Immatrikuliert Ostern 1452 in Erfurt1=Fleck wird ausführlich behandelt bei Gundlach III S. 68 f., Rentschreiber in Spangenberg 1469–14732=Ebd., führt die Kriegskostenrechnung über die Beteiligung Hessens am Reichskrieg gegen Burgund 1474/753=Ebd., wird darin schon 1474 August 7 Kammerschreiber genannt4=Ebd. und ist als Kammerschreiber in Marburg nachweisbar von 1476 Februar 95=Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (3/3 Bel.). Jedoch wird sein Vorgänger Johann Hirtzberg noch 1476 September 17 Kammerschreiber genannt (siehe dort). Doch ist hier ein Versehen des Driedorfer Rentmeisters leicht möglich. bis 1500 November 176=An diesem Tage ist er noch im Dienst (Rechn. I, Kassel Kammerschreiber 12/6 Bel.). – Sein Knecht Henne ist von 1486 bis 1489 mehrfach belegt (Rechn. I, Oberrosbach 85/5 Bl. 10; ebd. Ziegenhain 119/5 Bl. 51v.; ebd. Herschbach 65/16 Bl. 5v.)., aber auch häufig bei gerichtlichen Entscheidungen der Marburger Kanzlei tätig7=So gemäß dem Rezeßbuch der Marburger Kanzlei (Kopiar 58). 1494 November 27 gewinnt er hier einen Prozeß gegen die Erben von Sittich im Hofe und seiner Frau Gertrud Lotheimer (ebd. Nr. 147).. Pastor zu Dautphe 1492 Februar 238=Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (4/10 Bel.).. 1494 August 22 weist ihm Landgraf Wilhelm III. ein Haus in St. Goar auf Lebenszeit an, worauf er sich verpflichtet, das bisher von ihm innegehabte Haus in der Judengasse zu Marburg zu räumen9=Urkk., Gen.-Rep. Marburg., Kanoniker zu St. Goar und zu St. Martin in Kassel 1497 September 410=Eckhardt, Oberhessische Klöster II Nr. 425.. Inhaber der Pfarrei Darmstadt 149911=Angabe in Flecks Testament, das Gundlach a. a. O. Anm. 8 nennt. und einer jährlichen Rente von 20 fl. aus der Darmstädter Beede12=Zuerst belegt 1493 September 1 (Rechn. I, Darmstadt 37a/9 Bel.). Der Sturz des Hofmeisters Hans von Dörnberg beendet auch seine Laufbahn. Man weist ihm Veruntreuungen nach13=Vgl. dazu ausführlich Gundlach a.a.O., er flieht in den Schutz des Mainzer Erzbischofs und erklärt sich endlich nach jahrelangen Verhandlungen 1503 Dezember 1 bereit, dem Landgrafen 6000 fl. zu erstatten, 4000 fl. zu 1504 Februar 2214=Zu diesen Abmachungen vgl. die Notiz des Marburger Rentmeisters zu 1504 August 29: 1/2 fl. dem lantknecht zu zcerung gethain ins here vor Kube zu m. gn. h. zu riethen, der 3000 fl. halben Johan Flecken berurent (Rechn. I 77/5 Bl. 97v.). und je 1000 zu 1505 Februar 22 und 1506 Februar 2215=Schultze, Kasseler Klöster Nr. 1102.. Kanoniker zu St. Martin in Kassel noch 1505 April 1816=Siehe Anm. 14.. Man muß ihn zu den typischen Pfründenjägern der Zeit rechnen. Dem entspricht es, daß er mindestens einen Sohn hatte17=Es war der 1503 Dezember 2 genannte Dr. Ebert Fleck. S. auch die Adresse: Honorabili viro domino Johanni Flecke, domino ac patri sul precordialissimo in Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/9 Bl. 44).. Sein Siegel zeigt im Schild eine sechsblättrige Rose auf zwei gekreuzten Pfeilen.