Gulden]2, Schultheiß (sculthetus) zu Grünberg 1250 Januar 23 und Mai 184 und Juli 15, 1251 s. d.6 und 1251 März7, 1256 April 68, 1257 Dezember 19; Schultheiß der Herzogin [Sophie] zu Grünberg 1260 Mai 1110 und einer ihrer engsten Gefolgsleute von 1248 Oktober 20 bis 1261 März 2211. Im Februar 1250 begleitet er sie auf die Wartburg, als sie dort Markgraf Heinrich von Meißen als Vormund ihres Sohnes Heinrich die Wartburg und das ganze Land Hessen auf 10 Jahre überträgt12. 1254 Oktober 7 ist er Bürge der Landgräfin Sophie gegenüber Herzog Albrecht von Braunschweig für die Mitgift ihrer Tochter Elisabeth13. Im Langsdorfer Frieden zwischen Hessen und Mainz von 1263 September 10 ist Gulden nicht nur Bürge der Landgräfin gegenüber Erzbischof Werner von Mainz, sondern auch Mitglied der Kommission zur Feststellung der mainzischen Lehnseigenschaft bestimmter Güter14. Seitdem ist er ebenso häufig wie unter Sophie im Gefolge Landgraf Heinrichs von 1264 Oktober 30 bis 1277 Februar 2215, Johann gehört der Grünberger Burgmannschaft an, an deren Spitze er wegen seiner dortigen Amtstätigkeit steht und heißt danach wiederholt Gulden von Grünberg16. 1269 Mai 21 werden Johann und sein Bruder Meingoz Ministerialen Landgraf Heinrichs genannt17. 1272 Juli 8 ist er Bürge für Landgraf Heinrich in dessen Sühne- und Schiedsverhandlungen mit dem Mainzer Erzbischof und wird am gleichen Tage in dem zwischen Mainz und Hessen vereinbarten Landfrieden von Landgraf Heinrich (zusammen mit Rupert von der Nuhne) zum Landfriedensrichter für Oberhessen eingesetzt18. Wohl noch in dieser Eigenschaft entscheiden beide 1276 November 29 einen Streit zwischen dem Deutschen Hause in Marburg und einem Mainzer Untertan zu Amöneburg über die Mühle zu Heuchelheim19. – 1294 Dezember 13 stiftet Gertrud von Linden, Witwe des Ritters Johann Gulden von Grünberg im Kloster Arnsburg eine Seelenmesse für sich, ihre Eltern und Vorfahren und ihren Sohn Johannes mit Zustimmung des Sohnes Meingoz und dessen Schwagers, des Ritters Eberhard Schenk zu Schweinsberg20.
Nachweise
Fußnoten
- 1251 s. d. sind Zeugen einer in Grünberg ausgestellten Urkunde: Kraft von Ofleiden, sein Bruder Johannes, Schultheiß (villicus), Meingoz, Meingoz Knibo und sein Bruder Giso, Ritter (Eckhardt, Oberhessische Klöster III Nr. 972). ↑
- Wyß, DO-UB I Nr. 99 zu 1250 Mai 18 und ebd. III Nr. 1353 zu 1257 Dezember 1. – 1250 sind Zeugen der in Grünberg ausgestellten Urkunde: dominus Johannes villicus, dominus Meingotus Aureus, frater suus, dominus Gyso de Quecburne, dominus Richartdus Printsach, patruus domini Gysilberti [de Votdisberc] et fratris sui [Cunradi] et dominus Guntramus de Olpho; dominus Sygenandus de Buchesecko, dominus Arnoldus de Quecburne, dominus Cunradus Milchelinc iunior, Rupertus dictus de Nona et Emmercho Strebekotz. – 1257 sind Zeugen: Johannes scoltetus, frater suns Mengotus, Mengotus Knibo et Rykardus milites. ↑
- Franz, Haina I Nr. 177. Aus diesem Datum hat Küther, Grünberg S. 203 wohl zu Recht gefolgert, daß Johann schon 1249 im Amte war. ↑
- Siehe Anm. 2. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 1284. Mit ihm bezeugen die Urkunde: Kraft von Ofleiden, Meingoz [Gulden], die Brüder Giso und Meingoz [Knibo von Queckborn], Konrad Milchling und Widerold von Nordeck, alle Ritter und wie die in Anm. 3 und 5 genannten Zeugen Angehörige der Grünberger Burgmannschaft. ↑
- Siehe Anm. 1. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 1285. – Eckhardt, Oberhessische Klöster III Nr. 190. Johann steht hier (wie 1250 Juli 1) an der Spitze der Ritter Meingoz Gulden, der Brüder Meingoz und Giso [Knibo von Queckborn], Richard von Göns, Wiegand Wisegukel und Guntram von Ulfa. ↑
- Franz, Haina I Nr. 260. ↑
- Siehe Anm. 2. ↑
- Ebd. Nr. 328. ↑
- Grotefend-Rosenfeld LR Nrr. 17, 19, 49, 55, 66. ↑
- Ebd. Nrr. 26, 27. ↑
- Ebd. Nr. 50. ↑
- Ebd. Nrr. 76, 77. ↑
- Ebd. Nrr. 85, 92, 100, 104–107, 110, 116, 144, N135a, 150, 159, 165–167, 170, 182, 183, 201. ↑
- Ebd. Nrr. 92, 110, 116, 201. Er wohnte in Grünberg in einem Hof beim Turm (ebd. N 135a). ↑
- So vom Landgrafen selbst genannt ebd. Nr. 133. ↑
- Ebd. Nrr. 160, 161. ↑
- Wyß, DO-UB I Nr. 326. ↑
- Baur, Hessische Urkunden I Nr. 1303. Eberhard Schenk war mit Guda, Tochter von Johann und Gertrud Gulden verheiratet (Schenk-Knetsch, Stammtafeln III /1). Zeugen der Stiftung waren die Grünberger Burgmannen: Meingoz Gulden [von Grünberg] und Meingoz Knibo. – Meingoz von Grünberg, Ritter, wird noch 1305 August 29 genannt samt seinen beiden Söhnen Volpert und Heinrich, gen. von Sassen, die damals zu den Grünberger Schöffen zählen. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 284, Nr. 957
- Eckhardt, Die oberhessischen Klöster III: Regesten, Marburg 1977
- Küther, Grünberg. Geschichte und Gesicht einer Stadt in 8 Jahrhunderten, Gießen 1972
- Franz (Bearb.), Kloster Haina. Regesten und Urkunden, Bd. 1: 1144–1300, Marburg 1962
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 82
- Grotefend/Rosenfeld, Regesten der Landgrafen von Hessen, Bd. 1: 1247–1328, Marburg 1929
- Wyß, Hessisches Urkundenbuch, Abt. 1: Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen, Bd. 1: 1207–1299, Leipzig 1879
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gulden, Johann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20409_gulden-johann> (aufgerufen am 10.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/20409