Söllinger, Ernst

 
geboren
5.6.1896 München
gestorben
6.1.1985 Darmstadt
Beruf
Sportpädagoge
GND-Explorer
119383721

Wirken

Werdegang

  • 1902-1910 Besuch der Werktagsschule in München
  • 1910-1914 Lehre zum Lithografen
  • nach dem Abschluss beim Landesvermessungsamt München tätig
  • ab 10.1915 Soldat im Bayerischen Infanterie-Leibregiment in München
  • 1.10.1917 Verlust des linken Auges im Fronteinsatz in den Dolomiten
  • 1918/19 Malschüler in München
  • 1919 deutscher Rekordhalter im Weitsprung
  • 1920-1923 Studium an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin, März 1923 Diplom
  • 1921 Deutscher Weitsprung-Meister
  • ab 1.4.1922 erster hauptamtlicher Sportlehrer der Technischen Hochschule Darmstadt
  • 1923 erstmals Leiter eines Skikurses für Studierende der Technischen Hochschule in Hirschegg im Kleinwalsertal
  • 1928/29 Bau des von ihm angeregten Skifreizeitheims der Technischen Hochschule Darmstadt auf einer Bergkuppe bei Hirschegg
  • 8.1930 Einweihung des nach seinen Vorstellungen erweiterten Hochschulstadions anlässlich der von ihm nach Darmstadt geholten 4. Internationalen Studentenmeisterschaften
  • 10.8.1930 Amtsbezeichnung „Direktor“
  • 1930 Auszeichnung mit der Preismünze in Silber der Stadt Darmstadt
  • 1931 Gründungsdirektor des Instituts für Leibesübungen der Technischen Hochschule Darmstadt
  • 1933 Beitritt zur SA und dort Sportreferent
  • 1934-1936 Reichstrainer der Ski-Nationalmannschaft
  • 1936 Referent für Leibesübungen bei der hessischen Landesregierung
  • 1936 Träger des Deutschen Olympia-Ehrenzeichens 2. Klasse
  • 1.5.1937 Eintritt in die NSDAP
  • 1938 Ernennung zum Regierungsrat und Akademischen Turn- und Sportlehrer
  • 1938 auf seine Initiative hin Verwendung der Säulen des ehemaligen „Löwentores“ zur Ausstellung auf der Mathildenhöhe im Jahr 1914 für das Eingangstor des Hochschulstadion
  • 4.1941-1943 Direktor des Instituts für Leibesübungen der Universität Frankfurt am Main
  • 7.1941 Stattfinden der von ihm nach Darmstadt geholten „Reichswettkämpfe Studentinnen im Kriege“
  • 11.9.1944 Fotograf der weitgehenden Zerstörung Darmstadts
  • überwachte im Auftrag von Rektor Kurt Klöppel den Einsatz von Kriegsgefangenen bei den Aufräumarbeiten an der TH
  • 8.5.1945 wegen seiner Verstrickung in den Nationalsozialismus von der amerikanischen Militärregierung vorläufig aus dem Staatsdienst entlassen
  • 24.4.1946 endgültige Entlassung aus dem Staatsdienst durch die Amerikaner
  • 1947 weitgehender Freispruch im Entnazifizierungsverfahren
  • 1951-1960 Sportwart des Hessischen Skiverbands
  • 1952 Erhalt einer Ehrenkarte für die Benutzung des Hochschulstadions vom Darmstädter TH-Rektor Hans Wolfgang Kohlschütter
  • 1955 Rückgabe seines von der Militärregierung beschlagnahmten Hauses
  • 1961: mit der Silberne Sportplakette der Stadt Darmstadt ausgezeichnet
  • im Ruhestand Landschaftsmaler und Aussteller in der Darmstädter Kunstszene
  • Mitglied im „Bund für freie und angewandte Kunst“

Netzwerk

  • Muth, Fritz <Lehrer>
  • Mollier, N. N. <Lehrer>

Lebensorte

München; Berlin; Darmstadt

Familie

Vater

Söllinger, Johann, Beamter, Litograf und Steindrucker

Mutter

Stark, Margarete

Partner

Beyer, Margarete, Heirat 1923, Tochter des Andreas Beyer, Zeichner, und der Barbara Glas

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Söllinger, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/1997_soellinger-ernst> (aufgerufen am 11.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/1997