Söllinger, Ernst

Söllinger, Ernst
Wirken
Werdegang
- 1902-1910 Besuch der Werktagsschule in München
- 1910-1914 Lehre zum Lithografen
- nach dem Abschluss beim Landesvermessungsamt München tätig
- ab 10.1915 Soldat im Bayerischen Infanterie-Leibregiment in München
- 1.10.1917 Verlust des linken Auges im Fronteinsatz in den Dolomiten
- 1918/19 Malschüler in München
- 1919 deutscher Rekordhalter im Weitsprung
- 1920-1923 Studium an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin, März 1923 Diplom
- 1921 Deutscher Weitsprung-Meister
- ab 1.4.1922 erster hauptamtlicher Sportlehrer der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1923 erstmals Leiter eines Skikurses für Studierende der Technischen Hochschule in Hirschegg im Kleinwalsertal
- 1928/29 Bau des von ihm angeregten Skifreizeitheims der Technischen Hochschule Darmstadt auf einer Bergkuppe bei Hirschegg
- 8.1930 Einweihung des nach seinen Vorstellungen erweiterten Hochschulstadions anlässlich der von ihm nach Darmstadt geholten 4. Internationalen Studentenmeisterschaften
- 10.8.1930 Amtsbezeichnung „Direktor“
- 1930 Auszeichnung mit der Preismünze in Silber der Stadt Darmstadt
- 1931 Gründungsdirektor des Instituts für Leibesübungen der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1933 Beitritt zur SA und dort Sportreferent
- 1934-1936 Reichstrainer der Ski-Nationalmannschaft
- 1936 Referent für Leibesübungen bei der hessischen Landesregierung
- 1936 Träger des Deutschen Olympia-Ehrenzeichens 2. Klasse
- 1.5.1937 Eintritt in die NSDAP
- 1938 Ernennung zum Regierungsrat und Akademischen Turn- und Sportlehrer
- 1938 auf seine Initiative hin Verwendung der Säulen des ehemaligen „Löwentores“ zur Ausstellung auf der Mathildenhöhe im Jahr 1914 für das Eingangstor des Hochschulstadion
- 4.1941-1943 Direktor des Instituts für Leibesübungen der Universität Frankfurt am Main
- 7.1941 Stattfinden der von ihm nach Darmstadt geholten „Reichswettkämpfe Studentinnen im Kriege“
- 11.9.1944 Fotograf der weitgehenden Zerstörung Darmstadts
- überwachte im Auftrag von Rektor Kurt Klöppel den Einsatz von Kriegsgefangenen bei den Aufräumarbeiten an der TH
- 8.5.1945 wegen seiner Verstrickung in den Nationalsozialismus von der amerikanischen Militärregierung vorläufig aus dem Staatsdienst entlassen
- 24.4.1946 endgültige Entlassung aus dem Staatsdienst durch die Amerikaner
- 1947 weitgehender Freispruch im Entnazifizierungsverfahren
- 1951-1960 Sportwart des Hessischen Skiverbands
- 1952 Erhalt einer Ehrenkarte für die Benutzung des Hochschulstadions vom Darmstädter TH-Rektor Hans Wolfgang Kohlschütter
- 1955 Rückgabe seines von der Militärregierung beschlagnahmten Hauses
- 1961: mit der Silberne Sportplakette der Stadt Darmstadt ausgezeichnet
- im Ruhestand Landschaftsmaler und Aussteller in der Darmstädter Kunstszene
- Mitglied im „Bund für freie und angewandte Kunst“
Netzwerk
- Muth, Fritz <Lehrer>
- Mollier, N. N. <Lehrer>
Lebensorte
München; Berlin; Darmstadt
Familie
Vater
Söllinger, Johann, Beamter, Litograf und Steindrucker
Mutter
Stark, Margarete
Partner
Beyer, Margarete, Heirat 1923, Tochter des Andreas Beyer, Zeichner, und der Barbara Glas
Nachweise
Quellen
Literatur
- Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 823 (Roland Koch)
- Wolf, Verzeichnis der Hochschullehrer der TH Darmstadt, Darmstadt 1977, S. 194
Weblinks
Bildquelle
HStAD Bestand H 3 Darmstadt Nr. 10295 (beschnitten)
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Söllinger, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/1997_soellinger-ernst> (aufgerufen am 11.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/1997