Friedrich, Hans

 
belegt seit
7.6.1505
gestorben
10.6.1550
Beruf
Schreiber, Kellner
GND-Explorer
1392753376

Wirken

Lebensorte

Dornberg

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Von Gernsheim1, vielleicht identisch mit dem 1505 Juni 7 genannten Schreiber Johannes des Kammermeisters Rudolf von Waiblingen2, wird 1512 Mai 18 von Landhofmeister und Regenten zum Kellner in Dornberg bestellt. Er erhält die üblichen Einkünfte des dortigen Kellners und dazu 10 fl., 20 MI. Hafer und ½ Fd. Wein aus der Besoldung des vormaligen Landschreibers [der Obergrafschhaft] Hans [Tuchscherers] von Zwingenberg, dessen Aufgaben er mitübernehmen soll3. Er wird demgemäß 1513 Juli 12 Landschreiber zu Dornberg genannt4, heißt aber auch gemäß seiner Bestallung nur: Kellner zu Dornberg 15125, 15146, 1515 März 97. Er diente noch unter Landgraf Philipp lange Jahre8, starb am 10. Juni 1550 und liegt in der Kirche seines Amtssitzes zu Groß-Gerau begraben9.

Nachweise

Fußnoten

  1. Er dürfte nicht personengleich sein mit Henne von Gernsheim, der 1507 Schultheiß zu Bingenheim war und 18 fl. für ein Pferd vom Kammerschreiber erhielt (Rechn. I, Kassel Kammerschreiber 11/7 Bl. 8).
  2. Rechn. I, Ziegenhain (121/2 Bl. 104v.). Dieser Johannes ist wohl mit dem Johann von Gernsheim identisch, der 1508 Januar 10 dem Kammerschreiber 1392 ½ fl. vom Zollschreiber zu St. Goar ablieferte (Rechn. I, Kassel Kammerschreiber 11/9 Bl. 7).
  3. Kopiar 16 Bl. 172 ff.
  4. Rechn. I, Umstadt (111/4 Bel.).
  5. Rechn. I, Guldenweinzollrezesse (22/3 Bl. 18v.).
  6. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (11/10 Bl. 3v.).
  7. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (13a/6 Bel.). – Am 5. März 1515 rechnet er als Kellner zu Dornberg über das vergangene Amtsjahr ab (Rechn. I, Ämterrezesse 15/5 Bl. 81). – Am 7. März 1515 legt er in seiner Eigenschaft als Landschreiber der Obergrafschaft Rechnung (ebd. 15/5 Bl. 84). Als solcher rechnet er am gleichen Tage auch über den Guldenweinzoll der Obergrafschaft (wie schon 1512) sowie über den Rhein- und Landzoll zu Gernsheim ab (ebd. Bl. 85).
  8. 1530 Mai 1 stellt Landgraf Philipp dem Landschreiber Hans Friedrich eine Obligation über 700 fl. aus, von denen er dem Landgrafen bereits 1528 500 fl. geliehen hatte (Kopiar 28 Bl. 32). Da er ohne männlichen Erben starb, verfügte Landgraf Philipp 1550 Juli 10, daß Friedrichs Lehen an Dr. [Fischer gen.] Walter zu übertragen seien (Best. 3, Politisches Archiv Philipps d. Grm. Nr. 1011).
  9. Hier befindet sich sein wappengeschmückter Grabstein (vgl. Quartalbll. des Hist. Vereins für das Großherzogtum Hessen 1888 Nr. 3 S. 54).

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Friedrich, Hans“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/20012_friedrich-hans> (aufgerufen am 21.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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