Eisenbach, Heinrich I. von
belegt seit
30.5.1332 belegt bis
10.5.1354 Beruf
Amtmann, Truppenführer, Schiedsmann GND-Explorer
1391703359Wirken
Funktion
- Allendorf an der Werra, Amtmann, 1332
Lebensorte
Allendorf an der Werra; Alsfeld
Familie
Vater
Eisenbach, Trabodo von, belegt 1306-1323, Amtmann
Verwandte
- Eisenbach, Johann I. von <Bruder>, belegt 1333-1354, Kleriker, Berater, Rat, Schreiber
- Eisenbach, Rörich I. von <Sohn>, belegt 1367-1395, Erbmarschall
- Eisenbach, Johann II. von <Sohn>
- Eisenbach, Heinrich II. von <Sohn>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, Sohn des Trabodo von Eisenbach, Amtmann zu Allendorf an der Werra 1332 Mai 301 und 1333 Führer der hessischen Truppen an der Werra in der Fehde gegen die von Treffurt2. Amtmann in Alsfeld 1334 März 213, wird im Bündnis zwischen Landgraf Heinrich II. und Abt Heinrich von Fulda von 1335 Februar 20 vom Landgrafen zum Schiedsmann für Oberhessen bestimmt4. 1337 Dezember 6 verpfändet Landgraf Heinrich II. den Brüdern Heinrich und Johann von Eisenbach (I) die Burg Merlau mit den Gerichten Felda und Bobenhausen und zugehörigen Wüstungen für 2380 Pfd. Hlr. und 400 Mark Silber, von denen sie 200 am Schloss verbauen müssen5. 1343 Dezember 8 werden beide Brüder Heinrich und Johann von Landgraf Heinrich II. und seinem Sohn Otto mit dem hessischen Erbmarschallamt belehnt, dazu mit dem Haus Ulrichstein, das Johann wieder aufgebaut hat, dem Gericht Bobenhausen und einer zugehörigen Wüstung6. 1347 Dezember 18 erhält Heinrich von Eisenbach, nachdem er Ulrichstein mit Mauern und Gräben befestigt hat, für den Ort von Kaiser Ludwig das Recht der Stadt Friedberg, einen freien Wochenmarkt und das Wohnrecht für sechs Juden7. Amtmann in Alsfeld 1345 Juni 248 und in Grünberg 1346 Juli 89. Wird 1345 Juni 24 von Landgraf Heinrich II. und Erzbischof Heinrich von Mainz zusammen mit dem Mainzer Amtmann zu Amöneburg, Hermann von Lißberg, in dem zwischen beiden Fürsten vermittelten Frieden als Schlichter in etwaigen weiteren Streitigkeiten zwischen Mainz und Hessen bestimmt10. Ist 1347 April 28 landgräflicher Schiedsmann zwischen Erzbischof Gerlach von Mainz und Landgraf Heinrich II. wegen der von diesem eingenommenen Feste Neustadt11. 1348 Februar 12 bekunden Heinrich von Eisenbach und Volprecht von Dernbach, Ritter, dass sie dem Landgrafen die ihnen versetzten Städte Neustadt und Homberg/O. wieder freigeben, sobald er ihnen die 6000 Pfd. Hlr. zurückgezahlt hat, die er ihnen für den Bau zu Kirchhain und den Krieg mit Mainz schuldet12. 1354 Mai 10 ist er einer der Mittelsmänner der Sühne zwischen Erzbischof Gerlach von Mainz und Landgraf Heinrich von Hessen13.
Ritter, Sohn des Trabodo von Eisenbach, Amtmann zu Allendorf an der Werra 1332 Mai 301 und 1333 Führer der hessischen Truppen an der Werra in der Fehde gegen die von Treffurt2. Amtmann in Alsfeld 1334 März 213, wird im Bündnis zwischen Landgraf Heinrich II. und Abt Heinrich von Fulda von 1335 Februar 20 vom Landgrafen zum Schiedsmann für Oberhessen bestimmt4. 1337 Dezember 6 verpfändet Landgraf Heinrich II. den Brüdern Heinrich und Johann von Eisenbach (I) die Burg Merlau mit den Gerichten Felda und Bobenhausen und zugehörigen Wüstungen für 2380 Pfd. Hlr. und 400 Mark Silber, von denen sie 200 am Schloss verbauen müssen5. 1343 Dezember 8 werden beide Brüder Heinrich und Johann von Landgraf Heinrich II. und seinem Sohn Otto mit dem hessischen Erbmarschallamt belehnt, dazu mit dem Haus Ulrichstein, das Johann wieder aufgebaut hat, dem Gericht Bobenhausen und einer zugehörigen Wüstung6. 1347 Dezember 18 erhält Heinrich von Eisenbach, nachdem er Ulrichstein mit Mauern und Gräben befestigt hat, für den Ort von Kaiser Ludwig das Recht der Stadt Friedberg, einen freien Wochenmarkt und das Wohnrecht für sechs Juden7. Amtmann in Alsfeld 1345 Juni 248 und in Grünberg 1346 Juli 89. Wird 1345 Juni 24 von Landgraf Heinrich II. und Erzbischof Heinrich von Mainz zusammen mit dem Mainzer Amtmann zu Amöneburg, Hermann von Lißberg, in dem zwischen beiden Fürsten vermittelten Frieden als Schlichter in etwaigen weiteren Streitigkeiten zwischen Mainz und Hessen bestimmt10. Ist 1347 April 28 landgräflicher Schiedsmann zwischen Erzbischof Gerlach von Mainz und Landgraf Heinrich II. wegen der von diesem eingenommenen Feste Neustadt11. 1348 Februar 12 bekunden Heinrich von Eisenbach und Volprecht von Dernbach, Ritter, dass sie dem Landgrafen die ihnen versetzten Städte Neustadt und Homberg/O. wieder freigeben, sobald er ihnen die 6000 Pfd. Hlr. zurückgezahlt hat, die er ihnen für den Bau zu Kirchhain und den Krieg mit Mainz schuldet12. 1354 Mai 10 ist er einer der Mittelsmänner der Sühne zwischen Erzbischof Gerlach von Mainz und Landgraf Heinrich von Hessen13.
Nachweise
Fußnoten
- So Landau, Ritterburgen III S. 378. Die letztere Nachricht übernimmt Eckhardt, Eschweger Geschichte S. 279 und bezeichnet ihn als Amtmann zu Eschwege. Auch Gundlach III S. 54 nennt ihn Amtmann zu Allendorf 1332, meint aber dazu in der Anmerkung: wahrscheinlich falsch statt Altenburg [bei Alsfeld]. Die Urkunde (aus dem Archiv der Allendorfer Pfännerschaft: vgl. ZHG Mitt. 1885 S. XLVII) gibt Heinrich den Amtmanntitel ohne Ortsbezeichnung, doch kann man daraus mit Sicherheit entnehmen, dass sich die Urkunde auf Allendorf an der Werra bezieht (vgl. Eckhardt: Eschweger Geschichte S. 277). Schmincke-Stendell, Geschichte der Stadt Eschwege (1922) I S. 144 nennen zudem um 1344 einen N.N. von Eisenbach als Amtmann an der Werra. ↑
- Ebd. ↑
- Wyss, DO UB II Nr. 596. ↑
- Schannat, Historia Fuldensis, Codex Probat. S. 254 Nr. 156. ↑
- Landau, Ritterburgen III S. 379. – 1342 Februar 17 versichert Heinrich dem Landgrafen, dass er das Haus Merlau mit den Gerichten Felda und Bobenhausen von ihm und seinem Bruder Johann jederzeit wieder einlösen könne (aus Gen.-Rep. Merlau abgegeben an das StA Darmstadt. ↑
- Kuchenbecker, Erbhofämter, Beweistümer Lit. Y. Eine Eisenbachische Stammtafel ebd. W und X bei Landau, Ritterburgen III nach S. 404. ↑
- StA Darmstadt, Urkk., Ulrichstein. ↑
- Otto, Mainzer Regesten Nr. 5322. Zu 1345/46 auch bei Stengel, Nova Alamanniae II S. 528. ↑
- Baur, Arnsburger UB Nr. 734. ↑
- Otto, Mainzer Regesten Nr. 5322. ↑
- Wenck, Hessische Landesgeschichte II UB Nr. 358 Anm. ↑
- Gen.-Rep. Neustadt. – 1348 Juli erhöht Landgraf Heinrich die Pfandsumme auf 6306 Pfd. (vgl. Landau, Ritterburgen III S. 382). ↑
- Vigener, Mainzer Regg. Nr. 129. ↑
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 170 f., Nr. 560
- Eckhardt, Eschwege als Brennpunkt thüringisch-hessischer Geschichte, Marburg 1964
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 54
- Vigener, Regesten der Erzbischöfe von Mainz von 1289–1396, Abt. 2: 1354–1396, Bd. 1: 1354–1371, Leipzig 1913
- Baur, Urkundenbuch des Klosters Arnsburg in der Wetterau, Darmstadt 1851
- Landau, Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Bd. 3, Kassel 1836
- Johann Philipp Kuchenbecker, Gegründete Abhandlung von denen Erb-Hof-Aemtern der Landgrafschaft Hessen, Marburg 1744
Nachnutzung
Rechtehinweise
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Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Eisenbach, Heinrich I. von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19536_eisenbach-heinrich-i-von> (aufgerufen am 22.04.2026)
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