Dalberg, Julius
geboren
21.5.1882 Essentho heute Marsberg belegt bis
23.7.1943 Beruf
Jurist, Rechtsanwalt Konfession
jüdischWirken
Werdegang
- 1911-1933 Rechtsanwalt in Kassel
- außerdem Mitglied in der Zionistischen Ortsgruppe Kassel, dort zeitweise im Vorstand
- Mitglied der jüdischen Volkspartei
- Gemeindeältester im Gemeindeältestenkollegium der Jüdischen Gemeinde Kassel
- er war als Rechtsanwalt sehr stark antisemitischen Angriffen ausgesetzt, wurde 1933 von der SA misshandelt
- nach kurzer Gefangenschaft im Konzentrationslager Breitenau 1933 Emigration nach Holland
- eröffnete dort ein Antiquariat für Judaistik, wurde seit 1940 verfolgt und 1943 gefangengenommen und deportiert
- veröffentlichte zahlreiche Abhandlungen zur jüdischen Geschichte
- ab 1924 Redakteur der Jüdischen Wochenzeitung für Kassel, Hessen und Waldeck
- galt als kundiger Sammler antiker Kunstgegenstände und antiquarischer Rechtsliteratur
- 23.7.1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert
Werke
Lebensorte
Kassel
Familie
Partner
Nussbaum, Bella, 1882–1943
Nachweise
Literatur
- Wannagat (Hrsg.), Kassel als Stadt der Juristen (Juristinnen), Köln u. a. 1990, S. 392 f.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Dalberg, Julius“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19829_dalberg-julius> (aufgerufen am 16.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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