Gleimenhain, Dietmar von

 
belegt seit
1351
belegt bis
29.8.1395
Beruf
Marschall, Fehdegenosse
GND-Explorer
1393314899

Familie

Partner

N.N., Hedwig

Verwandte

Gleimenhain, Dietmar von <Sohn>

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ist 1351 Marschall der Grafschaft Ziegenhain1 und ist wohl mit jenem Dietmar von Gleimenhain identisch, der 1370 Dorf und Gericht Haarhausen als landgräfliches Lehen erhält2, wobei seine Frau Hedwig und ihr Sohn Dietmar mitbelehnt werden. Dieser ist dann 1386 Mai 12 Bürge Landgraf Hermanns II. in dessen Waffenstillstand mit Markgraf Balthasar von Meißen3. 1387 Dezember 20 erhält er von Landgraf Hermann, der ihm 55 Mark Silber schuldet, zusammen mit Werner, Berthold, Konrad und Heinrich von Borken, denen der Landgraf 100 Mark schuldet, die Dörfer Wabern, Zennern und Dens (? Czenes) zum Pfand4. 1389 Oktober 10 bürgt Dietmar zusammen mit insgesamt 10 landgräflichen beamteten Dienern für Landgraf Hermann gegenüber Brun und Friedrich von dem Berge für eine Schuld von 1723 Pfd.5. Am gleichen Tage quittiert er dem Landgrafen über 14 Mark, die er von ihm zu beanspruchen hatte6. 1391 September 25 tritt er der unter dem Protektorat von Herzog Otto von Braunschweig und Landgraf Hermann stehenden Gesellschaft „Mit der Sichel“ bei“7 und gehört 1395 August 29 zu den Mannen und Fehdegenossen Landgraf Hermanns8.

Nachweise

Fußnoten

  1. Brauer, Ziegenhain S. 145.
  2. Kopiar 1 Nr. 157/9. – 1378 Juni 28 ist ein Dietmar von Gleimenhain gen. der Lange mainzischer Burgmann in Neustadt (Demandt, Fritzlarer Rechtsquellen Nr. 282 Anm. 2). Er ist gleichzeitig dort Pfandinhaber bis 1386 Juli 21 (Falk, Mainzer Behördenorganisation S. 86 Nr. 100).
  3. Cod. Dipl. Saxoniae I B1 Nr. 177.
  4. Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: v. Gleimenhain.
  5. Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von dem Berge. Dietmar dürfte demnach auch ein landgräfliches Amt innegehabt haben, doch ist unbekannt, welches; vielleicht war er Amtmann zu Borken (siehe Anm. 6).
  6. Urkk., Quittungen. – Nach Kopiar 2 Nr. 40 wohnte Dietmar 1397 November 11 in Borken.
  7. Urkk., Samtarchiv Schubl. 52 Nr. 13. – Zur politischen Bedeutung dieses Bundes vgl. Demandt, Corvey S. 165 ff.
  8. Armbrust, Göttingen (ZHG 41, 1908) S. 199 Nr. 49.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Gleimenhain, Dietmar von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20263_gleimenhain-dietmar-von> (aufgerufen am 15.04.2026)

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