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Döring, Asmus
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Sohn Ludwigs, Heimlicher [Rat] Graf Philipps von Hanau 14651, Heimlicher Landgraf Heinrichs III. 1470 November 112 und noch 1480 August 20 für diesen politisch tätig3. Zum Amtmann in Grünberg bestellt 1472 Dezember 264, dort noch 1474 Juni 35, aber schon 1473 von Landgraf Heinrich III. zum Amtmann in Nidda und Lißberg eingesetzt mit dem Auftrag, das Schloß in Lißberg wiederherzustellen6; im Amte vielfach bezeugt bis 1494 April 17. Im September 1473 wird er von Landgraf Heinrich zusammen mit Dr. Johann Schickeberg an den kaiserlichen Hof geschickt8 und Ende 1476 zusammen mit Hans von Boyneburg ins Land Meißen, als Herzog Albrecht vom Hl. Grabe zurückgekommen war9. Im Februar und im April wird er mit anderen Räten wegen der kölnischen Sache10 von Landgraf Heinrich auf Tagungen nach Duisburg (Duseberg) abgeordnet11. Im August 1479 begleitet er Landgraf Heinrich III. mit 4 Pferden bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen und wird von dort zu Erzbischof Johann von Trier abgeordnet12. 1484 Oktober 22 billigt Abt Johann von Fulda die Erwerbung von Schloß und Stadt Herbstein durch den hessischen Hofmeister Hans von Dörnberg und Asmus Döring13. 1485 August ist Döring Mitglied einer hessen-nassau/dillenburgischen Grenzkommission14. 1486 November 3 ist er als Amtmann zu Nidda und Lißberg einer der beiden hessischen Schiedsleute in Streitigkeiten mit Solms um die Weiseler Mark15. Rat und Amtmann Landgraf Wilhelms III. 1490 Oktober 10, der damals Döring gegen 1000 fl. bar eine Rente von 50 fl. auf die Stadt Gießen anweist16, nachdem bereits Landgraf Heinrich III. 1470 November 11 Döring gegen 400 fl. Kapital eine Gülte von 20 fl. auf die Stadt Gießen angewiesen hatte17. 1496 Oktober 1 leiht Döring Landgraf Wilhelm II. 600 fl. und erhält dafür eine Rente von 30 fl. aus den Gefällen der Stadt Nidda18. Döring ist auch zeitweise Pfandinhaber von Stornfels19. In der Kanzlei (als Gericht) zu Marburg sitzt Döring 1492 Mai 720. Er starb im Jahr 1500 und ist in der Kirche des Klosters Hirzenhain begraben21.
Sohn Ludwigs, Heimlicher [Rat] Graf Philipps von Hanau 14651, Heimlicher Landgraf Heinrichs III. 1470 November 112 und noch 1480 August 20 für diesen politisch tätig3. Zum Amtmann in Grünberg bestellt 1472 Dezember 264, dort noch 1474 Juni 35, aber schon 1473 von Landgraf Heinrich III. zum Amtmann in Nidda und Lißberg eingesetzt mit dem Auftrag, das Schloß in Lißberg wiederherzustellen6; im Amte vielfach bezeugt bis 1494 April 17. Im September 1473 wird er von Landgraf Heinrich zusammen mit Dr. Johann Schickeberg an den kaiserlichen Hof geschickt8 und Ende 1476 zusammen mit Hans von Boyneburg ins Land Meißen, als Herzog Albrecht vom Hl. Grabe zurückgekommen war9. Im Februar und im April wird er mit anderen Räten wegen der kölnischen Sache10 von Landgraf Heinrich auf Tagungen nach Duisburg (Duseberg) abgeordnet11. Im August 1479 begleitet er Landgraf Heinrich III. mit 4 Pferden bei der Einnahme der Grafschaft Katzenelnbogen und wird von dort zu Erzbischof Johann von Trier abgeordnet12. 1484 Oktober 22 billigt Abt Johann von Fulda die Erwerbung von Schloß und Stadt Herbstein durch den hessischen Hofmeister Hans von Dörnberg und Asmus Döring13. 1485 August ist Döring Mitglied einer hessen-nassau/dillenburgischen Grenzkommission14. 1486 November 3 ist er als Amtmann zu Nidda und Lißberg einer der beiden hessischen Schiedsleute in Streitigkeiten mit Solms um die Weiseler Mark15. Rat und Amtmann Landgraf Wilhelms III. 1490 Oktober 10, der damals Döring gegen 1000 fl. bar eine Rente von 50 fl. auf die Stadt Gießen anweist16, nachdem bereits Landgraf Heinrich III. 1470 November 11 Döring gegen 400 fl. Kapital eine Gülte von 20 fl. auf die Stadt Gießen angewiesen hatte17. 1496 Oktober 1 leiht Döring Landgraf Wilhelm II. 600 fl. und erhält dafür eine Rente von 30 fl. aus den Gefällen der Stadt Nidda18. Döring ist auch zeitweise Pfandinhaber von Stornfels19. In der Kanzlei (als Gericht) zu Marburg sitzt Döring 1492 Mai 720. Er starb im Jahr 1500 und ist in der Kirche des Klosters Hirzenhain begraben21.
Nachweise
Fußnoten
- StA Darmstadt Hs. 51: Döringsches Kopialbuch mit Abschriften von Urkk. ab 1330, angelegt für Asmus Döring, was für sein Wesen und Wollen typisch ist. ↑
- Kopiar 5 Nr. 2 A/2. ↑
- Diemar, Köln und Hessen (MOHG NF 8, 1899) S. 110 Nr. 304. ↑
- Rechn. I, Marburg (74/10 Bl. 8v.): 1 fl. 5 alb. hait jongher Aßmus Doringk verzert in der Konneyen huß, als er zum amptman uffgenommen wart zu Gronberg uff sontag nach natalis Domini. Die Angabe bei Küch, Rechtsquellen II S. 159 Anm. 4, daß Döring 1463 April Vogt zu Grünberg gewesen sei, ist wohl zu verbessern zu 1473 April. ↑
- Urkk., Deutscher Orden. – Eckhardt, Oberhessische Klöster III Nr. 1166 (zu 1474 April 21). ↑
- Landau, Ritterburgen II S. 87. Das Rep. 1 verzeichnet demgemäß für die Zeit Landgraf Heinrichs III. den Bestallungsrevers Dörings über das Amt Lißberg. Sein Wohnort war Nidda, wie sich aus den ihn anlaufenden Boten ergibt. ↑
- Müller, Hirzenhain (AHG NF XI, 1916) S. 398 Nr. 290. Kennzeichnend für Dörings Selbstbewußtsein ist auch der Schlußstein des Kreuzgewölbes im Turm der Johanniter- und Pfarrkirche zu Nidda, der im Vierpaß das Döringsche Wappen mit der Umschrift hat: Asmus Doring amptman an(no) d(omini) M CCCC XCII. (Abb. in den Kunstdenkmälern im Großhzgt. Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen, bearb. von Heinrich Wagner, 1890 S. 214). ↑
- Urkk., Samtarchiv Nachtr. 5, 24. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/1 Bl. 23v.). – Rechn. I, Spangenberg (98/3 Bl. 32). ↑
- Es handelt sich um die Bemühung Landgraf Hermanns um den Kölner Erzstuhl. ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/2 Bl. 41 und 43): er erhält beim ersten Mal 16 fl. 6 alb. und beim zweiten Mal 30 fl. Zehrgeld. ↑
- Demandt, Katz. Regg. Nr. 6282/9, 22. ↑
- Kopiar 436 S. 767. – Im Jahr zuvor hatte Döring (erneut?) geheiratet, denn im November 1483 schenkte der Marburger Deutsche Orden dem Junker Asmus Döring 1 fl. in Gold zu seiner Hochzeit (Best. 106 DO-Rechn. 3, 1483 Bl. 6). ↑
- Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (2/6 Bl. 71v.). ↑
- Baur, Hessische Urkunden IV Nr. 252. ↑
- Kopiar 5 Nr. 2/1. – Der damals Döring dienende reisige Knecht hieß Peter und wurde 1489 März 28 vom hessischen Hofmeister Hans von Dörnberg und Marschall Johann Schenk zu Schweinsberg dem Grafen Philipp von Hanau für die erledigte Ortenberger Schultheißenstelle vorgeschlagen (Best. 86, Hanauer Nachtr. 2804). ↑
- Kopiar 5 Nr. 2 A/2. ↑
- Kopiar 15 Nr. 49. ↑
- Best. 257, Fragmenta actorum des Hofgerichts Bd XXIX Nr. 9. ↑
- Best. 2 IV Auswärtige Beziehungen: Sachsen, Gesamthaus. ↑
- Vgl. Wagner, Kunstdenkmäler des Kreises Büdingen (wie Anm. 7) S. 168. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 147, Nr. 494
- Eckhardt, Die oberhessischen Klöster III: Regesten, Marburg 1977
- Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060–1486, Bd. 3: Rechnungen, Besitzverzeichnisse, Steuerlisten und Gerichtsbücher 1295–1486, Wiesbaden 1956
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 47
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 4: Die Urkunden von 1400 bis 1500 enthaltend, Darmstadt 1866
- Baur, Hessische Urkunden, Bd. 1: Die Provinzen Starkenburg und Oberhessen von 1016-1399 enthaltend, Darmstadt 1860
- Landau, Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Bd. 2, Kassel 1833
- Diemar, Hessen und die Reichsstadt Köln im 15. Jahrhundert, in: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins NF 8 (1899), S. 1-186
- Küch, Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg, Bd. 2, Marburg 1931
- Müller, Das Aschaffenburger Kopialbuch des Klosters Hirzenhain in Regesten, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde NF 11 (1916), S. 321-472
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Döring, Erasmus“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19417_doering-erasmus> (aufgerufen am 13.04.2026)
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