Elben, Werner von

 
belegt seit
1.5.1460
belegt bis
18.5.1482
Beruf
Rat, Amtmann
GND-Explorer
1391794923

Wirken

Lebensorte

Weidelsburg

Familie

Vater

Elben, Werner von, belegt 1427-1464, Rat, Amtmann

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn des Ritters Werner von Elben, Bruder von Thiele, Heimbrod und dem 1474 zu Neuß gefallenen Dietrich (Thiele) von Elben1; sitzt auf der Weidelsburg 1460 Mai 12, Oktober 143; besiegelt als einer der Vertreter der hessischen Ritterschaft den Schiedsspruch in den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III. von 1469 Juni 234, ist 1471 bis 1482 einer der „Anwälte“ zu Kassel5 und zählt als solcher zu den Heimlichen Landgraf Heinrichs III. als Vormund der Kinder des † Landgrafen Ludwig II. 1472 Februar 176 und 1482 Juni 257. Nimmt 1474 mit zwei Knechten am Neußer Zug teil8 und begleitet 1476 Oktober Landgraf Heinrich III. nach Magdeburg zur Einführung des neuen Erzbischofs Herzog Ernst von Sachsen9. Landgräflicher Rat 1472 März 710, 1482 Mai 1811. Zum Amtmann in Grebenstein bestellt 1472 Oktober 25 mit der Verpflichtung 5 reisige Pferde, 3 reisige Knechte und einen reisigen Knaben zu halten, Schloß und Amt auf eigene Kosten zu verwahren und in seiner Kost einen Kellner, einen Pförtner und 3 Wächter zu halten. Dafür wird ihm der landgräfliche Rentschreiber zu Grebenstein jährlich verabreichen: 50 Vt. Korn, 120 Vt. Hafer, 40 Vt. Gerste, 30 Vt. Hopfen; als Mast für 6 Schweine 20 Vt. Frucht halb Korn und halb Hafer; 6 Kühe, 12 Hämmel, 10 Martinsschafe, 40 Fastnachtshühner, 39½ Michaelishühner, 5 fl. für Hufbeschlag, 3 Pfd. Salz, 2 Vt. Erbsen, 1 Vt. Mohn (slasal), alles hessischen Maßes, 6 fl. für Fastenspeise, 6 Eimer voll Sauermilch, 20 Fd. Heu, jedes Fuder mit 4 Pferden geführt, die Holzfuhren, wie sie die von Grebenstein und Immenhausen am Vortage von Martini zu fahren pflegen, und darüberhinaus Holz nach seiner Notdurft, ausreichend Stroh für Pferde und Vieh, wovon der Mist auf seine und des Landgrafen Äcker kommen soll, und die Spreu, die von der landgräflichen Frucht bleibt. Er erhält ferner den Krautgarten unter der Burg, 20 Schafskäse und das Bier, was er in Grebenstein brauen läßt, frei auf die Burg gefahren12. Als Grebensteiner Amtmann noch nachweisbar 1482 Mai 1913. Rat Landgraf Wilhelms I. wird er 1482 Mai 18 genannt14.

Nachweise

Fußnoten

  1. Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (3/4 Bel. zu 1476 März 2).
  2. Rechn. I, Gudensberg (60/3 Bl. 20).
  3. Rechn. I, Felsberg (46/10 Bl. 17). Er wird vom Gudensberger und Felsberger Schultheißen versorgt.
  4. Kopiar 8 Nr. 5.
  5. Gundlach III S. 57.
  6. Kopiar 11 Nr. 90.
  7. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/3 Bel.).
  8. Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (3/4 Bel. zu 1476 März 2).
  9. Rechn. I, Spangenberg (98/3 Bl. 93v.).
  10. Rechn. I, Bilstein (27/13 Bl. 8v.).
  11. Kopiar 9 Nr. 94 (Bl. 260v.).
  12. Chirographierter Kerbzettel in Urkk., Bestallungen. – Vgl. dazu auch Rechn. I, Grebenstein (53/6 Bl. 21v.) zu obigem Datum: Sontag vor Symonis et Jude hait der foyt [zu]erst das sloß befaren. – Als Junker Werner von Elben, der Vogt, wird er 1478, 1479 auch in den Borkener Rechnungen wiederholt genannt (Rechn. I, Borken 34/7 Bl. 30v. ff. und ebd. 34/8 Bl. 9).
  13. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12/3 Bel.).
  14. Kopiar 9 Nr. 94 und Kopiar 15 Nr. 120.

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Elben, Werner von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19575_elben-werner-von> (aufgerufen am 11.04.2026)

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